Das Heilbad Krumbad plant weitere Modernisierungen. Gästebetten waren zu 82 Prozent belegt

Krumbad Umfassende Zimmermodernisierung oder auch Erneuerung des Gastronomiebereichs: Immer wieder hat das Krumbad in den vergangenen Jahren durch Neuerungen Akzente gesetzt. Dieser Linie bleibt das Heilbad bei Krumbach weiter treu: In der Planungsphase befindet sich nach Auskunft von Geschäftsführer Karl-Josef Honz ein neuer Therapie- und Trainingspavillon südlich des Kurhauses und westlich des Parkplatzes.
Honz präsentierte jetzt die Jahresbilanz des Bades für 2011. Demnach ist die Zahl der Übernachtungen von etwa 29400 im Jahr 2010 auf 28113 im Jahr 2011 zurückgegangen (siehe Infokasten). Honz erklärt diese Zahlen mit den Veränderungen bei der Verweildauer: „Die Stamm- und Privatkunden bleiben heute im Durchschnitt knapp zehn Tage. Früher waren es zwei Wochen.“ Allerdings gebe bei der Gesamtzahl der Gäste eine Zunahme um 12,8 Prozent von 2528 Gästen 2010 auf 2854 Gäste 2011. Die 83 Gästezimmer gehören inzwischen alle der klassifizierten Vier-Sterne-Kategorie an. Die Betten seien zu 82 Prozent belegt gewesen und so liegt nach Honz die Auslastung erheblich über dem bayerischen Durchschnitt. Etwa gleich geblieben ist die Zahl der Rehapatienten mit rund 1000, die in der Regel drei Wochen bleiben. Stark zugenommen haben die Tagungsgäste. Die von Firmen und Organisationen ausgerichteten Seminare und Meetings dauern zwischen einem Tag und fünf Tagen.
Honz versucht den natürlichen Rückgang der älteren Stammgäste durch jüngere Jahrgänge zu ersetzen, verweist aber gleichzeitig auf die größere Treue der Älteren zum Krumbad. „Die kennen sich hier aus und kommen wieder. Die Jüngeren dagegen wollen nicht jedes Jahr ins gleiche Haus und auch mal was anderes sehen.“ Er hat dafür Verständnis und versucht, das Einzugsgebiet des Krumbads ins nahe Baden-Württemberg, das nördliche Bayern und den Großraum München zu erweitern.
Das Krumbad beschäftigt für seine Gäste genau 100 fest angestellte Mitarbeiter, einschließlich sieben Auszubildende. Darunter befinden sich allein 30 Physiotherapeuten, Masseure und Bademeister, die den stationären und ambulanten Patienten, aber auch für das vielseitige Verwöhn- und Wohlfühlprogramm zur Verfügung stehen. Das Interesse an Schulungen, Lehrgängen und Seminaren zum Erwerb höherer Qualifikationen sei bei den Bediensteten erfreulicherweise sehr groß, was sich das Krumbad allein im vergangenen Jahr 33000 Euro kosten ließ. Hinzu kamen 50000 Euro für neue Fitnessgeräte. Weitere Investitionen waren 200000 Euro für die Modernisierung der inzwischen alle im Vier-Sterne-Standard ausgestatteten Gästezimmer, 30000 für Verbesserungen zur Energieeinsparung und 25000 Euro für zusätzlichen Brandschutz.
Bei den Rehapatienten habe sich als Schwerpunkt die postoperative Nachbehandlung nach Hüft-, Knie- und jüngst Schulteroperationen herauskristallisiert. Bewährt habe sich ebenso die Neukonzeption des Restaurantbereichs. Dies bedeute „eine durchgängige Angebotslinie“, die neben allen klassischen und therapeutischen Formen der Behandlung auch gesunde Ernährung, Erholung, Entspannung und Geselligkeit einschließt. Honz: „Feiern, Tagen, gesundes Genießen steht inzwischen gleichrangig neben Physiotherapie, Kneipp und Wellness.“
Und was tut sich im Krumbad heuer sonst? Der Geschäftsführer will nach den baulichen und apparativen Verbesserungen, der Mitarbeiter-Weiterqualifizierung und der Ausweitung des Angebotsspektrums (Einführung eines Wohlfühlwochenendes) weiter daran arbeiten, das Krumbad zu einem „Treffpunkt für Gesundheit, Genuss und Geselligkeit“ zu machen.
Damit nicht genug: In der Planungsphase befindet sich der Bau eines neuen Therapie- und Trainingspavillons südlich des Kurhauses und westlich des Parkplatzes. Ob dabei eine „Unter- oder Überführung“ die Zufahrtsstraße überbrückt, ist ebenso nicht ausdiskutiert wie die endgültige Finanzierung. Honz: „Geplant wird heuer. Gebaut frühestens im nächsten Jahr; aber wir bauen weiter an der Zukunft des Krumbads.“
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