Donnerstag, 27. April 2017

12. April 2013 20:24 Uhr

Berlin

Behinderte Frau stirbt nach Zwangräumung ihrer Wohnung

Eine 67-Jährige aus Berlin ist gestorben, nachdem sie aus ihrer Wohnung geworfen wurde. Ob die Räumung zumutbar war ist unklar.

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Eine 67-Jährige Berlinerin ist zwei Tage nach der Zwangsräumung ihrer Wohnung im Stadtteil Reinickendorf in einem Obdachlosenheim der Initiative "Kälte Nothilfe" in Wedding gestorben. Wie mehrere Onlinemedien unter Berufung auf die Berliner Polizei  berichten, musste die 67-Jährige ihre Wohnung räumen, weil sie mit der Miete im Rückstand war.

"Für mich ist das Mord, Mord durch die Staatsgewalt", sagte Zoltan Dominic Grasshoff, der Initiator der Initiative "Kälte Nothilfe" in einem Youtube-Video. Nach seinen Angaben war die Frau schwerbehindert und hatte ein ärztliches Attest, das besagte, eine Zwangsräumung sei ihr nicht zuzumuten. Ein fachärztliches Attest hat die 67-Jährige laut einem Beschluss des Amtsgerichts Wedding allerdings nicht vorgelegt. Deswegen wurde ihre Beschwerde gegen die Zwangsräumung abgelehnt. In dem Fall ermittelt jetzt die Kriminalpolizei. AZ

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Berlin | Wedding | Polizei | Kripo

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