Donnerstag, 18. Januar 2018

02. November 2010 19:10 Uhr

Kissing

BN-Vorstand an zwei Brennpunkten

Die "harten Nüsse", die es für den Bund Naturschutz zu knacken gilt, besah sich der Landesvorstand des Bund Naturschutz in Bayern (BN). In Kissing ließ sich das Gremium die Situation bei der B-2-Umfahrung erläutern.

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Die "harten Nüsse", die es für den Bund Naturschutz zu knacken gilt, besah sich der Landesvorstand des Bund Naturschutz in Bayern (BN). In Kissing ließ sich das Gremium die Situation bei der B-2-Umfahrung erläutern und ließ von der südlichen Bahnüberführung aus einen Blick über die leicht nebelverhangene Heide schweifen.

Ortsvorsitzender Peter Claus berichtete, dass sich die von der DB AG angelegten Erweiterungsflächen des Naturdenkmals Bahngruben "ausgezeichnet entwickeln". Eine Variante C2 hätte diese fast unwiederbringlich zerschnitten, ein Biotopverbund sei kaum mehr möglich. Kreisgeschäftsführerin Petra Hofberger wiederum wies darauf hin, dass die Entlastung einer Ortsumfahrung "meist geringer ausfällt als gedacht." Die Lärmminderungen lägen im kaum hörbaren Bereich. Hinzu komme das lange Zeitfenster, das erst in zehn bis 15 Jahren den Anwohnern Entlastung bringe. Sie setzt auf andere Konzepte, fordert eine Lärmschutzwand, leiseren Asphalt, Elektroautos. Kreisvorsitzender Helmut Schenke und der Landesbeauftragte Richard Mergner wiesen darauf hin, dass man mit der Bahn einen äußerst attraktiven 15-Minuten-Takt zwischen Augsburg und Mering besitzt, der durch den Straßenbau wieder gefährdet werde.

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Mit zu der Besprechung gekommen war auch Kissings Bürgermeister Manfred Wolf. Er versuchte anhand eines farbig markierten Ortsplans aufzuzeigen, dass eine überlastete B 2 zu Schleichwegverkehr führt. "Wir belasten unsere Wohngebiete damit. Das ist es, was mir die Bürger mit auf den Weg geben."

Eine von Johannes Hofberger eingebrachte Überlegung, die bestehende Trasse tiefer zu legen und einzuhausen, wies Wolf klar ab: "Das geht wegen der Grundwasserverhältnisse keinesfalls." Ihm entgegnete das Vorstandsmitglied Doris Tropper, ob er denn daran denke, seine Bürger jetzt schon vor dem Lärm zu schützen. "Denn meist ist es so: Wo eine Umfahrung in Aussicht ist, wird nichts anderes mehr getan." Kissings Bürgermeister antwortete: Wenn Sie mir das Geld dafür geben. Ich habe keines." Als Partner, die zum selben Ziel kommen wollen, erwiesen sich Wolf und die Naturschützer beim zweiten Thema, das sie besuchten: Den potenziellen Kraftwerksstandort am Lech (Kilometer 50,4; unterhalb des Auensees). 5000 Unterschriften gegen die Pläne der Firma Eon haben die BN-Kreisgruppen Augsburg-Stadt und -Land gesammelt und wollen sie heute dem Augsburger Umweltreferenten Rainer Schaal übergeben. Prof. Dr. Hubert Weiger, der BN-Landersvorsitzende, kündigte an, zu beantragen, dass der für heute anberaumte Scoping-Termin ausgesetzt wird. "Und zwar so lange, bis Studien zu den Renaturierungsmöglichkeiten des Lechs fertiggestellt sind." Diese Alternativen zu suchen, sei gesetzlich vorgeschrieben.

Wasserwirtschaftsamt prüft, wie sich der Lech eingräbt

Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth untersucht derzeit, inwieweit sich der Lech eingräbt. "Das Argument, dass man mit einem Kraftwerk dies verhindern kann, stimmt so nicht", waren sich die Naturschützer einig.

Weiger: "Das, was hier an Strom hergestellt werden kann, ist maximal ein Fünftel dessen, was man mit einer Optimierung bestehender Kraftwerke erzielen könnte." Buchautor Eberhard Pfeuffer ("Der Lech") bat darum, wenigstens das letzte Stückchen frei fließenden Lechs noch zu erhalten. "Es ist das historisch wichtigste, aber auch am meisten verbaute Gewässer Bayerns."

Dieses Zentrum der Biodiversität naturnah umzugestalten forderte auch Bürgermeister Wolf. Denn bei Hochwasser stelle der Lech eine ernst zu nehmende Gefahr dar. "Je niedriger die Wassersäule ist, die auf die Deiche drückt, desto besser."

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