Donnerstag, 19. Oktober 2017

27. Dezember 2016 18:45 Uhr

"Mörderisches Tal – Pregau"

Zur Karriere überredet: Der Schauspieler Maximilian Brückner

Der Schauspieler Maximilian Brückner ist gut im Geschäft, trotzdem bleibt er auf dem Boden. Dafür sorgen schon seine Familie – und eine Ziege namens Liesl. Von Carolin Hitzigrath

i

Maximilian Brückner als Polizist Hannes Bucher in dem von Kritikern gelobten Vierteiler „Pregau“.
Foto: Georg Hochmuth, dpa

Er fährt gerne Ski und Kajak, klettert, schuhplattelt und spielt Tuba. Maximilian Brückner verkörpert das bayerische Klischee. Hochdeutsch war für ihn lange Zeit eine Fremdsprache. Bekannt wurde der Schauspieler mit seiner Rolle als tubaspielender Kommissar Franz Kappl im Saarländer „Tatort“. Mit 27 Jahren war er damals der jüngste „Tatort“-Ermittler aller Zeiten. Aktuell ist er im vierteiligen Krimi „Mörderisches Tal – Pregau“ in der ARD zu sehen. Darin spielt er den Provinzpolizisten Hannes, der in eine Spirale aus Lügen und Gewalt gerät.

Die Karriere des Schauspielers lief von Anfang an gut. Vielleicht liegt das auch an seinem Lebensmotto: „Warum fällt man hin? Damit man wieder aufsteht“, sagte er gegenüber dem Mediendienst Teleschau. Dass es funktioniert, hat er bewiesen: 2012 war nach fünf Jahren seine Zeit als „Tatort“-Kommissar überraschend zu Ende. Noch im selben Jahr spielte er in Steven Spielbergs Kriegsepos „Gefährten“ einen deutschen Offizier. In Deutschland ist er bekannt für Rollen in „Wer früher stirbt, ist länger tot“, „Rubbeldiekatz“ und „Resturlaub“.

ANZEIGE

"Mörderisches Tal – Pregau" mit Maximilian Brückner

Brückner hat sieben Geschwister, er ist der Älteste. Geboren wurde der Sohn eines Rechtsanwalts 1979 in München, aufgewachsen ist er im oberbayerischen Riedering bei Rosenheim. Nicht weit davon entfernt lebt der Schauspieler heute mit seinen Eltern und drei seiner Geschwister in dem kleinen Dorf Antwort in einem selbstrenovierten Bauernhaus. Fit hält er sich mit Stallarbeit, verrät er in einem Video auf seiner Internetseite. Sein Trainer sei die Ziege Liesl.

Brückner ist seit 2013 verheiratet und könne sich vorstellen, eine große Familie zu haben, verriet er unserer Zeitung. Er gilt als bodenständig und heimatverbunden. Noch heute spielt er ersatzweise Tuba in der Musikkapelle seines Heimatdorfes und saß 2008 für die CSU im Riederinger Gemeinderat. Er sei zwar „eigentlich grün eingestellt, aber Grüne gibt’s bei uns ned“, sagt er in einem Interview. Nach dem kurzen Ausflug in die Politik, macht sich der Schauspieler nun gegen Fremdenhass stark.

Maximilian Brückner regelmäßig auf der Bühne

Eigentlich wollte Brückner nach seinem Abitur Arzt werden. Doch seine Mutter überredete den damals 21-Jährigen dazu, sich bei der Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München zu bewerben. Obwohl er in breitem Bayerisch vorsprach, wurde er angenommen und lernte dort für drei Jahre sein Handwerk – und Hochdeutsch. Bereits während seiner Ausbildung war er festes Ensemblemitglied des Münchener Volkstheaters und steht dort bis heute regelmäßig auf der Bühne. Für Februar plane er ein neues Stück mit dem Intendanten Christian Stückl, kündigte Brückner an. Neben seinem Theaterengagement hatte er in diesem Jahr viel zu tun. 2017 wird er im ZDF als Martin Luther in „Himmel und Hölle“ zu sehen sein. Bis Anfang 2017 dreht er den Dreiteiler „Tannbach II“.

i


Alle Infos zum Messenger-Dienst