Freitag, 24. November 2017

31. März 2017 17:35 Uhr

Strenesse

Strenesse kündigt elf Mitarbeitern in Nördlingen

Die Freistellungen erfolgen in verschiedenen Unternehmensbereichen. Die IG-Metall blickt besorgt nach Nördlingen. Von Bernd Schied

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Die Firma Strenesse New GmbH hat in Nördlingen elf Mitarbeiter entlassen. (Archivfoto)
Foto: Szilvia Izsó

Die Firma Strenesse New GmbH, das Nachfolgeunternehmen der früheren Strenesse AG, hat elf Mitarbeiter entlassen. Entsprechende Informationen der Rieser Nachrichten wurden gestern aus Betriebsratskreisen bestätigt. Offenbar erfolgten die Freistellungen in verschiedenen Unternehmensbereichen. Die Geschäftsleitung war gestern zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen. Eigentümerin der neuen GmbH ist eine Schweizer Holding. Nach dem Abbau der elf Arbeitsplätze am Standort Nördlingen beträgt die Mitarbeiterzahl derzeit noch 120, hieß es weiter, deutschlandweit noch rund 230.

Wie berichtet, hatte das einstige Nördlinger Vorzeigeunternehmen in Folge erheblicher wirtschaftlicher Schwierigkeiten vor dem Hintergrund der kriselnden Modebranche 2014 Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter hatte intensiv versucht, neue Investoren an Land zu ziehen, was sich als sehr schwierig herausstellte. Die frühere Eigentümer-Familie Strehle, die Strenesse aufgebaut und weltweit zu einem namhaften Mode-Label gemacht hatte, spielte fortan im Unternehmen keine Rolle mehr.

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Mit Sorge blickt neben den Mitarbeitern die IG Metall Augsburg nach Nördlingen. Gewerkschaftssekretär Björn Kannler sagte gegenüber unserer Zeitung, dass er gestern vor Ort gewesen sei und mit den Beschäftigten gesprochen habe. „Ich konnte natürlich eine Verunsicherung über die weitere Zukunft der Arbeitsplätze ausmachen“, sagte Kannler und verwies auf Befürchtungen, die Geschäftsleitung der Strenesse New GmbH könnte den Standort Nördlingen durch mögliche Verlagerungen von Geschäftsbereichen weiter schwächen. „Dies würde dann wohl auch einen weiteren Stellenabbau bedeuten.“ Die aktuellen elf Entlassungen bezeichnete Kannler als „betriebliche Anpassungen“. Nach einer Insolvenz eines Unternehmens müsse ein neuer Eigentümer keinen Sozialplan für die Belegschaft vorlegen. Dies bringe im Zuge eines Stellenabbaus weitere Härten für die Mitarbeiter mit sich.

Die IG Metall will nach Angaben Kannlers abwarten, wie sich die Situation weiterentwickle. Im Mai seien weitere Gespräche mit der Belegschaft vorgesehen. Gleichzeitig hoffe er, mit der Geschäftsführung in Kontakt treten zu können, betonte der Gewerkschaftssekretär.

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