Freitag, 27. Mai 2016

11. Februar 2016 07:58 Uhr

Ferguson

US-Justizministerin verklagt die Stadt Ferguson

Die amerikanische Stadt Ferguson wurde bekannt, als der Afroamerikaner Michael Brown dort von einem Polizisten erschossen wurde. Nun verklagt die Regierung die Stadt.

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Nach den Krawallen in Ferguson fordert die Regierung Reformen der Stadt - und zieht vor Gericht.
Foto: Sid Hastings (dpa)

Im Streit um eine Reform der Polizeiarbeit hat die US-Regierung die Stadt Ferguson im US-Bundesstaat Missouri verklagt. Das Justizministerium habe am Mittwoch eine entsprechende Klage eingereicht, sagte Justizministerin Loretta Lynch nach Ministeriumsangaben in Washington. Die Bevölkerung Fergusons habe fast ein Jahr lang auf die Umsetzung der mit der Regierung abgesprochenen Reformen gewartet, sagte Lynch: "Sie sollten nicht länger warten müssen".

Der Polizei Fergusons wird unter anderem vorgeworfen, unverhältnismäßig oft Afroamerikaner ohne juristische Rechtfertigung festzunehmen, zu durchsuchen und übermäßig Gewalt anzuwenden. 

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Die Polizei von Ferguson hatte unter anderem Fortbildungen zugesagt

Die Polizei der Stadt in der Nähe der Metropole St. Louis hatte nach schweren Krawallen im Sommer 2014 unter anderem zugesagt, ihr System der internen Rechenschaftspflicht von Beamten für deren Handlungen zu verbessern und Fortbildungen für den Abbau von Vorurteilen anzubieten.

Die US-Justizbehörde hatte 2014 ein Ermittlungsverfahren gegen Ferguson eingeleitet, nachdem der 18-jährige Afroamerikaner Michael Brown von einem weißen Polizisten erschossen worden war. Der Reformplan wurde mit dem Justizministerium über Monate verhandelt. Die Polizei stand damals öffentlich in der Kritik wegen der teils paramilitärisch anmutenden Reaktion auf nächtliche Krawalle nach dem Tod Browns. dpa

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Polizei | Washington



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