Donnerstag, 21. August 2014

08. Mai 2013 12:55 Uhr

Neu-Ulm

Stadtbücherei wird deutlich teurer

Jahresgebühr steigt zum 1. Januar von zehn auf 15 Euro. Angebot stark erweitert

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Ilse Rüggenmann

Von Marcus Golling

Neu-Ulm Leseratten in Neu-Ulm müssen ab dem 1. Januar 2014 mehr bezahlen: Die Jahresgebühr für die Stadtbücherei steigt dann für Erwachsene von zehn auf dann 15 Euro. Das hat der Ausschuss für Bürgerdienste, Familie und Kultur in seiner Sitzung gestern mehrheitlich (bei drei Gegenstimmen) beschlossen. Er folgte damit einem Vorschlag der Verwaltung.

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Die Gebührenerhöhung stieß allerdings bei manchen Stadträten auch auf deutliche Kritik. Günter Gillich (FDP) fand, dass 50 Prozent mehr „eindeutig zu viel“ seien – zumal in einer Zeit, in der sich alle Bildung auf die Fahnen geschrieben hätten. Auch Wolfgang Moll (Grüne) störte sich am Ausmaß der Erhöhung – und wies Oberbürgermeister Gerold Noerenberg darauf hin, dass dieser in der Haushaltsberatungen versprochen habe, keine 50-Prozent-Erhöhung zuzulassen.

Die überwiegende Mehrheit der Stadträte war aber einverstanden – zumal sich auch die neue Gebühr nach Verwaltungsangaben im Rahmen anderer Städte bewegt: So sind es in Kempten zwölf Euro, in Memmingen 15 und in Donauwörth 20 Euro. In der – freilich noch besser sortierten – Ulmer Stadtbibliothek müssen Vollzahler sogar 30 Euro jährlich berappen. Kinder und Jugendlich unter 18 Jahren sollen in der Neu-Ulmer Bücherei auch zukünftig beitragsfrei bleiben, ebenso Empfänger von Sozialleistungen und Inhaber einer Lobby-Card.

Es ist die allererste Erhöhung der Gebühren seit deren Einführung im Jahr 2004. Seitdem hat sich in der Bücherei einiges getan, wie auch Stadträtin Christina Richtmann (FWG) bemerkte, die der Bibliothek ein „wesentlich erweitertes Angebot“ bescheinigte. Dieses hatte zuvor Bücherei-Leiterin Ilse Rüggenmann dem Gremium kurz vorgestellt – und dabei „recht positive“ Zahlen präsentiert: So seien die Ausleihen im ersten Quartal 2013 um gut sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Der Anteil der Bücher liegt ihrem Bericht zufolge bei rund 60 Prozent – digitale und Audio-Medien machen aber bereits 35 Prozent aus.

Die Stadtbücherei Neu-Ulm bietet über das System DiViBib (Onleihe Schwaben) auch die Möglichkeit der elektronischen Ausleihe, die laut Rüggenmann auch schon stark genutzt wird. Die Digitalisierung hat freilich auch Auswirkungen: So ist die Zahl der Besucher in der Bücherei am Heiner-Metzger-Platz 2012 auf knapp 89000 (2011: 92800) zurückgegangen. Zurückgegangen ist aber auch die Zahl der aktiven Nutzer – von rund 3700 auf 3500. Gleichzeitig ist aber die Zahl der Neuanmeldungen gestiegen.

Lob gab es aus dem Ausschuss für die zahlreichen Aktivitäten der Bücherei, unter anderem in der Leseförderung, auch für Migrantenkinder. Aktiv sei die Neu-Ulmer Bücherei, wie Leiterin Rüggenmann auf Nachfrage aus dem Gremium berichete, auch in der Zusammenarbeit mit Ulm: So biete derzeit nur Neu-Ulm eine Möglichkeit zur Fernleihe an, während umgekehrt auch Neu-Ulmer Schulen Medienkisten der Ulmer Bibliothek nutzen könnten.

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