Montag, 23. Oktober 2017

Landsberg

12. Oktober 2017 20:30 Uhr

Landsberg

Der Schlossberg wird ein Jahr ruhen

Die Decks A und B in der Parkgarage müssen dringend saniert werden. Im Frühjahr sollen die Arbeiten losgehen. Dann müssen die Nutzer woanders parken.

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In den Böden der Schlossberggarage haben sich durch Korrosion bereits Hohlräume gebildet, wie Oskar Imhof beim Ortstermin mit Günter Schmid, Norbert Köhler (alle Stadtwerke) und OB Mathias Neuner vorführt.
Foto: Thorsten Jordan

Die Stadt Landsberg, deren Bewohner und Besucher müssen sich schon bald auf eine erneute Baustelle einstellen. Die Schlossberggarage wird ab dem kommenden Frühjahr für zwölf Monate komplett gesperrt. Der Grund: Die längst überfällige Sanierung der beiden Parkdecks A und B lässt keinen weiteren Aufschub zu. Der Beton bröckelt von der Decke, Teilchen gefährden zumindest die in der Tiefgarage befindlichen Fahrzeuge.

Es ist noch keine Gefahr im Verzug, versichert der technische Vorstand der Stadtwerke, Norbert Köhler, bei einem Ortstermin. Allerdings lösen sich tatsächlich seit einiger Zeit kleine Betonteilchen von der Decke und der Fahrbahn und könnten unter Umständen durchfahrende oder parkende Autos beschädigen. Außerdem habe ein mit der Untersuchung der Substanz beauftragte Statiker angekündigt, die Tiefgarage aufgrund des Zustandes der Parkdecks schließen zu lassen, falls die Sanierung nicht zeitnah in Angriff genommen werde. Überall, wo Fugen und Risse zu sehen sind, haben sich aufgrund der Korrosion im Betoninneren, hervorgerufen durch jahrelangen Salzeintrag etwa über Schneewasser, Hohlräume gebildet oder sind Fugenränder abgeplatzt.

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Der Handlungsbedarf ist akut

Wie akut der Handlungsbedarf ist, erklärt Oskar Imhof von den Stadtwerken: „Wir haben bereits einen Notfallplan erarbeitet.“ Demzufolge erfahren die Parkdecks eine Notunterstützung, sollte im Frühjahr nicht begonnen werden können. Dabei muss an jedem dritten Parkplatz ein massiver Stützpfeiler aufgestellt werden, um die Decke zu sichern. 200 Stück seien dafür nötig, da ja insgesamt vier Geschosse (Kellergeschoss) abgestützt werden müssten. Ein Drittel der Parkplätze ginge dadurch verloren.

Warum nun aber gleich eine einjährige Vollsperrung der Tiefgarage? Norbert Köhler: „Wir haben natürlich eine Alternativvariante untersucht.“ Die sieht vor, pro Jahr ein Parkdeck zu sperren und die Garage in zwei Abschnitten zu sanieren. Das hätte allerdings den Nachteil, dass nur ein Bruchteil der Parkplätze zur Verfügung stünde und die Gesamtbaukosten gegenüber einer einjährigen Vollsperrung gar um rund 250000 Euro höher lägen. Zudem würde der laufende Betrieb Auswirkungen auf den umliegenden Verkehr haben, da die Ein- und Ausfahrt zur Neuen Bergstraße einspurig durch eine Ampel geregelt werden müsste.

Mindestens zehn Monate gesperrt

Aufgrund dieser Erkenntnisse werde man sich für die Komplettsperrung entscheiden, die dann vermutlich ab Februar 2018 für ein Jahr, mindestens aber zehn Monate, gelten soll. Wie will man aber mit den Besitzern von Dauerparkausweisen umgehen? „Die wollen wir bitten, zum einen die Park&Ride-Plätze beim Do-it-Baumarkt zu nutzen oder im Westen auf die Parkplätze an der Rot-Kreuz-Straße oder am Schlüsselanger auszuweichen.“ Für die Kurzparker stehe ja dann eine komplett sanierte Lechgarage zur Verfügung.

Die Sanierung der beiden Parkdecks der Schlossberggarage war eigentlich schon 2011 angestanden, nachdem das unterste Deck, das Parkdeck C, fertiggestellt war. Allerdings war der Zustand der Tiefgarage an der Lechstraße schon damals noch schlechter, die Garage drohte aufgrund des hohen Grundwasserstandes aufzuschwimmen. Also wurde die Maßnahme am Schlossberg zurückgestellt.

In der Lechgarage sind die Arbeiten bald beendet

In der Lechgarage liegen die Arbeiten in den letzten Zügen. Günter Schmid, Projektleiter der Stadtwerke: „Wir liegen im Zeit- und im Kostenrahmen.“ Das bedeutet, dass die Lechgarage spätestens ab 15. Dezember wieder komplett zur Verfügung stehen wird. Nur noch einmal muss bis dahin die Garage ab der kommenden Woche für drei Wochen im mittleren Teil gesperrt und zweigeteilt werden, da noch die Bodenanschlüsse fertiggestellt werden müssen. Die Einfahrt am Inselbad fungiert dann ebenso wie die nördliche Ausfahrt auf Höhe des Sozialzentrums St. Martin als eine Fahrbahn in beide Richtungen, geregelt durch Ampelschaltungen.

Investiert wurden in die Lechgarage dann 3,2 Millionen Euro netto. Zusammen mit den Maßnahmen in der Schlossberggarage werden es am Ende sechs Millionen sein. Norbert Köhler: „Dann haben wir die nächsten 30 Jahre wieder Ruhe.“

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Ein Artikel von
Dieter Schöndorfer

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Ressort: Lokalnachrichten Landsberg


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