Freitag, 28. Juli 2017

Landsberg

03. Februar 2014 00:32 Uhr

Verleihung

Schneeflocke geht an Kaptn Oskar

Schräger Beziehungsfilm gewinnt Indie-Preis von Landsberg

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Regisseur Tom Lass (links) erhielt aus den Händen von Mitveranstalter Jürgen Farenholtz eine stilisierte Schneeflocke, den Preis für den besten Beitrag des Snowdance Independent Filmfestivals Landsberg.
Foto: Julian Leitenstorfer

Landsberg Als besten Film des Snowdance Independent Filmfestivals hat die Jury „Kaptn Oskar“ von und mit Tom Lass prämiert. Die Juroren Dr. Torben Schiller, Beate Maes, Kurt Tykwer Claudia Raeder und Corinna Dietz-Heyne bewerten das Beziehungsdrama um Oskar und Masha als „jungen, wilden Film“, als „kraftvolle Liebesgeschichte, die durch jedes Raster fällt“. Regisseur und Hauptdarsteller Tom Lass erhielt aus den Händen von Mitveranstalter Jürgen Farenholtz am Sonntagnachmittag den Preis, eine stilisierte Schneeflocke überreicht. Lass bedankte sich mit dem Satz: „Die stell ich mir irgendwohin.“ Und er meinte auch, dass es ein wenig absurd sei, wenn aus so viel unterschiedlichen Genres nur ein bester Film gewählt werde.

Zwar bekam nur einer den Preis, aber lobend erwähnt wurden von der Jury auch Uli Möllers Roadmovie „Il cuore in mano, i piedi alla strada“, deutscher Titel: „Das bittersüße Leben“, und die skurrile Komödie „Funeralii Fericite – Happy Funerals“, des rumänischen Regisseurs Horatiu Malaele. Das Publikum hatte bereits aus den neun Kurzfilmen, die die Tage zuvor in der Licca Lounge gelaufen waren, den besten auswählen dürfen. Da zwei gleichauf lagen, gab es zwei Gewinner: „Momentum“ eine poetische Ode an den Tanz als Ausdruck des Körpers von Boris Seewald, und „Weißt Du, was ich mir wünsche?“ von Irina Arms. Erzählt wird eine Geschichte im Zweiten Weltkrieg. Zwei russische Kinder, die stumme Lisa und ihr Bruder Vanja, sammeln im besetzten Russland Waffen und planen den Aufstand. Dann kommen zwei Wehrmachtssoldaten in ihr Haus. Einer zwingt das Mädchen ans Klavier, die Angst vor dem Feind ist spürbar, doch er bittet sie, die sozialistische Internationale zu spielen ...

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Snowdance war nicht nur ein Festival für die Zuschauer, sondern auch für die Filmschaffenden, die sich trafen, austauschten und vielleicht neue Projekte miteinander entwickelten. So fand auch ein Speedcasting statt, die zwei Besten erhielten eine kleine Skulptur: Laura Antonella Rauch nahm ihre Marlene aus den Händen des Speedcasting-Veranstalters Thomas Bauer entgegen, Murali Puromal wurde in Abwesenheit ausgezeichnet.

Keinen Preis, aber viel Lob gab es für die Veranstaltung an sich, zu der sich laut Initiator Tom Bohn über 2000 Zuschauer eingefunden haben. „Die Filmszene blickte nach Landsberg“, meinte Jurymitglied Schiller, und Landsbergs Oberbürgermeister Mathias Neuner sagte den klassischen Satz: „The winner is ... Landsberg.“ Und das Festival hofft, dass es nächstes Jahr wieder gut angenommen wird. (smi) »Seite 32/33

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