Donnerstag, 20. Juni 2013

06. Januar 2012 13:08 Uhr

Dreikönigstreffen FDP

Rösler will mehr Kohlekraftwerke in Deutschland

Die Energiewende ist nichts für die FDP: Parteichef Philipp Rösler sprach sich beim Dreikönigstreffen der Liberalen für neue Kohlekraftwerke aus.

FDP-Chef Philipp Rösler macht sich trotz der geplanten Energiewende hin zu mehr Sonnen- und Windstrom für den Neubau von klimaschädlichen Kohlekraftwerken stark.

«Wer aus der Kernenergie aussteigen will, der muss auch in fossile Kraftwerke einsteigen. Alles andere wäre unseriös», betonte Rösler beim traditionellen Dreikönigstreffen der FDP am Freitag in Stuttgart.

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«Ich erwarte von denjenigen, die in den letzten 20, 30 Jahren gegen Kernenergie demonstriert haben, dass sie jetzt fest an meiner Seite stehen, wenn wir neue Kohlekraftwerke, Gaskraftwerke und 4500 Kilometer neue Netze bauen», sagte der Bundeswirtschaftsminister. Die Jamaika-Koalition im Saarland ist gescheitert

Rösler streitet mit Röttgen über die Energiewende

Rösler bekräftigte, dass die Solarförderung gekappt werden muss. «Fünfzig Prozent des Fördervolumens aus der Umlage für erneuerbare Energien entfallen auf die Photovoltaik», sagte Rösler. Dabei trage diese nur drei Prozent zur Stromversorgung bei. «Eine solche Übersubventionierung hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun. Deshalb ist es richtig, dass wir dies beenden wollen.»

Rösler streitet seit Wochen mit Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) über die richtigen Akzente bei der Energiewende.

Die Opposition wirft Rösler vor, die Energiewende zu torpedieren - so blockiert er etwa Vorschläge der EU-Kommission für mehr Energieeinsparung. Rösler hingegen betont, es gehe um eine Energiewende mit Augenmaß - die Industrie dürfe nicht vertrieben werden. «Es geht jetzt um die Existenzgrundlage unseres Landes. Und nicht um Ideologien.» dpa

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