Freitag, 19. Januar 2018

06. Dezember 2017 09:00 Uhr

Jahreskonzert

Musik zum Nachdenken und Freuen

Die Premiere des neuen Dirigenten in Pfaffenhausen ist rundum gelungen. Von Ulla Gutmann

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Für den neuen Dirigenten Max Mayer war das Jahreskonzert mit den Pfaffenhausener Musikanten eine Premiere. Das Publikum belohnte ihn und seine Kapelle mit großem Applaus.
Foto: Gutmann

Es war eine Premiere für Max Mayer. Der neue Dirigent der Musikkapelle Pfaffenhausen führte zum ersten Mal durch das Jahreskonzert in der Aula der Grund- und Mittelschule. Der Nachfolger von Teresa Hintner schwang gekonnt den Taktstock zu abwechslungsreichen Musikstücken. Da war zum Beispiel der schwungvolle Kaiserin-Sissy- Marsch oder „Lord Tullamore“, eine Komposition des Niederländers Carl Wittock, das den Zuhörern Bilder von einem kleinen irischen Dorf, wunderschöner Landschaft und irischer Folkmusik vermitteln sollte. Die Zuhörer wurden aber auch nach Tokio entführt und erlebten bei „Tokyo-Adventure“ musikalisch Teezeremonien, Geishas und geschäftiges Treiben im Hafen. Im „Wilden Westen“ bei „Moment for Morricone“ gab es Pferdegetrappel und schießwütige Cowboys.

Verabschiedet wurden nach vielen Jahren fleißiger Arbeit im Verein Hans Stüber und Erwin Höck. Beide seien „Riesenvorbilder“ im ganzen Bezirk sagte Martin Jall, Bezirksdirigent aus Stetten. Hornist Hans Stüber war seit 1974 bei der Musikkapelle und ab 1994 Trachtenwart. „Er sorgte immer dafür, dass wir auch gut ausschauen!“ erklärte Vorsitzende Ulrike Braunmiller. Der Allround-Werkler half auch bei allem, was mit Holz zu tun hatte wie beim Bühnenaufbau und übernahm gerne den Transport der Schlagzeuge. Erwin Höck, so lobte Flötistin und Kassierin Tanja Saulich, waren seine Noten heilig, immer akkurat sortiert klebte er teilweise die Seiten so zusammen, dass die Musiker nicht umblättern mussten. Sein Service, alle Notenblätter fein säuberlich in einem Ordner anzuordnen, entlockte ihr ein „Des isch ja d’r Wahnsinn!“. Er war ab 1973 auch 17 Jahre lang Dirigent. Mit Herzblut und Leidenschaft war er dabei und Tanja Saulich nannte ihn „den besten Notenwart aller Zeiten“.

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Im zweiten Teil stellte je ein Musiker ein Musikstück vor. Zu „The Honored Dead“ (Der geehrte Tod) sprach Bariton Wolfgang Probst recht kritisch über den Begriff „Ehre“ in Verbindung mit Krieg. Er sagte, der Titel provoziere ihn. Das Stück von John Philip Sousa müsse aber im zeitlichen Kontext gesehen werden. Der 1954 in Washington geborene Leiter des Musikkorps der Marineinfanterie und patriotische Amerikaner lebte in einer Zeit und in einem Land, wo regelmäßige militärische Auseinandersetzungen als normal galten. Probst meinte dazu: „Ein vernünftiger Mensch kann am Krieg heute keinen Gefallen finden!“ Das Stück sollte als Trauermarsch gesehen werden, das an grausame Szenen von sterbenden Menschen erinnert und zur Besinnung anregen. Er äußerte sich auch gegen Rechtspopulisten und Kriegsverherrlichung im Allgemeinen. Zuletzt forderten die begeisterten Zuhörer noch zwei Zugaben. Dirigent Max Mayer bedankte sich bei den Musikern und beim Publikum, und bekam selbst viel Applaus für sein gelungenes erstes Jahreskonzert.

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