Sonntag, 21. Januar 2018

12. April 2017 00:35 Uhr

Bildung

Wie steht es um Europa?

CSU-Abgeordneter Markus Ferber diskutiert mit Schülern der BOS

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Wie sehen das Leben und der Alltag eines Berufspolitikers aus? Wie ist es angesichts der Vielzahl an globalen Herausforderungen um die Zukunft Europas bestellt? Dies waren die zentralen Fragen, die 120 Schüler der Beruflichen Oberschule an Markus Ferber richteten. Der Fachbetreuer für Geschichte und Sozialkunde, Stefan Jelic, organisiert seit drei Jahren Veranstaltungen mit Politikern. Mit Markus Ferber begrüßte er nun zum ersten Mal einen Abgeordneten des Europäischen Parlaments.

Zuvor hatten die Lehrkräfte der teilnehmenden Klassen, Katharina Marzell und David Riegel, das Thema „Europäische Union“ im Unterricht eingehend behandelt. Gemeinsam mit den Schülern hatten sie Fragen erarbeitet. Ausführlich musste der CSU-Politiker beispielsweise erläutern, für wie groß er die Gefahren für die Demokratie angesichts des Aufkommens rechtspopulistischer Parteien hält. Rede und Antwort musste der Politiker den kritischen Schülern aber auch zur Politik der EU in Bezug auf Flüchtlingskrise, Brexit und das Verhältnis zur Türkei stehen. Aus seiner eigenen Meinung machte Ferber dabei kein Geheimnis: Die Festsetzung flüchtender Menschen hinter Stacheldraht in Ungarn sei für ihn ebenso inakzeptabel wie die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in der Türkei.

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Auch für Ferbers Haltung zu politischen Einzelfragen und seine Tätigkeit als Parlamentsabgeordneter zeigten die Schüler großes Interesse. Wie rechtfertigt er seine Ablehnung einer Frauenquote in der Wirtschaft, wie groß ist der Einfluss von Lobbyisten auf die Gesetzgebung eines Parlaments, und wäre er bereit, im Rahmen des Konzepts „gläserner Abgeordneter“ sämtliche Einkünfte auch offenzulegen?

Angesicht der breiten Themenpalette blieben für Nachfragen und Diskussionen nur wenig Zeit, nach etwas über 60 Minuten beendete die Schülerin Julia Jörk, die die Fragerunde moderiert hatte, die Veranstaltung. Schulleiter Wolfgang Wiedemann verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass trotz der aktuellen problematischen Gemengelage auch die heutige Schülergeneration bereit sei, die europapolitische Idee zu unterstützen und Frieden, Wohlstand und Demokratie nicht als selbstverständlich zu betrachten.

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