Donnerstag, 29. September 2016

26. Dezember 2015 08:35 Uhr

Luftverschmutzung

Smog: Italienische Städte ordnen Fahrverbote an

Nach Mailand hat jetzt auch Rom Maßnahmen zur Eindämmung der hohen Feinstaubbelastung beschlossen.

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Blick auf den Dom in Mailand, aufgenommen am 14.11.2013. Wegen der hohen Feinstaubbelastung verhängt die norditalienische Stadt Mailand ein dreitägiges Fahrverbot für Privatwagen.
Foto: Andreas Gebert, dpa

Nach einigem Zögern entschied sich die Stadtverwaltung von Rom, Privatfahrzeugen ab Montag alternierend das Fahren zu verbieten, und zwar zu den Hauptstoßzeiten von 07.30 bis 12.30 Uhr und von 16.30 bis 20.30 Uhr. In den zwei Tagen, in denen die Maßnahme gilt, sollen Tagestickets für den öffentlichen Verkehr nur 1,50 Euro kosten.

Das norditalienische Mailand hatte am Vortag mitgeteilt, dass von Montag bis Mittwoch von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr keine privaten Fahrzeuge auf den Straßen fahren dürften. Padua schloss sich umgehend dem Verbot an.

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Rom zögerte - und entschied sich dann für das weniger strikte Modell. Entsprechend beschränkt dürfte der Erfolg sein, zumal viele Fahrzeuge von dem Verbot ausgenommen bleiben, es kaum Kontrollen gibt und die altersschwachen öffentlichen Verkehrsmittel wenig attraktiv sind.

Wegen ausbleibenden Regen und Winds hatte sich die Smoglage in Italiens Großstädten in den vergangenen Wochen dramatisch zugespitzt. Die Regierung der Lombardei, zu der Mailand gehört, rief bereits dazu auf, auf Feuerwerke zum Neujahrsfest zu verzichten. Mailand und Rom forderten alle Einwohner und Firmen auf, die Heizungen auf 18 Grad herunterzudrehen.

Auch die bosnische Hauptstadt Sarajevo sowie die beiden Industriestädte Lukavac und Tuzla leiden derzeit unter Smog. Deshalb blieben die Schulen in Sarajevo am Donnerstag geschlossen. Der Stadtrat will die Schüler darüberhinaus früher in die Winterferien schicken - eine Entscheidung darüber sollte bis Montag fallen.

Die bosnische Hauptstadt ist von Bergen umgeben, gibt es weder Wind noch Regen, steht die Luft über der Stadt. Laut den Vorhersagen wird sich das Wetter vor Januar nicht mehr ändern. Erschwerend kommt hinzu, dass zehntausende Haushalte immer noch mit Kohle heizen. Sarajevo ist seit Tagen in eine dichte Staubwolke gehüllt. afp

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