Donnerstag, 29. September 2016

Landsberg

14. Februar 2016 16:08 Uhr

Polizei-Report

Eine Obduktion soll Klarheit schaffen

Spaziergänger entdecken eine Frauenleiche im Lech bei Pitzling. Die Polizei geht davon aus, dass es die vermisste 69-Jährige ist.

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Spaziergänger entdeckten am Sonntagvormittag bei Pitzling eine Leiche im Lech. Die Polizei geht davon aus, dass es die vermisste 69-Jährige ist.
Foto: Thorsten Jordan

Eigentlich sollte die Suche nach einer vermissten Frau aus dem Landkreis Landsberg heute fortgesetzt werden. Doch die Aktion wurde gestern von der Polizei abgesagt. Spaziergänger entdeckten am Sonntagvormittag südlich von Pitzling im Uferbereich einen leblosen Körper im Wasser. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr bargen die Leiche. Laut Polizei handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die seit vier Wochen vermisste 69-jährige Frau aus dem südlichen Landkreis (LT berichtete). Der Fall hatte den Ermittlern einige Fragezeichen aufgegeben. Denn auch der Ehemann der Frau ist tot.

Am heutigen Montag wollte die Polizei eigentlich den Bereich am Lech bei Mundraching mit Leichenspürhunden absuchen. Dorthin führte vor einigen Wochen die letzte Spur der 69-Jährigen. Wie mehrfach berichtet, kam der Fall Mitte, Ende Januar an die Öffentlichkeit. Bereits am 17. Januar war die Frau laut Polizei als vermisst gemeldet worden, weil sie an ihrer Arbeitsstelle in Landsberg abgängig war. Wenige Tage später entdeckten Ermittler den 74-jährigen Ehemann der Frau in der gemeinsamen Wohnung tot im Bett. Der Mann sei schwer krank gewesen und im Haus habe es Anhaltspunkte dafür gegeben, dass sich das Ehepaar das Leben nehmen wollte, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidium im Januar mit.

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Mit einem Hubschrauber, Booten, Tauchern und Sonargeräten wurde mehrfach nach der Frau gesucht. Polizeibeamte durchkämmten die Uferbereiche am Lech bei Mundraching. Dort war das Auto der Frau entdeckt worden. Bereits damals hatten die Fahnder nur noch wenig Hoffnung, die Frau lebend zu finden. Ganz gezielt wurden Stellen im Lech untersucht. Die Kriminalpolizei hatte bereits damals den starken Verdacht, dass die Frau oberhalb der Staustufe 13 ins Wasser gegangen war, weil Spürhunde die Fußspuren der Frau vom Auto bis zum Ufer verfolgen konnten.

Kurz nach 11 Uhr setzten gestern Spaziergänger im Süden von Pitzling den Notruf ab, nachdem sie eine Frauenleiche entdeckt hatten. Die Polizei geht davon aus, dass es sich dabei um die 69-Jährige handelt. Die genaue Identität und die Todesursache sollen per Obduktion geklärt werden. Ob der 74-jährige Ehemann der Frau eines natürlichen Todes gestorben ist, Gift eingenommen hat oder Fremdverschulden vorliegt, ist offen. Die Gerichtsmedizinerin hatte bei der Leiche des Mannes den für Zyankali typischen Mandelgeruch festgestellt, hatte vergangene Woche ein Sprecher der Kripo Fürstenfeldbruck auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt. Ob tatsächlich eine Vergiftung vorlag oder nicht, darüber kann erst eine toxikologische Untersuchung Aufschluss geben. Deren Ergebnis liegt erst in einigen Wochen vor.

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Ein Artikel von
Dominic Wimmer

Landsberger Tagblatt
Ressort: Lokalnachrichten Landsberg


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