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05. Dezember 2011 23:00 Uhr

Turnen

Monheim verliert erstmals das Derby

Reichert-Schützlinge müssen sich in Buttenwiesen geschlagen geben

Matthew Johnathon Firth vom TSV Monheim unterlag am Seitpferd dem Buttenwiesener Fabian Leimlehner mit 0:4.
Foto: Stoll

In einem stimmungsvollen, weitgehend spannenden und hochklassigen Derby hat der TSV Buttenwiesen verdient mit 38:24 gegen den TSV Monheim gewonnen. Buttenwiesen beendete die Saison somit auf dem dritten Platz, während sich die Gäste mit Rang vier zufriedengeben müssen.

Rund 700 Besucher in der voll besetzten Riedblickhalle erlebten am Boden den besseren Start für die Gäste. Buttenwiesen leistete sich zwei Stürze, Monheim nur einen in Person ihres Neuzugangs Matthew Firth, was für Letztere aber noch zu einer 6:4-Führung ausreichte. Am Pauschenpferd konnte Buttenwiesen diese durch solide Übungen bereits zum 10:10 ausgleichen. Zur Pause hatte sich Monheim wieder einen Drei-Punkte-Vorsprung erarbeitet, weil alle vier Turner eine starke Ringeleistung abriefen.

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Vorentscheidung fällt am Barren

Damit standen allerdings die Siegchancen für die Gastgeber nicht schlecht, da diese an den letzten drei Geräten etwas stärker als Monheim besetzt waren. Tatsächlich präsentierte Buttenwiesen durchweg besser ausgeführte Sprünge und gewann das vierte Gerät mit 8:0. Am Barren fiel bereits so etwas wie die Vorentscheidung. Mit weitgehend einfachen, aber sauber dargebotenen Vorstellungen entschieden die Gastgeber auch dieses Gerät für sich und bauten die Führung auf zehn Punkte aus. So hätte am Reck nur noch eine perfekte Monheimer Leistung und viel Glück die Wende herbeiführen können.

Doch bereits Startturner Max Weißenhorn zeigte starke Nerven und krönte seine schöne Reckübung mit einem Dreifachsalto in den sicheren Stand. Der Applaus war kaum verhallt, da verließ sein Kontrahent Matthew Firth bei einem Flugteil unfreiwillig das Gerät, was Monheim weitere drei Punkte kostete. Mit Fabian Leimlehners spektakulärer Vorstellung, unter anderem dem Kolman-Salto, machten die Gastgeber endgültig den Sack zu. Julius Rabenstein gelang zwar seine beste Übung dieser Saison, musste aber trotzdem Buttenwiesen fünf Punkte überlassen, sodass die beiden letzten Duelle nur noch Ergebniskosmetik darstellten.

Trotz der Niederlage kann Monheim auf ein zufriedenstellendes Saisonergebnis zurückblicken. Das Fehlen von Dominik Prosch wurde im Rahmen der Möglichkeiten gut kompensiert und mit Cameron Mackenzie hatte man den zweitbesten Scorer der 2. Bundesliga Süd in seinen Reihen. Entscheidend wird in Zukunft bei Monheim jedoch die Frage sein, wie der eigene Nachwuchs in die Mannschaft integriert und in die Verantwortung genommen werden kann. (sber)

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