Mittwoch, 13. Dezember 2017

19. Juni 2017 10:59 Uhr

Fußball

Aufregung um Scholls Knast-Spruch zu Cristiano Ronaldo

ARD-Experte Mehmet Scholl hat mit einem flapsigen Spruch zum portugiesischen Superstar, gegen den die spanische Steuerfahndung ermittelt, für Wirbel gesorgt.

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Mehmet Scholl nahm Cristian Ronaldo wegen seiner Steuerprobleme auf die Schippe.
Foto: dpa

Es sind keine leichten Zeiten für Cristiano Ronaldo. Weil der 32-Jährige 14,7 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben soll, ermittelt die spanische Steuerfahndung gegen den 32-Jährigen. Im schlimmsten Fall droht ihm sogar eine Haftstrafe. ARD-Experte Mehmet Scholl nahm Ronaldo deswegen nun am Rande des Confed-Cups auf die Schippe. Er macht sich offenbar Sorgen der etwas anderen Art um CR7.

In der ARD sagte der ehemaligen Bayern-Kicker über Ronaldo: "Vielleicht kommt Ronaldo ja wirklich in den Knast. Dann mache ich mir Sorgen, dass er als Miss September endet." Was genau er damit meinte, ließ Scholl offen.

Die ARD-Sportschau veröffentlichte den Spruch auf ihrer Twiitter-Seite. Die Reaktionen im Netz waren gemischt - einige User kritisierten Scholl wegen des Spruchs und warfen ihm vor, über das Ziel hinaus geschossen zu sein.

Von Seiten der ARD gab es dazu bislang noch kein Statement. Neben viel Kritik erhielt Scholl aber auch Unterstützung - mit dem Verweis, nicht alles gleich bierenst nehmen zu müssen. Auch eine mögliche Sichtweise

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Spruch von Mehmet Scholl große Aufmerksamkeit bekommt. Während der EM 2012 hatte Scholl über die Laufbereitschaft von Mario Gomez im Sturmzentrum der deutschen Nationalmannschaft gesagt: "Ich hatte zwischendurch Angst, dass er sich wund liegt und mal gewendet werden muss." Gomez hatte zu diesem Zeitpunkt drei Tore in zwei Spielen erzielt. Später entschuldigte sich Scholl beim Stürmer für die Aussage.

Ob das bei Cristiano Ronaldo auch nötig sein wird, ist unklar. Ohnehin hat der Kicker, der am Sonntag mit seiner Nationalmannschaft 2:2 gegen Mexiko spielte, derzeit ohnehin andere Sorgen. Die Diskussionen um die Steuerermittlungen begleiten ihn auch beim Confed Cup in Russland. Nach dem Spiel war er nicht zur Pressekonferenz erschienen, obwohl er laut Fifa-Regularien als "Man of the Match" dazu erscheinen hätte müssen.

Zudem hält sich hartnäckig das Gerücht, dass er Real Madrid und Spanien aus Protest um die Steuerermittlungen verlassen möchte. eisl

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