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09. Juli 2011 00:12 Uhr

Flussmeisterei

Latino-Punks unter Dauerstrom

Keko Yoma eröffnen Saison mit Ska und Gruseleffekten Von Michael Peter Bluhm

Latino-Punks im Flussmeisterei-Schuppen: Keko Yoma aus Chile begeisterten mit ihrer Mischung aus Ska, Rock und Reggae das junge Publikum.
Foto: bh

Neu-Ulm Nicht mehr ganz so wahnsinnig wie vor zwei Jahren, aber immer noch höllisch gut hat sich die chilenische Chaotenband Keko Yoma in der Flussmeisterei präsentiert. Ein Auftakt nach Maß für die Sommerkonzertreihe am Neu-Ulmer Jahnufer.

Flucht vor dem Gewitter in die Hütte

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Das liebe Wetter machte den Programm-Machern einen Strich durch die Rechnung, sodass die Südamerikaner nicht unter freiem Himmel auftreten konnten. Wie aber von den wenigen Dauergegnern dieser reizvollen sommerlichen Kulturaktivität bestellt, machte ein grollendes Gewitter diesem Ansinnen den Garaus. Wohl dem, der dann in die Hütte der Flussmeisterei ausweichen konnte, die von der Band in ein Tollhaus verwandelt wurde. Das vornehmlich junge Publikum jedenfalls zeigte allerlei kühne Verrenkungen.

In den letzten zwei Jahren sind die Musiker reifer geworden. Stürmten sie anfangs noch in als Verwandlungskünstler ins Publikum, als ritten sie eine militärische Attacke, so glänzte die Band jetzt vor allem mit ihrer ausgereiften Musik, die pausenlos von Rock zu Punk, Ska und Reggae wechselt und die ganze Melange durch den Latino-Fleischwolf dreht. Natürlich durfte so mancher optische Gruseleffekt nicht fehlen – zum Beispiel wie Masken aus der Ekel-Kabinett. Die Bandmitglieder selbst agierten wiederum, als seien sie ständig an ein Starkstromkabel angeschlossen.

Ihre Musik war aber dieses Mal so präzise wie ein Uhrwerk. Kein Wunder: Keko Yoma sind quasi ganzjährig auf Sommertournee. Im europäischen Winter auf dem südamerikanischen Kontinent, wenn dort die Temperaturen sinken, eilen die gefragten Chilenen hierzulande von einem Latino-Festival zum anderen. Mit Glück und Geschick konnten Keko Yoma nach Neu-Ulm geholt werden, weil der Termin günstig zwischen zwei Auftritten in der Schweiz lag und die Bands in Neu-Ulm besonders herzlich aufgenommen werden.

Musikalische Botschafter ihrer Heimat Chile

Die Weltmusiker machten am Donnerstag aus ihrem Auftritt auch eine Show mit einer Vielzahl von Instrumenten aus ihrer chilenischen Heimat, was dem Sound einen besonderen Kick gab. So ist die Band Keko Yoma auch so etwas wie ein musikalischer Botschafter Chiles geworden, die rastlos und voller Energie rund um die Welt eilt, um die Menschen mit ihrer Show zu erfreuen und zum Tanzen bringen.

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