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Kreis Günzburg: Mysteriöser Vorfall: Flugzeug wurde von Kampfjets begleitet

Kreis Günzburg

Mysteriöser Vorfall: Flugzeug wurde von Kampfjets begleitet

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    Zwei Kampfflugzeuge und eine Passagiermaschine? Was war am Mittwochnachmittag über dem Himmel von Hochwang los? Möglicherweise handelte es sich um den Stratotanker KC-135 von Boeing, der die Kampfjets betankte.
    Zwei Kampfflugzeuge und eine Passagiermaschine? Was war am Mittwochnachmittag über dem Himmel von Hochwang los? Möglicherweise handelte es sich um den Stratotanker KC-135 von Boeing, der die Kampfjets betankte.

    Reinhold Spielmann ist Techniker. Flugzeuge liebt der Hochwanger besonders. Deshalb fährt der 60-Jährige immer wieder zu Flughäfen, um sich Airbus, Boeing und Co. aus der Nähe anzusehen. Am Mittwoch musste der gelernte Elektriker gar nicht verreisen. Als er beim Spaziergang zum Himmel blickte, entdeckte er gegen 14.30 Uhr ein großes viermotoriges Flugzeug. „Die Passagiermaschine flog unglaublich tief“, sagt Spielmann. Maximal 2000 Meter Höhe seien es gewesen. Und er sei sich „zu 90 Prozent sicher“, dass es sich um einen Airbus A 340 gehandelt hat.

    Das Spektakel wiederholte sich

    Was Spielmann in Wallung brachte: Das Spektakel wiederholte sich. Das Flugzeug habe eine Schleife gedreht und sei drei Mal allein aus Richtung Osten über Hochwang hinweg nach Westen geflogen – „immer sehr langsam und immer in einem Abstand von etwa 20 Minuten“. Noch spektakulärer wurde die Aktion über dem Himmel von Ichenhausen beim vierten und fünften Mal. Denn bei den letzten beiden Überflügen begleiteten zwei Militärmaschinen das Flugzeug. „Die beiden Kampfjets flogen sehr dicht hinter und knapp über der großen Maschine.“ Spielmann ärgert sich, dass er beim Spaziergang nur eine kleine Kamera mit wenig Zoom dabei hatte. Er konnte den Formationsflug aber fotografieren. „Vielleicht können Sie herausfinden, was das Ganze auf sich hatte – vermutlich eine Übung für den Fall einer Flugzeugentführung“, schreibt der Hochwanger. Die reguläre Flugroute von Passagiermaschinen nach Stuttgart sei dies jedenfalls nicht gewesen.

    Ein Laster hatte Ton verloren

    Ichenhausens Bürgermeister Hans Klement hat die Show am Himmel über dem Günztal nicht bemerkt. „Wir haben vor lauter Ziegelstaub nichts mitbekommen.“ Am Mittwochnachmittag hatte ein Laster in Ichenhausen flüssigen Ton verloren  und für ein Verkehrschaos gesorgt.

    Bundeswehr verweist auf Freitag

    Das Luftwaffenamt in Köln machte sich gestern auf Anfrage an die Radarauswertung der Flugbewegungen vom Mittwoch. Ein Ergebnis konnte Oberfeldwebel Thomas Poleschner bei Dienstschluss noch nicht mitteilen. Voraussichtlich am heutigen Freitag werde er dazu etwas sagen können. Nach Informationen unserer Zeitung könnte die Bundeswehr das Betanken von Kampfjets über dem Himmel von Ichenhausen geübt haben. Das Manöver habe in einer Höhe von etwa 5000 bis 7000 Metern stattgefunden, sagt ein Landkreisbürger, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Beim großen Flugzeug habe es sich um eine Militärmaschine gehandelt – ein Tankflugzeug des Typs KC-135 der Firma Boeing.

    Update 08. März: Leser tippt auf Tankflugzeug mit F16-Jägern

    Auf unseren Facebook-Seiten löste der Bericht eine Debatte über das Manöver aus. Und auch hier war sich ein Leser ziemlich sicher: Es handle sich offensichtlich um einen KC135 Stratotanker mit niederländischen F16 Jets, die die Luftbetankung übten. Dies wollte die Bundeswehr aber nicht bestätigen. "Wir haben eine entsprechende Anfrage an die zuständigen Stellen gestellt, aber eine Auswertung liegt noch nicht vor",  so Oberfeldwebel Thomas Poleschner.

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