Dienstag, 21. Februar 2017

14. Februar 2017 16:36 Uhr

Denkmal

Die "Einheitswippe" kommt nun doch - Union und SPD einigen sich

Lange war die "Einheitswippe" in Planung, dann wurde sie gestoppt. Jetzt soll das das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin überraschend doch gebaut werden.

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So soll die Einheitswippe aussehen.
Foto: Handout Milla&Partner/Sasha Waltz, dpa

Sie war schon totgesagt, jetzt wird sie wohl doch gebaut: Die "Einheitswippe" in Berlin. Eine 50 Meter lange, begehbare Schale - golden glänzend  - soll im Zentrum Berlins nahe des neu aufgebauten Stadtschlosses entstehen. Sie soll an die friedliche Revolution von 1989 und die Wiedervereinigung 1990 erinnern. Es geht um das Projekt »Bürger in Bewegung» des Stuttgarter Architekten Johannes Milla und der Choreographin Sasha Waltz.

Das Denkmal, das aus Glas und Metall hergestellt und wie eine Wippe beweglich sein soll, stand bislang unter keinem guten Stern: Nach der Grundsatzentscheidung für ein Einheitsdenkmal aus dem Jahr 2007 waren zwei Wettbewerbe erforderlich, bis schließlich die Einigung auf die »Einheitswippe» zustande kam.

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Einheitswippe: Fledermäuse und historische Mosaike stoppten Vorhaben

Waltz stieg wegen Meinungsverschiedenheiten über die Umsetzung aus dem Projekt aus, dann kündigten sich Verzögerungen und Kostensteigerungen an: Zu den Problemen gehörten Fledermäuse ebenso wie historische Mosaike, beides fand sich an den Sockelresten des einstigen Kaiser-Wilhelm-Denkmals  - auf denen die "Einheitswippe" errichtet werden soll.

Wegen der befürchteten Kostenexplosion - statt der ursprünglich zehn Millionen Euro sollen es nun 15 Millionen Euro werden - stoppte der Haushaltsausschuss des Bundestages das Vorhaben vor fast einem Jahr. Wirklich beerdigt wurde es aber nie. Ein offizieller Beschluss über Ende oder Fortführung des Projekts wurde nicht getroffen, wie Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) monierte.

Lammert war es auch, der sich erst am Sonntag anlässlich der Wahl von Frank-Walter Steinmeier zum neuen Bundespräsidenten erneut für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal stark machte. Vielleicht war auch das ein Anstoß für die Wippe. afp

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