Montag, 5. Dezember 2016

19. Februar 2016 17:47 Uhr

Aichach-Friedberg

Hacker greifen Klinik-Netzwerk an

Auf die Kliniken an der Paar in Aichach und Friedberg verübten Unbekannte einen Hacker-Angriff. Wie sich die Verantwortlichen dafür schützen wollen.

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Kliniken in Aichach und Friedberg wurden Opfer einer Hacker-Attacke.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)

In Krankenhäusern entscheiden manchmal Sekunden. So war es auch am Montag: Bei einem Cyberangriff haben unbekannte Hacker mit einem sogenannten Trojaner das IT-Netzwerk der Kliniken an der Paar attackiert. Weil die EDV-Mitarbeiter schnell reagierten, konnte ein größerer Schaden durch den Softwarevirus von den Krankenhäusern in Aichach und Friedberg abgewendet werden. Mithilfe der automatischen Datensicherung des Systems konnten die Computerfachleute des Landratsamts wohl alle beschädigten Dateien wiederherstellen. Dennoch haben die Kliniken bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt erstattet.

Lob für Mitarbeiter der EDV

Die Mitarbeiter der EDV-Abteilung hatten Unregelmäßigkeiten bei Anwendungen festgestellt, die normalen Nutzern wohl nicht aufgefallen wären. „Viele andere hätten wahrscheinlich gedacht, das Programm spinnt halt wieder“, sagt Bernd Burkhart, der die IT-Abteilung des Landratsamts leitet. Er ist erleichtert über die Aufmerksamkeit seiner Mitarbeiter. Denn die nahmen die Fehlermeldung ernst, fanden die befallenen Dateien und entfernten sie aus dem Klinik-Netzwerk.

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Die schnelle Reaktion war wahrscheinlich entscheidend. „Andernfalls hätte es Probleme mit der EDV und auch Verluste von Dateien geben können“, erklärt Burkhart. Als Trojaner bezeichnete Computerprogramme versuchen, unerkannt in ein System einzudringen und es zu verändern. Der Trojaner, mit dem das Klinik-Netzwerk angegriffen wurde, hätte Dateien innerhalb des Netzwerks verschlüsselt und unbenutzbar gemacht. Die beim Angriff beschädigten Dateien konnten jedoch durch funktionstüchtige ersetzt werden.

In der vergangenen Woche hat ein solcher Trojaner das Netzwerk einer Klinik im nordrhein-westfälischen Neuss lahmgelegt. Dort mussten sogar Termine für kompliziertere Operationen verschoben werden. In Aichach und Friedberg kam es nicht so weit. Die wichtigsten Bestandteile des Netzwerks waren durch den Cyberangriff nicht in Gefahr.

Medizinische Geräte der Krankenhäuser hätten im Notfall funktioniert

Die Patientendaten waren vor dem Angriff abgeschottet, die medizinischen Geräte der Krankenhäuser hätten im Notfall auch autark funktioniert, also ohne auf das Netzwerk zuzugreifen. Für Bernd Burkhart ist das ein Beleg dafür, wie gut das Netzwerk der Kliniken an der Paar bereits geschützt ist. Dennoch sollen die Sicherheitsvorkehrungen nun weiter verstärkt werden. Der IT-Leiter will gemeinsam mit seinen Kollegen herausfinden, wie der Virus in das System eindringen konnte und anschließend nach neuen Schutzmaßnahmen suchen.

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Schlagworte

Aichach | Friedberg | Polizei | Neuss

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