Freitag, 15. Dezember 2017

06. Dezember 2017 14:39 Uhr

Köln

Raser zeigen Reue nach Tod einer Radfahrerin in Köln

Eine Radfahrerin in Köln hatte keine Chance, als plötzlich ein Auto auf sie zuschoss. Die 19-Jährige starb. Zwei Raser hatten den Unfall bei einem illegalen Autorennen verursacht.

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Illegale Autorennen, Tempo 180 in der Stadt, missachtete rote Ampeln: Kam es zu Todesfällen, wurden angeklagte Raser bislang in der Regel wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.
Foto: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

Zwei Raser stehen seit Mittwoch wegen eines tödlichen Unfalls bei einem illegalen Autorennen in Köln erneut vor Gericht. Eine 19 Jahre alte Radfahrerin war bei dem Unglück im April 2015 getötet worden. Das Kölner Landgericht hatte die beiden Angeklagten im vergangenen Jahr wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen verurteilt. Doch der Bundesgerichtshof (BGH) monierte die Aussetzung zur Bewährung und hob das Urteil teilweise auf.

Nach Auffassung des BGH hatten die Kölner Richter im ersten Prozess nicht ausreichend berücksichtigt, wie sich die Bewährungsstrafen - in Höhe von zwei Jahren sowie einem Jahr und neun Monaten - auf das allgemeine Rechtsempfinden der Bevölkerung auswirken würden. Das Kölner Urteil war bei vielen auf Unverständnis gestoßen. Außerdem hätten die Richter außer Acht gelassen, dass die Angeklagten die Gefahrenlage mit aggressivem Fahrstil vorsätzlich herbeiführten. 

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Kommen die Kölner Raser doch noch ins Gefängnis?

Unter diesen Aspekten beschäftigt sich nun eine andere Kammer des Kölner Landgerichts erneut mit dem Fall - sie muss entscheiden, ob die heute 24 Jahre alten Angeklagten, beides in Deutschland geborene Türken, doch noch ins Gefängnis kommen.

Am ersten Verhandlungstag bat einer der Angeklagten bei der Familie des Opfers um Entschuldigung. "Es tut mir unendlich leid, was ich angerichtet habe", sagte der Mann. "Ich gebe alles zu, was im Urteil steht, und bereue es zutiefst." Im ersten Prozess hatte er zwar eine moralische Mitschuld an dem Unfall eingeräumt, eine strafrechtliche Verantwortung aber zurückgewiesen. Den Unfallwagen hatte der andere Angeklagte gefahren.

Der Unfallfahrer hatte schon im ersten Prozess Reue gezeigt und die Tat zugegeben. Das neue Urteil soll noch vor Weihnachten fallen. dpa

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