Montag, 28. Juli 2014

12. März 2014 11:32 Uhr

The Voice of Germany 2013

Junge Augsburgerin fliegt bei „The Voice“ raus

Für die Augsburgerin Sarah ist die Reise bei „The Voice of Germany“ schon zu Ende. Eine anderes Nachwuchstalent aus der Region konnte dafür die Jury überzeugen. Von Theresa Halbig

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The Voice of Germany 2013: Eine Kandidatin aus Augsburg schaffte es am Freitagabend nicht in die nächste Runde. Die Jury, darunter The BossHoss (Bild), nahm sie nicht mit. Eine Ulmerin hatte mehr Erfolg.
Foto: SAT.1/ProSieben, Richard Hübner

Bei den vierten Blind Auditions von „The Voice of Germany“ versuchten am Freitag 15 Sänger, die Jury nur mit ihrer Stimme von ihrem Talent zu überzeugen. Dreizehn von ihnen ist das auch gelungen – einer jungen Frau aus Augsburg hingegen nicht.

„The Voice of Germany“: Sarah aus Augsburg kommt nicht weiter

Die 20-jährige Sarah Ego aus Augsburg ist schon lange Fan von „The Voice of Germany“. „Es ist klasse, dass man den Kandidaten nicht sieht“, lobt sie das Konzept der Sendung. „Es geht nicht darum, top gestylt zu sein, es geht um die Stimme.“

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Das bedeutete für Sarah aber zugleich das Aus bei den „Blind Auditions“. Die 20-Jährige konnte mit ihrem orientalisch angehauchten Gesang nicht überzeugen. Die Jury steckt dennoch voll des Lobes für die junge Frau. „Ich hoffe, du machst weiter und kommst wieder“, machte Max Herre ihr Mut. Das war aber gar nicht nötig, denn Sarah sah ihren Auftritt trotz allem positiv. „Das war eine Wahnsinns-Erfahrung, es war schön, hier zu sein.“

Romina aus Ulm bei „The Voice of Germany“ weiter

Für eine andere Kandidatin aus der Region lief es bei „The Voice“ besser. Romina Amann ist daran gewöhnt, auf der Bühne zu stehen. Die 22-Jährige aus der Nähe von Ulm tingelt hauptberuflich mit ihrer Party-Band durch Festzelte in und um Ulm. Für sie, die daran gewöhnt ist, eine tolle Performance hinzulegen, waren die „Blind Auditions“ etwas ganz neues. „Es ist eine komische Situation, dass es nur um die Stimme geht – keine Ausstrahlung, nichts anderes zählt“, war sie im Vorfeld etwas skeptisch.

Allerdings ohne Grund: Sie konnte zwei Coaches von sich überzeugen, Nena und Boss Hoss buzzerten für die junge Rockröhre.

Hinter dem Vorhang verbarg sich bei den vierten „Blind Auditions“ eine starke Stimme, die man ihrer Besitzerin so nicht unbedingt zugetraut hätte. Annika Kron macht eine Ausbildung zur Musical-Darstellerin, was auch ihr souveränes Auftreten bei „The Voice“ erklärt. Die etwas kräftige junge Frau überzeugte mit einer Soul-Nummer und wurde dafür von der Jury mit Lob überhäuft.

„The Voice“-Kandidat erbte sein Talent von den Großeltern

Marc Motzer hat sein Talent von den Großeltern geerbt. Der 25-jährige Student kann Max Herre bereits nach wenigen Takten von seiner Stimme überzeugen. Auch Samu und Boss Hoss drückten für den jungen Mann, denn: Seine Stimme hat auf jeden Fall hohen Wiedererkennungswert.

Emily Intsiful aus Altötting musste lange zittern, bevor endlich kurz vor Ende ihres Auftritts der Buzzer ertönte – und dann gleich zwei Mal. Nena und Max wollen die 21-Jährige in ihrem Team haben, die junge Sängerin setzt auf Frauenpower und wird in Zukunft von Nena gecoacht.

Auch Talente aus dem Ausland singen bei „The Voice of Germany“

„The Voice of Germany“ lockt auch Talente aus dem Ausland, so zum Beispiel Astrid Rusznyak aus Wien. Die 31-Jährige zeigte sich vor ihrem Auftritt etwas eingeschüchtert vom Niveau der Sendung: „Hier sind so viele Talente, manchmal denk ich mir, ich geh lieber wieder.“

Dabei hatte die Rockabilly-Lady gar keinen Grund zur Bescheidenheit. Mit ihrer Gitarre und ihrer rockigen Stimme konnte sie Samu und The Boss Hoss von sich überzeugen.

An diesem Freitagabend traten einige Sänger auf, denen man ihre Bühnenerfahrung anmerkte, so auch Burkhard Elben. Er ist Background-Sänger und Gitarrist in der Band von Matthias Reim. Er lieferte einen guten Auftritt ab, konnte die Jury allerdings nicht von sich überzeugen: „Die Schwingungen kamen nicht an“, bedauerten The Boss Hoss.

An Selbstbewusstsein mangelte es der 25-jährigen Sibell aus Hamburg nicht. Weil The Boss Hoss und Max Herre nicht für sie buzzerten, fragte sie gleich mal nach dem Grund dafür. Das trauen sich nicht viele Kandidaten.

61-Jähriger singt – und kommt weiter

Ein Kandidat fiel am Freitag alterstechnisch etwas aus der Reihe. David Hanselmann ist 61 Jahre alt und hat schon sein ganzes Leben mit Musik zu tun. Nun versuchte er auch bei „The Voice of Germany“ sein Glück – und konnte Nena von sich überzeugen.

 Rasmus Hoffmeister hat sich bei „The Voice of Germany“ beworben, weil das Programm so ehrlich sei. Nach einem deutschen Cover gab der 21-Jährige aus Flensburg auch noch einen eigenen Song zum Besten – und konnte Publikum und Jury begeistern.

Das wohl größte Kompliment des Abends ging an Marco Musca. Samu buzzerte für den 22-jährigen Friseur und zeigte sich schwer beeindruckt: „Das war besser als Whitney Houston.“

Am Ende der Sendung wartet noch ein echtes Talent auf die Zuschauer: Aalijah Tabatha Hahnemann. „Singen ist wie eine Naturgewalt“, erklärte die 17-Jährige – und stellte das auch gleich auf der Bühne unter Beweis. Alle Juroren buzzerten für sie, und sogar Standing Ovations gab es für die junge Frau mit dem Lockenkopf.   

„The Voice of Germany“: Kabbeleien in der Jury

Am Freitagabend bekamen die Zuschauer bei „The Voice of Germany“ wieder echte Gesangstalente zu sehen. Getrübt wurde die Stimmung nur hin und wieder durch die zwanghafte Kabbelei unter den Juroren, die sich um manche Kandidaten stritten. Samu spielte wie gewohnt seine „Ich habe internationale Kontakte“-Karte aus, konnte aber auch damit nicht alle Kandidaten von sich überzeugen.

The Boss Hoss stichelten gegen den Finnen, der konterte – wirklich lustig war der Wortaustausch dabei allerdings nicht. Vielleicht sollten sich die Juroren lieber ein Beispiel an den Kandidaten nehmen – denn denen geht es wirklich nur um die Stimme.

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