Samstag, 20. Dezember 2014

14. Dezember 2012 18:50 Uhr

Rechtsextremismus

NSU: Zschäpe lehnt psychiatrische Untersuchung ab

NSU-Mitglied Beate Zschäpe lehnt eine Untersuchung durch einen psychiatrischen Gutachter ab. Der Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin soll im April 2013 beginnen.

i
Beate Zschäpe lehnt eine Untersuchung durch eine psychiatrischen Gutachter ab.
Foto: dpa

Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe lehnt eine Untersuchung durch einen psychiatrischen Gutachter ab. Das sagte am Freitag ihr Anwalt Wolfgang Stahl und bestätigte damit einen Bericht des NDR-Magazins Panorama. Ein Angeklagter müsse nicht selbst zu seiner möglichen Belastung beitragen. Zschäpes Verteidiger hätten dies dem Oberlandesgericht (OLG) München mitgeteilt. Der Gerichtspsychiater Henning Saß vom Uniklinikum Aachen sollte auf Verfügung des OLG herausfinden, ob die Voraussetzungen für eine Sicherungsverwahrung von Zschäpe bestehen.

Zschäpe, die bisher noch keine Aussage gemacht hat, verweigerte ein Gespräch mit dem renommierten Psychiater. Für ein Gutachten müsste Saß sich nun auf Ermittlungsakten, Zeugenaussagen oder Dokumente beschränken.

ANZEIGE

NSU-Prozess soll im April 2013 beginnen

Zschäpe ist als Mittäterin an den Morden der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund angeklagt. Die Hauptverhandlung gegen die 37-Jährige sowie vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer der Terrorgruppe solle bis spätestens Mitte April beginnen. Die Bundesanwaltschaft wirft der 37-jährigen Hauptbeschuldigten Zschäpe Mittäterschaft bei zehn Morden, 15 Raubüberfällen sowie Bildung einer terroristischen Vereinigung und schwere Brandstiftung mit Mordversuch vor. Im Januar will das Gericht über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. (dpa)

i

Artikel kommentieren

Schlagworte

Beate Zschäpe | NSU | München | Aachen