Mittwoch, 18. Oktober 2017

20. Mai 2010 21:00 Uhr

Das Kraftwerks-Herz schlägt mit 30 Tonnen Stahl

Senden "Ein Meilenstein" - so bezeichnete der technische Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU), Jürgen Schäffner, die Enthüllung der Grundsteintafel gestern in Senden. Hier entsteht zurzeit ein Pilotprojekt der dezentralen Energieerzeugung: ein Holzgas-Heizkraftwerk. Bis Ende 2011 wird es in Betrieb gehen.

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Der Grundstein für das neue Holzgas-Heizkraftwerk wurde in Senden feierlich enthüllt. Auf dem Bild von links Kurt Baiker (Sendener Bürgermeister), Jürgen Schäffner (technischer Geschäftsführer SWU), Ivo Gönner (OB Ulm und Vorstandsvorsitzender SWU) sowie Geschäftsführer Matthias Berz (SWU). Foto: Roland Furthmair
Foto: Roland Furthmair

An den Feierlichkeiten beteiligten sich auch Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner und der Neu-Ulmer Bürgermeister Gerd Hölzel als Vertreter der Städte Ulm und Neu-Ulm im Aufsichtsrat der SWU. Denn das Kraftwerk wird künftig auch Fernwärme von Senden nach Neu-Ulm liefern.

Auf der Baustelle im Gewerbegebiet an der Robert-Bosch-Straße östlich der Bahnlinie Ulm - Memmingen wird schon seit Jahresbeginn gearbeitet. Verantwortlich für den Rohbau zeichnet die Firma Glass aus Mindelheim, die sehr erfahren auf diesem Gebiet ist. Juniorchef Björn Glass: "Wir bauen im Moment noch drei weitere Kraftwerke in Deutschland, die mit erneuerbarer Energie funktionieren." Denn das Thema boomt. Und nicht umsonst häufen sich in Senden bereits die Anfragen zur Baustellenbesichtigung und auch zum Kopieren der Anlage an andere Standorte in Deutschland.

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Gleichwohl richtete SWU-Vorstandsvorsitzender Ivo Gönner sehr kritische Worte an die Politik. Er bezeichnete es als "absolut kontraproduktiv", die Zeitfenster für die Atomkraftwerke nun wieder zu verlängern. Das habe zur Folge, dass zahlreiche bereits geplante, klimaneutrale Projekte gestoppt werden müssten. Insgesamt gerechnet seien hier deutschlandweit fünf Milliarden Euro im Umlauf. Gönner forderte den Bundesumweltminister auf, "mehr Rückgrat" zu zeigen.

Das künftige Heizkraftwerk in Senden erzeugt in Kraft-Wärme-Kopplung pro Jahr rund 36 Millionen Kilowattstunden Strom und über 41 Millionen Kilowattstunden Wärme. "Die Technik, der Einsatz nachwachsender Rohstoffe und der hohe Wirkungsgrad machen das Heizkraftwerk zu einem Musterbeispiel moderner und umweltschonender Energieerzeugung", hob Jürgen Schäffner hervor.

Mittlerweile stehen sämtliche Fundamente der Kraftwerksanlage. Sie besteht aus den drei Hackschnitzelsilos, dem Brennstofftrockner, der Vergaseranlage, einer Werkhalle und dem Betriebsgebäude.

Rund 22 Meter aufragen wird der Turm, der den Holzvergaser aufnimmt. Der Holzvergaser selbst ist ein Stahlbehälter von etwa drei Metern Durchmesser und 20 Metern Höhe. Der Koloss von rund 30 Tonnen Gewicht wird im August angeliefert. Im Juni soll die Verlegung der Fernwärme-Verbindungsleitung an der Bahnlinie nach Neu-Ulm starten.

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