Donnerstag, 24. April 2014

14. Dezember 2012 16:20 Uhr

"Der Hobbit"

Wer ist eigentlich dieser Bilbo Beutlin?

Im Kinohit des Jahres "Der Hobbit" spielt ein für viele unbekannter Schauspieler die Hauptrolle. Doch der Brite kann auf eine längere Karriere zurückblicken - mit einigen Erfolgen. Von Katharina Schuberth

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Martin Freeman hat es geschafft. In Großbritannien ist der 1971 geborene Engländer bereits seit seiner Rolle als frustrierter Sachbearbeiter Tim Canterbury in "The Office", dem englischen Pendant zu "Stromberg", ein bekanntes Gesicht. Von 2001 bis 2003 war Freeman in der Comedy-Hitserie zu sehen, die sogar als erste britische Serie überhaupt einen Golden Globe gewann.

Jetzt kennt ihn wohl bald alle Welt, er könnte über Nacht zum gefeierten Hollywood-Star werden. Der 1,69 Meter große Schauspieler spielt die Hauptrolle des Bilbo Beutlin in Peter Jacksons neuestem Streifen - einem der meist erwartetsten Filme der letzten Jahre.

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Der Hobbit: Freeman ist für Kinogänger kein neues Gesicht

Bereits 2005 hatte Freeman die Hauptrolle in einem Kinofilm. Damals spielte er in der Verfilmung des Science-Fiction-Kultbuchs "Per Anhalter durch die Galaxis" den Protagonist Arthur Dent, der mitansehen muss, wie sein Heimatplanet, die Erde, für den Bau einer neuen intergalaktischen Hyperraum-Autobahn geopfert wird und fortan mit seinem Freund Ford Prefect, einem Außeriridischen und Bauarbeiter, durch die Galaxie reist.

Außerdem übernahm der studierte Schauspieler Rollen in Filmen wie Ali G oder den britischen Erfolgsproduktionen von Simon Pegg, Shaun of the Dead und Hot Fuzz. 2003 hatte er außerdem einen Auftritt in dem weltweit erfolgreichen Episodenfilm "Tatsächlich....Liebe".

Den großen Erfolg beinahe abgesagt

Seine bislang größte und erfolgreichste Rolle hatte Freeman aber in "Sherlock", einer Fernsehproduktion des BBC, die auch schon im ARD zu sehen war. Er spielt dort an der Seite von Benedict Cumberbatch (der in den Hobbit-Verfilmungen übrigens den Drache Smaug spielt) Dr. John Watson, den Freund des wohl berühmtesten Detektivs der Welt, Sherlock Holmes.

Die Serie wurde weltweit zum Erfolg und 2011 gewann Freeman den britischen Fernsehpreis BAFTA für die beste Nebenrolle. Außerdem war "Sherlock" im Jahr 2012 13 mal für den amerikanischen TV-Preis Emmy nominiert worden.

Wie er vor kurzem in einem Interview mit Spiegel Online berichtete, hätte ihn seine Verpflichtungen bei "Sherlock" fast die Rolle des Hobbits gekostet.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/interview-mit-martin-freeman-ueber-hobbit-und-bilbo-beutlin-a-870213.html

"Als das Angebot für die Rolle des Bilbo Beutlin kam, war ich bereits für die zweite Staffel von "Sherlock" gebucht", so Freeman. Peter Jackson habe dann extra für ihn den Drehplan verschoben.

Ruhiges Privatleben abseits des roten Teppichs

Mit der Schauspielerei begann Freeman bereits im Jugendalter, als er sich einer Theatergruppe anschloss. http://www.daserste.de/unterhaltung/film/sherlock/index.html  Nach dem Schulabschluss entschloss sich Freeman dann, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen und absolvierte ein Schauspielstudium an der Central School of Speech an Drama in London.  

 

Privat gibt sich der 41-Jährige eher bedeckt. Seit 2000 ist er mit der Schauspielerin Amanda Abbington liiert, die er bei einem Filmdreh kennenlernte. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder, die sie aber bislang aus der Öffentlichkeit heraushielten.

Was kommt nach dem Hobbit?

Der Erfolg wird Freeman sicherlich noch einige Jahre erhalten bleiben, schießlich ist der Hobbit ebenso wie sein Vorgänger "Der Herr der Ringe" eine Trilogie. Was danach kommt, weiß Freeman noch nicht genau.

Wenn die Dreharbeiten für den dritten Hobbit-Teil in Neuseeland abgeschlossen sind, wird er wieder für die BBC vor den Kameras stehen. Die Dreharbeiten der dritten Staffel Sherlock wurden nämlich diesmal für die Hobbit-Produktion nach hinten verschoben.

Zukunftssorgen hat er aber keine, auch wenn er gegenüber Spiegel Online gestandt: "Große Filme brauche ich schon deshalb nun nicht mehr fürchten, weil ich nie einen größeren drehen werde. Nach dem "Hobbit" kann es nichts Größeres geben."

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