Freitag, 22. September 2017

12. Dezember 2016 17:00 Uhr

Ulm

Startschuss für neue Funktechnologie in der Ulmer Innenstadt

Die Initiative „Ulm digital“ bietet Bürgern ein offenes Netzwerk mit vielen Anwendungsmöglichkeiten. Von Dagmar Hub

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Solche Mini-Computer sind Teil des neuen Systems.
Foto: Dagmar Hub

Zwei Monate nur vergingen zwischen der Ankündigung und der Realisierung: Am Samstag vor dem zweiten Advent installierte die Initiative „Ulm digital“ sieben Antennen auf hohen Gebäuden in der Ulmer Innenstadt, die diesen Raum nun bereits komplett abdecken. Der Start der neuen Funk-Technologie „LoRaWan“ in Ulm biete den Menschen in der Stadt ein offenes und für die Benutzer kostenloses Netzwerk und bringe Ulm gemeinsam mit Städten wie Amsterdam, New York und San Francisco in eine weltweite Vorreiterrolle“, sagt der IT-Unternehmer und Hochschuldozent Andreas Buchenscheit, Initiator des „LoRaWan“-Projekts. Ein Wunsch allerdings wurde ihm nicht erfüllt: Auf dem Münsterturm darf das Projekt keine der relativ preisgünstigen Antennen installieren. Am Wochenende fand im Verschwörhaus auf dem Weinhof der erste The-Things-Network-Workshop für Experten und IT-Freaks statt, die das Experimentierfeld des neuen Netzwerkes erkunden konnten. „LoRaWan“ steht für „Long Range Wide Area Network“. Die Technik der Outdoor-Gateways arbeitet mit sehr geringen Bandbreiten und kann über große Distanz senden und empfangen, was für den Austausch geringer Datenmengen ideal ist.

„Wir sind gespannt, wie die Ulmer diese Angebot annehmen und umsetzen“, sagt Andreas Buchenscheit. Die Wirtschaft sei sehr interessiert, bietet „LoRaWan“ doch eine große Menge von Anwendungsmöglichkeiten – zum Beispiel als Melder freier Parkplätze, um via Sensoren Strukturschäden an Brücken und Straßen zu melden, um Zählerstände zu übermitteln, als GPS für gestohlene Fahrräder, als Wassertemperatur-Melder für Badeseen oder für Feinstaub-Messgeräte an Straßen.

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Auch für den privaten Bereich eröffne das Netz eine Vielfalt von Anwendungsgebieten. Im privaten Bereich seien der Kreativität ebenfalls keine Grenzen gesetzt, was die Anwendungsmöglichkeiten der Funktechnologie angeht. Und weil Ulm eine digitale Vorzeigestadt werden will, wie Christian Geiger als Vertreter von Oberbürgermeister Gunter Czisch beim Workshop am Wochenende sagte, kann jeder mit einer eigenen günstigen Basisstation Teil des Netzes werden, kann experimentieren und weiterentwickeln helfen.

Die Hardware des Systems besteht aus drei Typen: So genannte „Nodes“ umfassen je einen Bewegungs-, Temperatur- und Lichtsensor in einem wasserdichten Gehäuse von der Größe einer Streichholzschachtel samt einem Knopf, einer RGB-LED und Batterien. Damit sollen sich auf einfache Weise Anwendungen – von der Positionsanzeige am Schlüsselbund bis zum Alarm, wenn beispielsweise der Radweg überschwemmt wird – bauen lassen. Ein Mikrocontroller-Board namens The Things Uno kann zusätzlich Kontakt zu „LoRaWan“-Gateways aufnehmen, die selbst als dritte Module die Brücke zum Computer herstellen.

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