Montag, 26. Juni 2017

19. Juni 2017 07:00 Uhr

Flucht

Zahl der Flüchtlinge weltweit steigt auf Rekordwert

Jede Minute wurden Ende des vergangenen Jahres 20 Menschen neu in die Flucht getrieben. Insgesamt ergibt sich daraus eine neue Rekordzahl.

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Die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen weltweit hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht.
Foto: Filip Singer/Archiv (dpa)

Die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen weltweit hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht. 65,5 Millionen Menschen waren Ende 2016 durch Krieg, Gewalt und Verfolgung vertrieben, entweder im eigenen Land oder über die Grenzen hinweg, berichtete das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) am Montag in Genf. Jede Minute wurden 20 Menschen neu in die Flucht getrieben. Die Zahl lag knapp über der von 2015, als 65,3 Millionen Menschen auf der Flucht waren.

Die meisten Flüchtlinge, die ihr Land verließen, kamen aus Syrien: 5,5 Millionen. Es folgten Afghanistan mit 2,5 Millionen und Südsudan mit 1,4 Millionen Geflüchteten. Weltweit waren die Hälfte Kinder. 84 Prozent fanden in Entwicklungsländern Zuflucht. Die Türkei beherbergte die größte Flüchtlingsbevölkerung: 2,9 Millionen Menschen. Libanon nahm gemessen an der eigenen Bevölkerungsgröße die meisten Menschen auf: jeder sechste Bewohner, gut 16 Prozent der Einwohner, waren Flüchtlinge. dpa

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Schlagworte

Afghanistan | Genf | Syrien | Türkei | Libanon


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