Samstag, 23. September 2017

25. November 2014 07:30 Uhr

Ernährung

Studie zeigt: Zu viel Fleisch und zu kurze Pausen in Schulkantinen

Der Vorstoß der Grünen, einen "Veggie Day" in Kantinen einzuführen, wurde heftig kritisiert. Eine Studie belegt nun aber, dass die Schulverpflegung viel zu fleischlastig ist.

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Im Wahlkampf mussten die Grünen für ihre Forderung nach einem "Veggie Day" viel Kritik einstecken, der Vorstoß wurde als Bevormundung empfunden. Doch nun bestätigt eine Studie eine zu fleischlastige Verpflegung an Schulen. Rund die Hälfte der untersuchten Speisepläne enthält zu wenig Gemüse, wie die Zeitung Die Welt in ihrer Dienstagsausgabe aus der Studie der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zitierte. "Nach wie vor kommt Fleisch noch zu häufig in den Gerichten vor", lautet demnach das Fazit.

Mittagspausen oft zu kurz zum Essen

Die Erhebung soll am Dienstag, 25. November, auf dem "Bundeskongress Schulverpflegung" in Berlin vorgestellt werden, der Welt lag sie bereits in Auszügen vor. Demnach sind in den meisten Schulen die Pausen zu kurz, um das Mittagessen einzunehmen. Nur in 39 von 100 Schulen dauere die Mittagspause 46 Minuten und mehr, wie es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt.

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Speisen in Schulkantinen sind zu einseitig

Auch die Vielfalt der Speisen sei nicht ausreichend. Nur in 16 Prozent der Grundschulen und 27 Prozent der weiterführenden Schulen gibt es demnach mehr als zwei Menüs. Die befragten Schüler sehen ihre Schulverpflegung dagegen weniger kritisch. 53,5 Prozent der Grundschüler finden das Schulessen sehr gut (16,1 Prozent) und gut (37,4 Prozent), auf den weiterführenden Schulen sinkt dagegen die Zufriedenheit auf 8,7 Prozent (sehr gut) und gut (37,2 Prozent), schreibt die Zeitung.

Viele Schüler verbringen den ganzen Tag in der Schule

Derzeit verbringen 32 Prozent der Schüler (ohne Gymnasium und berufliche Schulen) den ganzen Tag in der Schule. Im Osten ist der Anteil deutlich höher als im Westen. Der Anteil der Ganztagsschulen liegt in Sachsen bei 78 Prozent, in Baden-Württemberg dagegen nur bei 18 Prozent. Da die Tendenz bundesweit steigend sei, komme der Schulverpflegung eine immer größere Bedeutung zu, heißt es der »Welt» zufolge in der Studie.

Die Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften befragte bundesweit mehr als 1500 Schulleitungen, 212 Schulträger und mehr als 12.000 Schüler im Primar- und Sekundarbereich. afp

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