Freitag, 9. Dezember 2016

26. März 2016 21:50 Uhr

"Tatort" aus München

Münchner "Tatort"-Kommissare kritisieren: Zeit und Geld zu knapp

"Wir sind inzwischen hart an der Grenze des Zumutbaren": Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec sind seit 25 Jahren "Tatort"-Kommissare. Nunbeklagen sie sich über die Arbeitsbedingungen.

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Udo Wachtveitl (l) und Miroslav Nemec ermitteln als «Tatort»-Kommissare in München.
Foto: Andreas Gebert/Archiv (dpa)

Weniger Geld, weniger Drehtage: Die Münchner »Tatort»-Kommissare Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec beklagen den in 25 Jahren Dienstzeit gestiegenen Zeit- und Kostendruck bei den Dreharbeiten für die Fernsehkrimis. »Wir sind inzwischen hart an der Grenze des Zumutbaren», sagte Wachtveitl der »Neuen Osnabrücker Zeitung» vom Samstag. »Die Tage sind weniger geworden, die Stunden dafür mehr», kritisierte auch Nemec.

Wachtveitl und Nemec sind im »Tatort» aus München als Kommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic zu sehen. »Es gibt einen Punkt, an dem ein Produkt nicht mehr besser werden kann, sondern schlechter werden muss, wenn man zu sehr an den Ressourcen spart», kritisierte Wachtveitl. An diesem Punkt sei auch der Münchner »Tatort» längst angelangt: »Das betrifft Geld, und es betrifft Zeit.»  

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"Tatort" München: Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec beklagen sich

Auch Nemec sieht die Entwicklung kritisch. »Die Tage sind weniger geworden, die Stunden dafür mehr», sagte er der Zeitung. »Da geht's mittlerweile nach dem Motto: Der Tag hat 24 Stunden, und wenn's nicht reicht, nimmst du die Nacht dazu.»

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