Mittwoch, 20. September 2017

20. Juni 2017 00:32 Uhr

Junge Union setzt CSU unter Druck

Grunderwerbsteuer soll in Bayern sinken

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Die Junge Union in Bayern setzt die eigene Staatsregierung in der Steuerpolitik unter Druck. Um insbesondere jungen Familien den Erwerb von Wohneigentum zu erleichtern, so sagt der JU-Vorsitzende und schwäbische Landtagsabgeordnete Hans Reichhart, sollte im Freistaat noch in dieser Legislaturperiode die Grunderwerbsteuer gesenkt werden. „Das ist der einzige Steuersatz, den Bayern ganz allein festlegen kann.“

Wer es mit der Förderung von Wohneigentum ernst meine, müsse für Entlastung sorgen, sagt Reichhart und verweist auf die stark steigenden Immobilienpreise. So sei der Durchschnittspreis für ein Reihenhaus in Augsburg binnen eines Jahres um 19 Prozent gestiegen. Die Senkung der Grunderwerbsteuer von derzeit 3,5 Prozent auf künftig 2,5 Prozent könne ein Mittel sein, um gegenzusteuern. Gleichzeitig wäre diese Maßnahme „ein Mosaikstein“ für eine Verbesserung der Familienförderung. Reichhart zeigt sich überzeugt, dass Bayern diese Steuersenkung verkraften könnte. Bundesweit hätten sich die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer in den vergangenen zwölf Jahren nahezu verdreifacht – von 4,7 Milliarden Euro (2002) auf 12,4 Milliarden Euro (2016). In Bayern lagen die Einnahmen zuletzt bei 1,66 Milliarden Euro. „Eine Senkung um knapp ein Drittel wäre haushaltsmäßig verkraftbar“, sagt Reichhart. Sie könnte noch vor der Landtagswahl 2018 umgesetzt werden.

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Schlagworte

Hans Reichhart | CSU | Augsburg


Ein Artikel von
Uli Bachmeier

Redaktion München
Ressort: Politik

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