Dienstag, 21. November 2017

Landsberg

10. Oktober 2010 19:45 Uhr

Segen vom Päpstlichen Nuntius

Sankt Ottilien Der wichtigste Anlass für den Päpstlichen Nuntius in Deutschland, der Erzabtei Sankt Ottilien einen Besuch abzustatten, sei natürlich der Weltmissionssonntag gewesen, erklärte Erzabt Jeremias Schröder bei der Segnung des neuen Milchviehstalles und der noch nicht ganz fertiggestellten Biogasanlage. Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset habe sich aber auch bereit erklärt, die Segnung vorzunehmen.

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Zunächst hatte der Vertreter des Papstes gemeinsam mit Pater Christian Temu und Pater Florian Prinz von Bayern in der überfüllten Abteikirche einen festlichen Gottesdienst zelebriert. In seiner Predigt richtete der Erzbischof einen flammenden Appell an alle Christen, Jesu Wort hinauszutragen in die Welt. Es gehe um Gott, er sei der Schlüssel für die missionarische Verantwortung.

Zwei Begründungen

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Bei der anschließenden Segnung des Stalles, einer hochmodernen Kaltluftanlage für 180 Rinder, hatte Erzbischof Périsset zwei Begründungen, eine theologische und eine biologische, parat, weshalb ein Stall gesegnet, "in den Dienst Gottes" gestellt werden sollte. Beide stammten von einem Professor seiner Studienzeit im Kanton Fribourg, wobei vor allem dessen biologische Begründung für viel Heiterkeit unter den vielen Anwesenden sorgte. "Milch macht gute Knochen - gute Knochen ergeben gute Reliquien."

Nach Grußworten unter anderem von Alexander Dobrinth, Kathrin Sonnenholzner und Dr. Thomas Goppel erhielten die interessierten Besucher, unter ihnen viel Prominenz aus Politik und Landwirtschaft, von beteiligten Behörden und Firmen im Rahmen einer Gesprächsrunde einen kleinen Einblick in das fast fertiggestellte Gesamtkonzept Energiezentrale (seit 2008 in Betrieb), Kuhstall und Biogasanlage.

Bis 2008 habe Sankt Ottilien jährlich 700 000 Liter Heizöl verbraucht, sagte Bruder Josef, "im Augenblick müssen wir nur noch bei unter minus fünf Grad mit Öl nachhelfen". In der Biogasanlage werde in Zukunft auch die anfallende Gülle, bevor sie als Dünger auf den Äckern lande, in das Energiekonzept eingebunden, erklärte Pater Tassilo. Zum Stallneubau, der von nicht wenigen Leuten bereits als "Kuhkathedrale" bezeichnet werde, sagte der Landwirtschaftsexperte, im bisherigen, 110 Jahre alten Stall sei keine artgerechte Tierhaltung mehr möglich gewesen, auch sei es nicht notwendig, in einem Museum zu arbeiten. "Jetzt kann die Bevölkerung reinschauen und sehen, wie Nahrung produziert wird."

Das Gesamtkonzept überhaupt erst angestoßen und vorgeplant haben zwei Schülerväter vom Rhabanus-Maurus-Gymnasium. Zu viel noch nutz- und in Strom umsetzbare Energie, ob als Biogas oder der Abwärme bei der Gasproduktion, sei verloren gegangen. Eugen Schäfer und Professor Dr. Wolfgang Mauch haben die Klostergemeinschaft deshalb bei ihrer Ehre gepackt, wie Schäfer schmunzelnd erzählte. "Ihr seid erst dann echte Benediktiner, wenn dieses Projekt verwirklicht wird." (löbh)

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