Sonntag, 19. November 2017

06. November 2017 17:15 Uhr

Polizei

Feuer im Asylbewerberheim wurde absichtlich gelegt

Kripo hat derzeit keine Hinweise, dass Außenstehende beteiligt waren. Sachschaden in Siebnach beträgt rund 50 000 Euro.

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Die Feuerwehren aus Siebnach, Ettringen und Traunried sorgten am Freitagabend für die Sicherheit der 18 anwesenden Bewohner der Asylbewerberunterkunft. Die Kripo geht davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde.
Foto: Reinhard Stegen

Auf Hochtouren laufen die Ermittlungen zur Ursache für den Brand in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Ettringen-Siebnach am vergangenen Freitag (MZ berichtete).

Die Kriminalpolizei Memmingen hat die noch am Brandtag eingeleiteten Ermittlungen des Kriminaldauerdienstes vor Ort fortgesetzt und ist nach derzeitigem Erkenntnisstand überzeugt, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde. Die Brandermittler gehen von einer „vorsätzlichen Brandlegung“ innerhalb des Gebäudes aus.

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Hinweise, dass sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs unberechtigte Personen in der Unterkunft aufgehalten haben, konnten laut Polizei bislang nicht erlangt werden. Ein Bewohner erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung, der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 50 000 Euro, so die Schätzungen der Polizei.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Siebnach, Ettringen und Traunried waren am Freitagabend im Einsatz und sorgten dafür, dass die 18 zu diesem Zeitpunkt anwesenden Bewohner in Sicherheit und das Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte. Nur einer der Bewohner hatte eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten, alle anderen kommen mit dem Schrecken davon.

In das Heim zurückkehren konnten sie in dieser Nacht allerdings nicht mehr. Wie die Polizei mitteilte, ist das Haus an sich zwar unbeschädigt, doch Rauch, Ruß und Löschwasser haben es für die nächste Zeit unbewohnbar gemacht. Deshalb kamen noch in der Nacht Mitarbeiter des Landratsamtes zum Unglücksort und entschieden: Die insgesamt 35 Personen, die laut Polizei in dem Heim gemeldet sind, sollen erst einmal so lange in der Unterkunft in Tussenhausen unterkommen, bis die Regierung von Schwaben ein neues Quartier für sie gefunden hat. Mitnehmen konnten die Flüchtlinge nur das, was sie am Leibe trugen. „Aber die müssen froh sein, dass sie mit dem Leben davongekommen sind“, sagte der Bürgermeister Robert Sturm, der selbst vor Ort war.

Die Kriminalpolizei Memmingen sucht Zeugen, denen vor, während oder nach Brandausbruch verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Umfeld der Gemeinschaftsunterkunft aufgefallen sind. (mz)

Zeugenaufruf Hinweise unter der Rufnummer 08331/100-0.

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