Samstag, 25. November 2017

15. Juli 2017 14:43 Uhr

Immer wieder Anschläge

Wie sicher ist Ägypten?

Immer wieder kommt es zu Anschlägen im Urlaubsland Ägypten. Gerade wurden zwei deutsche Touristinnen erstochen. Wie sicher ist das Land noch für Reisende?

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Früher war Ägypten ein sehr beliebtes Urlaubsziel. Doch immer wieder kommt es dort zu Anschlägen.
Foto: Benno Schwinghammer/dpa (Symbolbild)

Viele deutsche Urlauber fliegen gerne nach Ägypten. Doch das Land wird immer wieder von Anschlägen und Attentaten erschüttert. Nun sind in einem Hotel zwei deutsche Touristinnen erstochen worden. Stellt sich die Frage: Wie sicher ist dieses Land für Urlauber noch?

Nach offiziellen Angaben des Auswärtigen Amts herrscht in ganz Ägypten ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge. Auch besteht die Gefahr von Entführungen, die sich auch gegen ausländische Staatsbürger richten können. Es wird zur Vorsicht geraten. Besonders Demonstrationen und Menschenansammlungen sollten unbedingt gemieden werden. Vor allem an religiösen Orten wurden in letzter Zeit immer wieder Anschläge verübt.

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Diese Regionen in Ägypten sollten gemieden werden

Auch von Überlandfahrten ohne ortskundige Begleitung rät das Auswärtige Amt ausdrücklich ab. Zudem sollten der Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet und der Reiseort Taba nicht besucht werden. In diesen Regionen ist die Gefahr für terroristische Anschläge aufgrund von militärischen Operationen besonders hoch. Auch alle anderen Gebiete der Sinai-Halbinsel sind nicht ungefährlich und sollten deshalb nicht ohne staatliche Sicherheitskräfte bereist werden. Gleiches gilt für den Großraum Sharm el-Sheikh in Richtung Nuweiba und entlegene Gebiete der Sahara. Die Grenzregionen zu Libyen und dem Sudan wurden von ägyptischen Behörden zu Sperrgebieten erklärt.

Alle Arten von Wüstenexkursionen sollten durch professionelle Reiseveranstalter organisiert und von Ortskundigen begleitet werden. Es kann vorkommen, dass bereits genehmigte Touren durch das Militär oder Sicherheitsbehörden kurzfristig untersagt werden. Aufgrund militärischer Operationen ist der Bereich der westlichen Wüste, insbesondere die Verbindung von 6th of October City in Richtung Bahariya für Touristen und Ausländer gesperrt. Die Ausdehnung der Sperrgebiete unterliegt ständigen Veränderungen.

Das Auswärtige Amt warnt zudem auch vor Reisen in den Gazastreifen. Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wird regelmäßig nach Anschlägen auf Sicherheitskräfte geschlossen.

Verkehr, Taxi, Flughafen: Das sollten Ägypten-Urlauber beachten

Das ägyptische Schienennetz ist zum Teil veraltet, weshalb es immer wieder zu Unfällen mit Toten kommt. Deshalb sollten Bahnfahrten weitestgehend vermieden werden. Auch die Sicherheitsstandards auf Fährschiffen entsprechen oft nicht den internationalen Richtlinien.

Auch bei Taxifahrten gibt es einiges zu beachten. In vielen Urlaubsgebieten kann es zum Betrug oder zu Erpressungen kommen. Deshalb sollten nur Taxis mit eingeschaltetem Taxameter benutzt werden. Kunden sollten sich vor der Fahrt über den ungefähren Preis informieren. Die Bezahlung sollte erst nach dem Aussteigen durch das Fenster erfolgen.

An den Flughäfen sind die Sicherheitskontrollen teilweise unzureichend. Zudem kamen in der Vergangenheit immer wieder Gepäckstücke am Flughafen Kairo abhanden oder wurden geplündert.

Empfehlungen des Auswärtigen Amts für Ägypten-Reisende

Deutschen Reisenden empfiehlt das Auswärtige Amt, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, damit im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme ermöglicht werden kann. Das gilt insbesondere für Reisende, die keine Pauschalangebote gebucht haben und über ihre Reiseveranstalter über aktuelle Entwicklungen informiert werden können. sm

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Schlagworte

Ägypten | Sahara | Libyen | Sudan | Kairo


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