In Somalia sind sechs Zivilisten bei Granaten-Angriffen getötet worden. Ein Flüchtlingslager in der Innenstadt von Mogadischu stand unter Beschuss.


In der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind beim Beschuss eines Flüchtlingslagers mindestens sechs Zivilisten getötet worden. Eine vierköpfige Familie und zwei weitere Menschen seien bei dem nächtlichen Granaten-Angriff auf das Lager nahe des Präsidentenpalasts getötet worden, sagte ein Augenzeuge am Montag.
Ein Armeevertreter sagte, der Angriff habe die Bewohner im Schlaf überrascht. Es seien Ermittlungen eingeleitet worden. Zunächst war unklar, wer hinter dem Beschuss des Lagers stehen könnte, in dem nach UN-Angaben rund 185.000 Flüchtlinge leben.
Die islamistischen Shebab-Rebellen haben sich im August aus der Hauptstadt zurückgezogen, doch verüben sie immer wieder Anschläge gegen Regierungsvertreter und Sicherheitskräfte. Die Gruppe kontrolliert noch immer weite Teile des Zentrums und Südens des Landes. Im vergangenen Monat vertrieben somalische und äthiopische Truppen die Milizionäre aber aus der strategisch wichtigen Stadt Baidoa. afp/AZ
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren