Montag, 23. Januar 2017

11. Januar 2017 18:29 Uhr

Energie

Lizenz zum Ölbohren verlängert

Wintershall darf im Unterallgäu weiterhin nach Vorkommen suchen. Das Unternehmen widerspricht aufkommenden Gerüchten. Von Markus Bär

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In Lauben und Bedernau wird nach Öl gebohrt.
Foto: Siegfried Rebhan

Das Bergamt Südbayern hat die Erlaubnis, dass an den Unterallgäuer Standorten Lauben und Bedernau Öl gefördert werden darf, vorläufig bis Ende 2018 verlängert. Das teilte das Kasseler Unternehmen Wintershall mit, das in dem Gebiet seit 2014 aktiv ist. Pressesprecher Mark Krümpel trat Gerüchten entgegen, wonach Wintershall nun längere Zeit wegen niedriger Ölpreise die Arbeiten im Unterallgäu ausgesetzt habe. „Das Ganze stimmt aber nicht“, sagte Krümpel. „Wir bereiten gerade eine weitere Testbohrung in Lauben vor.“

Diese soll jetzt im Januar starten und voraussichtlich sechs Monate dauern. Am zweiten Standort Bedernau sind die Testbohrungen jüngst abgeschlossen worden. „Dort herrscht momentan Ruhe“, sagte Krümpel. Eventuell in der zweiten Jahreshälfte 2017 werde das Unternehmen dann entscheiden, ob im Unterallgäu dauerhaft Öl gefördert wird oder nicht. In den vergangenen Jahren hat die Firma „mehrere Millionen Euro“ in der Region investiert. Einen genauen Betrag nennen die Kasseler nicht.

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Im Unterallgäu Öl zu fördern ist – wie mehrfach berichtet – kein abwegiger Gedanke. Dort wurde schon zwischen 1958 und 1985 Erdöl gewonnen, insgesamt 13500 Tonnen. Seinerzeit war die Produktion eingestellt worden, weil der Ölpreis gefallen war. Inzwischen gewinnt das Thema aber wieder an Bedeutung. Immerhin drei Prozent des deutschen Erdölbedarfs wird aus heimischen Quellen gedeckt. Das ist mengentechnisch soviel, wie Deutschland aus Saudi-Arabien bezieht. Die wichtigsten Öllieferanten der Bundesrepublik sind Norwegen, Großbritannien und die Russische Föderation. Wintershall betreibt einen größeren Standort in Kleinaitingen bei Augsburg. Sollte dauerhaft in Lauben und Bedernau Öl gefördert werden, würde das Schwarze Gold dorthin transportiert. Von dort geht es weiter in Raffinerien im Emsland oder Wien.

Wintershall ist eine hundertprozentige Tochter des Chemieriesen BASF. Wintershall hat 2500 Mitarbeiter, fördert seit 80 Jahren Erdöl und Erdgas und ist nach eigenen Angaben der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent. Er ist in Europa, Russland, Nordafrika, Südamerika und im Mittleren Osten tätig.

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