Dienstag, 26. September 2017

17. Juli 2017 14:48 Uhr

München

OEZ-Amoklauf: Waffenhändler laut Anklage kein Mitwisser

Wie viel wusste der Waffenhändler, der dem Amokschützen von München die Waffe verkaufte? Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann kein Mitwisser war.

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Die Trauer und der Schrecken waren groß, als am Olympia-Einkaufszentrum im Norden Münchens ein Amokschütze am 22. Juli 2016 neun Menschen und dann sich selbst erschossen hat.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Staatsanwaltschaft geht nicht davon aus, dass der mutmaßliche Waffenlieferant des Münchner Amokschützen auch ein Mitwisser war. "Wir haben bisher keine Anhaltspunkte dafür, dass der Waffenhändler Kenntnis von der geplanten Tat hatte", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montag in München. Der Anwalt mehrerer Angehöriger der Opfer hatte dem mutmaßlichen Verkäufer der Tatwaffe laut Bayerischem Rundfunk eine mögliche Mitwisserschaft vorgeworfen. Der Nebenkläger forderte demnach den für Ende August angesetzten Prozess gegen den Angeklagten zu vertagen oder aufzuspalten.

Münchner Amokläufer erschoss vor einem Jahr neun Menschen am OEZ

Am kommenden Samstag jährt sich der Amoklauf von München zum ersten Mal. Der 18-jährige Amokläufer David S. hatte mit einer Pistole neun Menschen erschossen und sich selbst gerichtet. Die Pistole samt Munition hatte er über das sogenannte Darknet besorgt, einen anonymen Teil des Internets. Die Waffe soll von dem 32-jährigen Angeklagten stammen. Der Prozess gegen ihn unter anderem wegen fahrlässiger Tötung beginnt am 28. August. dpa/lby/AZ

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