Mittwoch, 17. Januar 2018

20. Juli 2015 12:52 Uhr

Astronomie

Was Surveyor mit den Mondlandungen zu tun hat

Im Rieskratermuseum in Nördlingen erklärte ein ehemaliger Mitarbeiter der NASA ihre Bedeutung. Er will die 87000 Bilder der Sonden digitalisieren Von Bernd Schied

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Nördlingen In die große Zeit der US-Raumfahrt zurückversetzt fühlten sich die Zuhörer eines kurzweiligen Vortrages im Rieskrater-Museum. Justin Rennilson, inzwischen weit über 80 Jahre alt und ein Urgestein der amerikanischen Weltraumbehörde, referierte über die in Europa relativ unbekannten „Surveyor-Missionen“ der NASA in den 60er Jahren. Dahinter verbergen sich Raumsonden, die zwischen 1966 und 1968 siebenmal auf dem Mond landeten. Die Sonden hatten Kameras an Bord, mit denen sie im Laufe der Mission rund 90000 Bilder von der Mondoberfläche an die Erde sendeten. Die Surveyor-Sonden gelten als Vorläufer der Apollo-Missionen in den 70er Jahren. „Ohne Surveyor hätte es keine Apollo-Mondlandungen gegeben“, sagte Rennilson, der es sich in den vergangenen Jahren zur Aufgabe gemacht hat, rund 87000 Bilder der Sonden zu digitalisieren und zu archivieren und sie für Forschungszwecke zur Verfügung zu stellen. Wie bedeutend Surveyor für die Mondlandung war, machte der frühere NASA-Mitarbeiter an einigen Beispielen deutlich. Mit den Sonden habe man Landungen auf der Mondoberfläche „üben“ können. Zudem sei mit Schaufeln, die an den Geräten angebracht waren, die Mondoberfläche untersucht worden, um die Dicke der Staubschicht bestimmen zu können. Alles wichtige Erkenntnisse für die späteren Landungen in den weltberühmten Apollo-Programmen. Weiter erklärte Justin Rennilson, dass auch die möglichen Landeplätze der Apollo-Mondlandefähren bereits von den Surveyor-Sonden ausgewählt worden seien, nicht zuletzt nach geologischen Aspekten. Zudem habe man belegen können, dass die Astronauten auf der Mondoberfläche laufen könnten, ohne im Staub zu versinken.

Die erste Surveyor-Mission in den USA startete im Mai 1966. Die Sonde arbeitete sechs Wochen auf der Mondoberfläche und übertrug laut Justin Rennilson in dieser Zeit rund 11000 Bilder zur Erde. Surveyor 7 war 1968 die letzte Mission mit rund 21000 Bildern. Ein Jahr später fand bekanntlich die erste Mondlandung statt, ausgestattet mit wichtigen Erkenntnissen der Surveyor-Missionen.

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Von Apollo 12 wurde im November 1969 Surveyor 3, die wie alle anderen Sonden auf dem Mond blieben, als Anflugziel ausgewählt. Teile der Sonde, dabei in erster Linie die Kamera, montierten die Astronauten Charles Conrad und Alan Bean ab und brachten sie zurück zur Erde. Der Mann aus San Diego in Kalifornien zeigte zur Untermalung seines Vortrages den Zuhörern eine Auswahl der von ihm archivierten Aufnahmen. Er hob besonders die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit mit Eugene Shoemaker hervor, nach dem bekanntlich der Vorplatz des Rieskrater-Museums benannt ist. Museumsleiter Stefan Hölzl freute sich darüber, dass das Rieskrater-Museum demnächst Aufnahmen der Surveyor-Sonden erhalten werde.

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Nasa | Nördlingen | USA | San Diego | Kalifornien

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