Samstag, 23. September 2017

10. Juli 2017 13:00 Uhr

Neu-Ulm

Eisbrecher im Outback: Festival in der Ratiopharm-Arena  

Die Münchener Band entert mit „Volle Kraft Voraus“ die Neu-Ulmer Arena. Mit Witz und Charme schaffte es der Sänger, das Publikum mitzureißen. Von Christoph Kölle

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Hinter dem Namen Eisbrecher verbergen sich zwei Münchener, die zusammen schon eine recht erfolgreiche Karriere bei Megaherz hinter sich haben: Sänger Alexx Wesselsky (Foto) und Jochen ‘Noel Pix’ Seibert.

Vier Lieder brauchte es, bis Alexander „Alexx“ Wesselsky seine Freude nicht mehr zurückhalten konnte. „Scheiße hab ich’s vermisst. Mann, waren wir lang nicht mehr auf der Bühne“, ertönt die tiefe, charismatische Stimme des 49-jährigen Frontmanns der Band Eisbrecher durch die riesigen Lautsprecherboxen. Hinweg über die knapp 2500 bis 3000 Köpfe, die aus Deutschland, Norwegen, Frankreich und ganz Europa für diesen einen Tag nach Neu-Ulm gepilgert sind. „Im Outback, ganz im Westen Bayerns“, wie Wesselsky es nennt - dort fand am vergangenen Samstag das von der Band veranstaltete „Volle Kraft Voraus“-Festival in der Ratiopharm-Arena statt.

Mit And Then She Came startete der Musikmarathon um 15 Uhr und ließ anschließend verschiedenste Vertreter rund ums Rock-Genre, wie Unzucht, Lord Of The Lost und Combichrist, folgen. Als musikalischer Ausreißer war die Band Welle: Erdball Teil des Programms, die eigentlich mehr dem Minimal und Electro Genre zuzuordnen ist. Ihre extravaganten Texte und Keyboard-Töne dienten aber dennoch als angenehmer Ausgleich zu den sonst so harten Trommelschlägen und E-Gitarrenklängen der anderen Vertreter. Auch optisch hoben sich die beiden Damen der vierköpfigen Gruppe mit ihren rot auf weiß gepunkteten Marienkäferkleidchen, die an den 50er-Jahre-Stil angelehnt sind, von der sonst vorwiegend in schwarz gekleideten Menschenmenge ab.

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Die norwegische Band Combichrist um Sänger Andy LaPlegua gab sich mit ihrem Einsatz bestehend aus Hüpfen sowie Hin- und Herrennen auf der Bühne sichtlich Mühe. Sie erkundigten sich mit Sätzen wie „having a good time ladies and gentlemen“ nach dem Wohlbefinden ihrer Zuhörer und bedankten sich hier und da nach einem Song sogar auf Deutsch mit einem knappen „vielen Dank“ - so wirklich das Gefühl, dass der Funke endlich überspringt, bekam man allerdings trotz allem nicht. Auch der Aufforderung LaPleaguas sich hinzusetzen, um an einer bestimmten Stelle des Songs, im richtigen Moment nach oben zu springen, kamen nur knapp 20 Menschen aus dem Publikum nach.

Mit Eisbrecher konnte das Eis dann aber doch noch gebrochen werden - was vermutlich der Frohnatur von Alexander Wesselskys zu verdanken ist, der offensichtlich riesen Spaß daran hat, sich auf der Bühne zu präsentieren. Mit Witz und Charme plauderte der Frontmann. So bittet er beispielsweise darum, nicht dazwischenzurufen, während er gerade als „der Oberlehrer predigt“, woraufhin er selbst kurz ins Mikrofon schnauft und anfangen muss zu lachen. Oder an anderer Stelle fängt der Bayer an, dessen Band aus München stammt, sich am Schuhplattler - einem bayerischen Traditionstanz - zu versuchen.

Auch den „neuen zukünftigen Superhit“ aus dem am 25. August erscheinenden Album „Sturmfahrt“ kündigte die Rampensau an: „Der Wahnsinn“, heißt der Titel. Die Menge feiert Menge zu neuen Liedern wie „Was ist hier los“, aber auch zu alten Titeln aus den Vorgängeralben wie „Eiszeit“ oder „Antikörper“. Und selbstverständlich durfte der namengebende Song des Festivals „Volle Kraft voraus“ aus dem Album „Schock“ nicht fehlen.

Nach fast zwei Stunden, inklusive einer ausgiebigen Zugabe, verabschiedeten sich die fünf Musiker mit dem Werfen von Plüscheisbären in die Menge und machen sich nun auf Richtung Köln - wo sie am 23. Juli, wie auch Combichrist und Lord Of The Lost, beim Amphi Festival im Tanzbrunnen, spielen werden. Das wird dann die endgültige Generalprobe für ihre „Sturmfahrt“-Tournee sein, die am 29. September beginnen wird. Die führt nicht direkt zu den Schwesterstädten an der Donau, dafür kommen sie ja dann nächstes Jahr wieder, wenn es heißt: Runde zwei für „Volle Kraft Voraus“ in der Ratiopharm-Arena.

 

Hier gibt‘s Bilder des Festivals.

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