Samstag, 16. Dezember 2017

11. Oktober 2017 12:54 Uhr

Turnen

„Die haben schon noch was vor“

Der Markt Walder „Turnvater“ Erwin Strodel über den WM-Erfolg der DTB-Turnerinnen.

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Er hat schon viele Turner gesehen in seinem Leben: Erwin Strodel, mit 81 Jahren der vielleicht älteste Turntrainer der Region, ist so etwas wie der „Turnvater“ beim TSV Markt Wald. Natürlich verfolgte er die Weltmeisterschaft der Turner in Montreal – und war gar nicht so überrascht über den Erfolg der deutschen Turnerinnen.

Herr Strodel, seit Jahrzehnten trainieren Sie Unterallgäuer Talente und haben entsprechend genug Erfahrung: Hat Sie der WM-Sieg von Pauline Schäfer am Schwebebalken überrascht?

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Erwin Strodel: Man hat schon gewusst, dass die Mädchen was können. Aber dass sie nun gleich zwei Medaillen am Schwebebalken holen (Tabea Alt wurde Dritte, Anm. d. Red.), war nicht ganz zu erwarten. Schließlich dominieren seit Jahren die Chinesinnen und Amerikanerinnen.

Tabea Alt, die Bronze gewonnen hat, sagte selbstbewusst: „Wir haben gezeigt, dass die Turnwelt künftig mit Deutschland rechnen muss.“ Glauben Sie, dass dieser Erfolg nur eine Eintagsfliege ist, oder wächst wirklich etwas Größeres heran?

Strodel: Die ist ja erst 17 Jahre alt. Und auch die anderen sind noch recht jung. Die haben schon noch etwas vor. Es sind talentierte Mädchen und sie sind als Mannschaft eine Einheit. Es ist wichtig, dass sie zusammenhalten und gemeinsam trainieren. Und Bundestrainerin Ulla Koch scheint sie dazu richtig motivieren zu können.

Fabian Hambüchen hatte vor zehn Jahren die letzte deutsche WM-Goldmedaille geholt und war jahrelang das Aushängeschild des Deutschen Turnbundes. Wird er nun von den deutschen Turnerinnen als Symbolfigur abgelöst?

Strodel: Vielleicht können sie den Hambüchen als Werbefigur ablösen. Früher waren es ja nur die Männer, die für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Wenn jetzt auch die Frauen mit ihren Erfolgen Werbung für den Turnsport machen könnten, wäre das toll.

Vor einigen Wochen fanden die Allgäuer Meisterschaften der Mädchen statt und verzeichneten einen Teilnehmerrekord. Erlebt das Mädchenturnen derzeit einen kleinen Boom? Und könnte dieser WM-Erfolg diesen noch mehr entfachen?

Strodel: Ich glaube schon, dass es helfen könnte. Das war mit Hambüchen ja auch so. Allerdings haben wir in Markt Wald nicht unbedingt ein Problem, dass es zu wenige Turnerinnen gibt. Uns fehlen eher die Trainer. Wir haben vier Mädchengruppen, die alle voll sind. Wir mussten auch schon Eltern absagen, die ihre Töchter zu uns bringen wollten.

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Ein Artikel von
Axel Schmidt

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