Donnerstag, 1. September 2016

02. Dezember 2013 00:38 Uhr

Kosten

Weniger Kinder sollen in Heimen landen

Landkreis will sich durch Optimierung der Jugendhilfe Geld sparen. Zunächst werden aber zusätzliche Ausgaben fällig

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Landkreis Die Jugendhilfe im Landkreis Günzburg soll noch effektiver werden. Bei der Optimierung haben die Kreisräte natürlich auch die Kosten im Blick. Um mindestens 700000 Euro wird der Jugendhilfeetat im kommenden Jahr ansteigen. 2013 ist die Belastung für den Landkreis bereits auf 7,1 Millionen Euro nach oben geschnellt. Fünf Arbeitsgruppen haben sich zuletzt Gedanken über Verbesserungen gemacht.

In der jüngsten Sitzung sprachen sich die Räte des Jugendhilfe- und Kreisausschusses dafür aus, den Optimierungsprozess im Jugendamt fortzuführen. Dabei berät das Institut für Sozialplanung und Organisationsentwicklung INSO. In den nächsten beiden Jahren entstehen dadurch zusätzliche Kosten von jeweils etwa 350000 Euro. Im Gegenzug möchte der Landkreis, weil weniger Kinder in Heimen untergebracht werden sollen, ab 2016 jährlich Kosten von 450000 Euro einsparen. Und genau darüber gab es eine lange Diskussion.

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CSU-Kreistagsfraktionschef Hans Klement wollte wissen, ob man dieses Ziel verbindlich festschreiben könne. Kreisjugendamtsleiter Martin Hannig hatte dies selbst formuliert. Ziel sei es, dauerhaft mindestens 15 Prozent weniger Kinder und Jugendliche zu haben, die in Heimen untergebracht werden müssen. Derzeit sind es etwa 60. Josef Langenbach (FW) sagte, was mehrere Räte dachten: „Allein mir fehlt der Glaube, dass dauerhaft Spareffekte erzielt werden.“ Konrad Barm (FW) forderte eine Ursachenforschung, warum der Landkreis im Vergleich ein Vielfaches an Mehrausgaben bei der Jugendhilfe habe. Dem widersprach Landrat Hubert Hafner (CSU), in anderen Kreisen sei die Kostenexplosion heftiger. Schulamtsdirektor Josef Seibold warnte davor, die Zielmarke 15 Prozent weniger Heimkinder festzuschreiben: „Das ist utopisch.“ Matthias Kiermasz (CSU) hielt es dagegen für legitim, diese Vorgabe zu machen. Die Geschäftsbereichsleiterin Soziales, Daniela Simeonova, erläuterte, dass die Kinder nach wie vor betreut würden. Aber dies könne vermehrt durch Pflegeeltern geschehen – und etwas weniger durch kostenintensive Heime.

Im Beschluss wurde schließlich das Ziel formuliert, dass ab 2016 die Zahl von 60 Heimplätzen in der Jugendhilfe nicht überschritten werden sollte. Mine Waltenberger-Olbrich stimmte als Einzige dagegen: „Es ist gefährlich, eine Zahl festzulegen.“ Die Sozialdemokratin befürchtete, dass Kindern und Jugendlichen ein notwendiger Heimplatz aus Kostengründen verweigert werden könnte.

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Ein Artikel von
Berthold Veh

Donau Zeitung
Ressort: Landkreis


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