Mittwoch, 20. September 2017

19. September 2017 18:41 Uhr

News-Blog

FC Bayern: Manuel Neuer verletzt - Hinrunde ist für ihn beendet

Torhüter Manuel Neuer hat sich erneut am Mittelfuß verletzt und ist bereits operiert worden. Club-Chef Rummenigge bestätigte: Der 31-Jährige fällt die restliche Hinrunde aus.

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Bayern-Torhüter Manuel Neuer hat sich erneut am Fuß verletzt und fällt für die komplette Hinrunde aus.
Foto: Julian Stratenschulte, dpa
  • Manuel Neuer hat sich erneut am linken Fuß verletzt.

  • Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann hatte in einem Interview gesagt, er träume vom FC Bayern München. Nun relativierte er diese Aussagen.

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FC Bayern München: News im Blog

18. September: Manuel Neuer fällt mit Fußverletzung restliche Hinrunde aus

Bittere Nachricht für den FC Bayern München. Für Nationaltorwart Manuel Neuer vom FC Bayern ist die Hinrunde vorzeitig beendet. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Dienstag mitteilte, zog sich der 31-Jährige im Abschlusstraining am Montag vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 einen erneuten Haarriss im linken Mittelfuß zu.

Neuer wurde bereits Dienstagfrüh in Tübingen operiert, dem Kapitän wurde dabei eine Platte in den Fuß eingesetzt. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erklärte: "Dass Manuel Neuer sich erneut eine Verletzung zugezogen hat, tut uns wahnsinnig leid für ihn."

Der Torhüter werde im neuen neuen Jahr zurückkommen. "Manuel wird uns im Januar in alter Stärke wieder zur Verfügung stehen."

18. September: Grippe legt Robben flach

Der FC Bayern München muss im Topspiel beim FC Schalke 04 am Dienstag ohne Arjen Robben antreten. Der Holländer ist an einer Grippe erkrankt, wie Carlo Ancelotti am Montag berichtete. Der Trainer wird die Startelf des deutschen Fußball-Meisters am Dienstag (20.30 Uhr) trotz der guten Mannschaftsleistung beim 4:0 gegen Mainz allerdings nicht nur auf Robbens Position verändern.

Wer für Robben neu ins Team kommt, verriet Ancelotti nicht. Ein Lob vom Trainer gab es für Nationalspieler Thomas Müller. "Er hat sehr gut gespielt gegen Mainz. Er hat sich fantastisch ohne Ball bewegt. Darum haben wir sehr gut angegriffen", erklärte der Bayern-Coach. Franck Ribéry könnte neu in die Offensivformation rücken. Auch der von Real Madrid ausgeliehene James Rodríguez ist eine Option.

Der lange verletzte Nationalspieler Jérôme Boateng soll nach seinem Startelf-Comeback gegen Mainz in Gelsenkirchen eine Pause erhalten. "Einige Rotationen sind wichtig, um die Spieler zu motivieren und in guter Verfassung zu halten", sagte Ancelotti. 

Schalkes Tedesco will mutig gegen Bayern spielen

Trainer Domenico Tedesco will dem deutschen Meister Bayern München im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga am Dienstag mit Schalke 04 (20.30 Uhr/Sky) die Stirn bieten. "Wir müssen mutig spielen und werden uns zerreißen", kündigte der 32-Jährige an. Ihm ist jedoch auch klar: "Du brauchst einen Sahnetag."

Dass die Schalker mit einem Sieg im Duell des Tabellenvierten gegen den -Dritten zumindest für 24 Stunden die Tabellenführung übernehmen könnten, spielt für Tedesco keine Rolle. "Leider muss ich die langweilige Antwort liefern", antwortete er schmunzelnd: "Wir schauen nicht auf die Tabelle, weil die nur ablenken würde. Wenn wir mit dem Ziel ins Spiel gehen, Tabellenführer zu werden, vergessen wir viele kleine Steps, die wir für den Sieg brauchen." Personell stehen Tedesco außer Alessandro Schöpf alle Spieler zu Verfügung. "Glückauf, sonst gibt es keine Wehwehchen", sagte er.

17. September: Lewandowski nennt Medienbericht zu Real Madrid "Quatsch"

Robert Lewandowski hat einem Medienbericht über einen von ihm geplanten vorzeitigen Abschied vom FC Bayern München als Unfug bezeichnet. Der polnische Stürmer sei "besessen" von der Idee, in naher Zukunft zum spanischen Fußballmeister Real Madrid zu wechseln, hatte die Zeitung "AS" am Freitagabend berichtet. "Ich muss nicht zu jedem Quatsch etwas sagen", sagte Lewandowski am Samstag nach dem 4:0 des deutschen Meisters in der Fußball-Bundesliga gegen den FSV Mainz 05.

Der 29 Jahre alte Pole soll seinen Beratern bereits mitgeteilt haben, dass er vom Sommer 2018 an unbedingt in das Starensemble um Cristiano Ronaldo, Sergio Ramos und Toni Kroos aufgenommen werden möchte, schrieb AS. Dabei wisse er schon, dass Real Madrid nur selten Spieler verpflichtet, die älter als 30 Jahre sind. Der Vertrag des Angreifers beim FC Bayern läuft bis zum 30. Juni 2021.

 

Lewandowski hatte sich erst vor wenigen Tagen Ärger mit Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge eingehandelt: In einem vom Verein nicht autorisierten Interview des Spiegel hatte er die Transferpolitik der Münchner kritisiert. Rummenigge drohte ihm daraufhin mit Konsequenzen bei weiterer öffentlicher Kritik.

16. September: 4:0 zum Wiesn-Start: Schwungvolle Bayern schenken Mainz kräftig ein

Mit schwungvollem Angriffsfußball hat der FC Bayern seine Fans zum Auftakt des Münchner Oktoberfestes in Feierlaune versetzt. Im 89. Bundesligaspiel zur Wiesn-Zeit gelang dem deutschen Rekordmeister am Samstag beim 4:0 (2:0) gegen den FSV Mainz der 59. Sieg. Erstmals in dieser Saison entfaltete das Team von Trainer Carlo Ancelotti seine Klasse. Das Starensemble präsentierte sich vor 75 000 Zuschauern in der Allianz Arena als funktionierende Einheit.

Einer der Aktivposten war Arjen Robben, der nach dem faden Sieg in der Champions League gegen Anderlecht mehr Spielfreude angemahnt hatte. Der Holländer fälschte beim 1:0 einen Schuss von Torschütze Thomas Müller noch ab (11.) und erzielte mit einem feinen Lupfer das 2:0 (23.) selbst. Torjäger Robert Lewandowski konnte nach der Pause in seinem 100. Bundesligaspiel für Bayern seine Treffer Nummer 81 und 82 bejubeln (52./77.) - eine Wahnsinns-Quote des Weltklassestürmers. 

Die auf fünf Positionen veränderte Münchner Elf war von Anfang an sichtlich bemüht, eine spielerisch bessere Darbietung abliefern. Der Ball lief schnell durch die eigenen Reihen, auch der Zug zum Tor war da. Besonders Joshua Kimmich und Robben harmonierten exzellent. Das 1:0 fiel folgerichtig über rechts: Kimmich setzte Müller ein, dessen Schuss Robben mit dem Knie so abfälschte, dass René Adler im Mainzer Tor machtlos war. 

Vielleicht hätten sich die Mainzer danach nochmal gefangen, wenn Robin Quaison das 1:1 geglückt wäre. Doch seinen Flachschuss konnte Manuel Neuer überragend parieren (15.). Danach verloren die Gäste die Ordnung, die zwei defensiven Ketten wurden löchrig. Robben und Arturo Vidal scheiterten kurz nacheinander am glänzend reagierenden Adler (18.). Und Kingsley Coman brachte das Kunststück fertig, den Ball nach feiner Vorlage von Robben freistehend aus fünf Metern an die Unterkante der Latte zu knallen (21.). 

Besser machte es der erfahrene Robben. Kimmichs Zuspiel vollendete der 33 Jahre alte Holländer mit einem gefühlvollen Schuss über Adler hinweg. Bemerkenswert war Robbens Jubel danach. Er lief einen weiten Weg bis zur Bayern-Bank, wo er demonstrativ mit Franck Ribéry feierte. Ribéry saß nach seinem Trikotwurf gegen Anderlecht diesmal zunächst auf der Ersatzbank.

Die Dominanz der Bayern setzte sich nach der Pause fort. Einen Angriffszug über Kimmich und Müller schloss Lewandowski erfolgreich ab. Und die Münchner blieben am Drücker, auch wenn Neuer bei einem Distanzschuss von Fabian Frei noch einmal sein Können unter Beweis stellen musste (67.). Der herausragende Vorbereiter Kimmich servierte Lewandowski den Ball mit einer Flanke perfekt zum 4:0 auf den Kopf. Die Chance zur Ergebniskosmetik vergab auf Mainzer Seite Yoshinori Muto, der das Tor aus guter Schussposition verfehlte (86.).

Zeitung: Lewandowski will unbedingt zu Real Madrid wechseln

Robert Lewandowski plant Medienberichten zufolge seinen Abschied vom FC Bayern München. Der polnische Stürmer sei "besessen" von der Idee, in naher Zukunft zum spanischen Fußballmeister Real Madrid zu wechseln, berichtete die Zeitung "AS" am Freitagabend. Der 29-Jährige soll seinen Beratern bereits mitgeteilt haben, dass er vom Sommer 2018 an unbedingt in das Starensemble um Cristiano Ronaldo, Sergio Ramos und Toni Kroos aufgenommen werden möchte - obwohl er wisse, dass der Traditionsclub nur selten Spieler verpflichtet, die älter als 30 Jahre sind. 

Lewandowski hatte sich erst vor wenigen Tagen Ärger mit Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge eingehandelt: In einem vom Verein nicht autorisierten Interview des "Spiegel" hatte er die Transferpolitik der Münchner kritisiert. Rummenigge drohte ihm daraufhin mit Konsequenzen bei weiterer öffentlicher Kritik. 

Real Madrids Superstars scheinen hingegen angetan von der Idee, den Kapitän der polnischen Nationalmannschaft in ihren Reihen begrüßen zu dürfen. Laut "AS" sollen Ronaldo und Ramos ihm bereits in der vergangenen Saison nach einem Champions-League-Spiel gesagt haben, er sei bei "Los Blancos" sehr willkommen.

FC Bayern will zum Oktoberfeststart gegen Mainz 05 gewinnen

Zum Start des Oktoberfestes will der FC Bayern München am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen Mainz 05 an seine gute Wiesn-Bilanz anknüpfen. Von bislang 88 Bundesliga-Heimspielen während des Oktoberfestes konnte der deutsche Fußball-Rekordmeister 58 gewinnen. Neben 22 Unentschieden gab es nur acht Niederlagen. "Das Wichtigste ist, das Spiel zu gewinnen", sagte Trainer Carlo Ancelotti: "Danach haben wir Zeit, um das Oktoberfest zu feiern."

14. September: Ancelotti erinnert Bayern-Profis an Regeln - "Alles gut" mit Ribéry

Trainer Carlo Ancelotti hat an die Fußball-Profis des FC Bayern München appelliert, sich an die intern geltenden Regeln zu halten. "Ich hoffe, dass meine Spieler die Regeln respektieren", sagte der Italiener am Freitag. Für eine Bestrafung bei Verstößen sei aber nicht er, sondern der Verein in Person von Sportdirektor Hasan Salihamidzic zuständig. Mit Franck Ribéry habe er über dessen wütende Reaktion nach der Auswechslung im Champions-League-Spiel gegen den RSC Anderlecht gesprochen: "Alles gut, es gibt keine Probleme." 

Für das Bundesliga-Heimspiel gegen den FSV Mainz am Samstag (15.30 Uhr) kündigte Ancelotti einige Umstellungen im Vergleich zum 3:0 gegen Anderlecht an. Weltmeister Jérôme Boateng könnte nach seinem Kurzeinsatz in der Königsklasse sogar in der Startelf stehen. Dazu sollen einige Akteure auflaufen, die gegen Anderlecht nicht gespielt hätten. Das trifft etwa auf Mats Hummels, Arturo Vidal und Sebastian Rudy zu. Auch Thomas Müller könnte diesmal wieder beginnen.

Ancelotti wehrt sich gegen die heftige Kritik am aktuellen Zustand des FC Bayern. "Wir sind weder ganz oben noch ganz unten. Wir haben die Möglichkeit, es schnell besser zu machen", sagte er vor dem Start in die englische Woche. Mit dem Heimspiel gegen Mainz beginnt in München auch die Wiesn-Zeit. "Das Wichtigste ist, das Spiel zu gewinnen. Danach haben wir Zeit, das Oktoberfest zu feiern", sagte Ancelotti.

Coman wegen häuslicher Gewalt zu Geldstrafe verurteilt

Bayern Münchens Flügelflitzer Kingsley Coman ist wegen häuslicher Gewalt gegen seine langjährige Freundin Sephora Goignan zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Nach Angaben des Sport-Informations-Dienstes (SID) muss Coman 5000 Euro bezahlen. Das hat ein Gericht in Paris entschieden.

Coman war bei der Urteilsverkündung selbst anwesend und fehlte deshalb im Training der Bayern. Er akzeptierte das Urteil und bereue die Taten.

Der 21-Jährige war Ende Juni festgenommen worden. Schon damals hatte er die Gewaltausbrüche zugegeben. Seine Lebensgefährtin war damals laut SID verletzt und für acht Tage krankgeschrieben. Anlass für den Konflikt soll eine Meinungsverschiedenheit zu Comans Instagram-Account gewesen sein.

14. September: Julian Nagelsmann erklärt Interview-Aussagen

Julian Nagelsmann hat sich vor der Europa-League-Premiere von 1899 Hoffenheim für seine Interview-Aussagen zu einer möglichen Zukunft beim FC Bayern München entschuldigt. "Das hat eine größere Rolle gespielt, als von mir gewollt. Tut mir leid, dass diese Aussagen von mir so große Wellen geschlagen haben", sagte der Chefcoach des Bundesligisten gleich zu Beginn einer Pressekonferenz vor dem ersten Gruppenspiel gegen Sporting Braga am Donnerstag (19.00 Uhr/Sky). 

"Das war keine Bewerbung von mir und hatte null aktuellen Bezug", erklärte Nagelsmann weiter. Er habe Bayern-Trainer Carlo Ancelotti eine SMS geschrieben, "falls er nur die Überschriften liest. Das ist aus der Welt und abgehakt." Und: Er habe höchsten Respekt vor dem Italiener: "Er hat mehr Titel gewonnen, als ich Unterhosen oder Poloshirts im Schrank habe." 

In dem Eurosport-Interview hatte Nagelsmann unter anderem gesagt: "Der FC Bayern spielt in meinen Träumen schon eine etwas größere Rolle." Über einen Wechsel des 30-Jährigen zum deutschen Meister war in den vergangenen Monaten schon öfter spekuliert worden. Nagelsmann, der bei Hoffenheim einen Vertrag bis 2021 hat, hatte auch bestätigt, dass er in München ein Haus baut. 

"Ich versuche einfach, ehrlich zu sein und meine Gedanken zu äußern", sagte er. Es ginge ihm unter anderem auch um eine seriöse Lebensplanung als Familienvater. "Viele von denen, die mir eine Initiativbewerbung unterstellen, sind die gleichen, die bemängeln, dass man im Fußball immer nur nahezu identische Aussagen oder nur Floskeln hört", erklärte er. 

13. September: Ribéry verteidigt Trikotwurf gegen Anderlecht

Franck Ribéry hat seine wütende Reaktion nach der Auswechslung im Champions-League-Spiel gegen den RSC Anderlecht mit seinem leidenschaftlichen Einsatz für den FC Bayern zu begründen versucht. "Der Wurf meines nassen Trikots von letzter Nacht hat nichts mit Respektlosigkeit zu tun oder irgendetwas anderem, das mir vorgeworfen wird von Leuten, die glauben oder vortäuschen, mich zu kennen", teilte der 34 Jahre alte französische Fußball-Profi am Mittwoch schriftlich über die sozialen Netzwerke mit.

Ribéry hatte sich am Dienstagabend beim 3:0 des FC Bayern in der Münchner Allianz Arena wütend das Trikot vom Leib gerissen und es auf die Ersatzbank geschleudert. "Ich war immer einer der ehrlichen und loyalen Spieler in diesem Geschäft, ich respektiere die Fans und ich respektiere den Club, den ich liebe", schrieb Ribéry. Seit mehr als zehn Jahren gebe er "mit all meiner Impulsivität, meinem Siegeswillen" alles in diesem Trikot, "mit dem wir so viel erreicht haben". Eine Entschuldigung beinhaltet das Statement nicht.

12. September: FC Bayern startet mit Sieg in die Königsklasse: 3:0 gegen Anderlecht

Der FC Bayern München ist mit einem Sieg in die Saison der Fußball-Champions-League gestartet. Das Team von Trainer Carlo Ancelotti schlug den belgischen Meister RSC Anderlecht am Dienstagabend mit 3:0 (1:0). Robert Lewandowski, der zuletzt mit kritischen Äußerungen zur Transferpolitik der Bayern für Unruhe gesorgt hatte, brachte sein Team in der zwölften Minute in München per Foulelfmeter in Führung. Anderlechts Sven Kums hatte für sein vorausgegangenes Foul an Lewandowski zudem die Rote Karte gesehen, sodass die Gäste schon früh in Unterzahl spielen mussten. In der 65. Minute erzielte Thiago den zweiten Münchner Treffer, ehe Joshua Kimmich in der Schlussminute für den Endstand sorgte.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie hier: Für den FC Bayern ist es ein schmuckloser Pflichtsieg

Ancelotti wehrt sich gegen Kritik

Bayern Münchens Trainer Carlo Ancelotti hat sich gegen die Kritik an seiner Person und seinen Entscheidungen gewehrt. "Die Kritik ist zu viel. Ich bin es gewohnt, kritisiert zu werden, aber um ehrlich zu sein, ist es zu viel. Ich bin nicht von gestern", sagte der Coach des deutschen Fußball-Rekordmeisters in einem Interview mit "Sky" am Dienstag. Nach dem 0:2 bei der TSG 1899 Hoffenheim hatte sich Ancelotti Vorwürfe wegen seiner Aufstellung anhören müssen. Auch Weltmeister Thomas Müller hatte zuletzt Unmut gezeigt, dass seine Qualitäten offenbar nicht zu 100 Prozent verlangt seien. 

Ancelotti warb für seine Entscheidungen und verteidigte seine Personalpolitik. "Viele Leute sprechen über Strategie, Taktik und Position der Spieler. Es ist zu viel. Fußball ist einfacher", sagte der Italiener. Auch zur Causa Müller äußerte sich der 58-Jährige: "Müller findet auf dem Platz immer die richtige Position, also hinter Lewandowski, aber nicht strikt hinter ihm, ein bisschen auf den Außen. Ich habe ihn noch nie als rechten Flügelspieler eingesetzt, weil ich nicht dumm bin. Ich weiß, dass er kein Flügelspieler ist."

Unterstützung bekam Ancelotti, der mit dem AC Mailand und Real Madrid insgesamt dreimal die Champions League gewonnen hat, von Kapitän Manuel Neuer: "Der Trainer hat die meiste Erfahrung von uns allen und wird die Spieler richtig einsetzen."

FC Bayern spielt in Nagelsmanns Träumen "größere Rolle"

Julian Nagelsmann hat seinen Wunsch bekräftigt, irgendwann Trainer beim deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München werden zu wollen. "Der FC Bayern spielt in meinen Träumen schon eine etwas größere Rolle. Ich habe viele Jahre in München gelebt, komme aus Landsberg am Lech. Meine Frau und mein Kind ziehen demnächst nach München", sagte der 30 Jahre alte Nagelsmann im Interview mit Eurosport. Das sei seine Heimat, fügte er an. Der jüngste Coach der Bundesliga gewann am vergangenen Samstag mit 1899 Hoffenheim mit 2:0 gegen den FC Bayern.

Völlig abhängig vom FC Bayern werde er seine Karriere und sein Glück aber nicht bewerten, betonte Nagelsmann. "Ich bin sehr, sehr glücklich in meinem Leben. Der FC Bayern würde mich noch ein Stück glücklicher machen. Aber es ist nicht so, dass mein Lebensglück total vom FC Bayern abhängt", sagte der Trainer, der Hoffenheim in der vergangenen Spielzeit auf Platz vier und damit ins internationale Geschäft führte.

Der aktuelle Bayern-Trainer Carlo Ancelotti hat noch einen Vertrag bis 2019 und gewann in seinem ersten Jahr an der Säbener Straße den Meistertitel. Der ehemalige Sportvorstand Matthias Sammer sieht das Szenario mit Nagelsmann in München bereits vor Augen. "Kommt Zeit, kommt Rat. Aber wenn alles normal läuft, gehen wir davon aus, dass es irgendwann mal passiert", erklärte Sammer.

11. September: Neuer fordert Konzentration auf Fußball - Boateng im Bayern-Kader

Manuel Neuer hat als Kapitän alle beim FC Bayern München zur absoluten Konzentration auf die sportlichen Aufgaben aufgefordert. "Für mich als Kapitän ist wichtig, dass wir erfolgreichen Fußball spielen. Darauf sollten wir uns konzentrieren und damit ist uns am meisten geholfen. Alle haben das Ziel, egal in welcher Position, dass es so schnell wie möglich wieder besser läuft", sagte der Nationaltorhüter vor dem Start in die Champions League am Dienstag gegen den RSC Anderlecht. "Es ist wichtig, gut zu starten. Wir wollen die Gruppe von Anfang an anführen", sagte Neuer.

Trainer Carlo Ancelotti sieht unterdessen keinen Gesprächsbedarf mit Torjäger Robert Lewandowski, der sich kritisch über die Transferpolitik des FC Bayern geäußert hatte. "Ich muss nicht mit Lewandowski über sein Interview reden. Ich muss mit ihm über die Strategie für das Spiel gegen Anderlecht reden", sagte Ancelotti am Montag. Indirekt äußerte sich der Italiener aber doch. Er glaube, dass die Neuzugänge den Rekordmeister besser machen würden. Gegen Anderlecht soll erstmals in dieser Saison auch Nationalspieler Jérôme Boateng wieder dem Kader angehören, wie Ancelotti ankündigte.

Rummenigge verärgert über Lewandowski: "Bedauere seine Aussagen"

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat die brisanten Interview-Aussagen von Münchens Topstürmer Robert Lewandowski verärgert zurückgewiesen. "Ich bedauere seine Aussagen. Schon in der Rückrunde hatte er nach dem Freiburg-Spiel unzutreffende Vorwürfe gegen die Mitspieler erhoben, dass er nicht genügend unterstützt worden wäre", sagte der Vorstandschef des Fußball-Rekordmeisters der Bild-Zeitung. Der Pole Lewandowski hatte zuvor im Spiegel  in einem nicht vom Verein autorisierten Interview die Transferpolitik und die Auslandsreisen der Bayern in der Saison-Vorbereitung kritisiert. 

Rummenigge hält Lewandowskis Berater Maik Barthel für den Initiator des Interviews. "Das Interview ist bewusst am FC Bayern vorbei organisiert worden. Er schadet damit Robert", sagte Rummenigge. Über eine mögliche Strafe für den Torjäger äußerte sich der 61-Jährige nicht. Sportdirektor Hasan Salihamidzic habe aber bereits ein Gespräch mit Lewandowski geführt. "Wer öffentlich den Trainer, den Verein oder die Mitspieler kritisiert, kriegt ab sofort Stress mit mir persönlich", fügte Rummenigge hinzu.

Doch darüber scheint Uneinigkeit zu herrschen in der Bayern-Führungsriege. Präsident Uli Hoeneß äußerte nämlich Verständnis für den Polen und sieht die Sache gelassener. "Ich finde es immer gut, wenn sich ein Spieler Gedanken macht und Sorgen macht um seinen Verein", sagte der Präsident am Montag. "Das spricht für ihn." Grundsätzlich habe er das Interview nicht als so problematisch empfunden. "Mir gefällt das sowieso nicht, dass man bei uns jedes Wort auf die Goldwaage legt, auch intern. Deswegen müssen wir da wieder lockerer werden." Der 65-Jährige machte bei einem PR-Termin für die Bayern-Basketballer am Flughafen München aber deutlich, dass beim Bundesliga-Primus auch weiterhin die Vereinsbosse das Sagen haben.

10. September: Hitzfeld stützt Bayern-Coach Ancelotti beim Thema Müller

Der ehemalige Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld hat den aktuellen Münchner Coach Carlo Ancelotti in der Debatte um die Einsätze von Fußball-Nationalspieler Thomas Müller in Schutz genommen. "Sie haben den stärksten Kader, sie haben einen tollen Trainer und Bayern wird am Schluss auch wieder deutscher Meister", sagte Hitzfeld am Sonntag in Freiburg. "Müller ist halt ein deutscher Spieler. Wenn Thiago auf der Bank sitzt, dann interessiert das in Deutschland niemand. Aber wenn Müller auf der Bank sitzt, ist das fast ein politisches Thema."

Er sei selbst Trainer "und ein Trainer muss harte Entscheidungen treffen. Ein Trainer hat die Auswahl aus 23, 24 Spielern. Das ist ein schwieriger Job und man kann es nicht jedem Recht machen", betonte Hitzfeld. "Der Spieler hat es zu akzeptieren, wenn er auf der Bank sitzt. Der Trainer muss alles dem Erfolg unterordnen. Wenn Thomas Müller Topleistungen bringt, wird er über kurz oder lang auch wieder in der ersten Elf stehen." 

9. September: FC Bayern verliert gegen Hoffenheim

Ein eiskalter Mark Uth und eine heiß gelaufene TSG Hoffenheim haben erneut den FC Bayern München zu Fall gebracht. Drei Tage vor dem Champions-League-Auftakt gegen RSC Anderlecht kassierte der deutsche Meister am Samstag beim 0:2 (0:1) in Sinsheim seine erste Saisonniederlage in der Fußball-Bundesliga. Stürmer Uth traf im Stile von Bayern-Torjäger Robert Lewandowski doppelt (27./51. Minute). So blieb das Team von Trainer Julian Nagelsmann auch im 19. Heimspiel hintereinander ungeschlagen.

"Das war ein hervorragender Abend für uns. Die wenigen Chancen, die wir hatten, haben wir genutzt. Ein bisschen Glück, dass wir keinen kriegen, war auch dabei", sagte Uth beim TV-Sender Sky. Mäzen Dietmar Hopp meinte: "Nachdem ich unsere Verletzenliste gelesen habe, habe ich gesagt: Vielleicht schaffen wir es wie Freiburg gegen Dortmund ein 0:0 zu ermauern. Aber das ist super. Sensationell!"

 

Der erste Treffer war umstritten. Die Münchner um Mats Hummels protestierten heftig, aber vergebens, weil in der Szene zwei Bälle auf dem Rasen waren. Schiedsrichter Daniel Siebert gab den Treffer jedoch, auch der Videoassistent griff nicht ein. "Es ging natürlich sehr schnell, aber ich konnte nicht genau sehen, wo der zweite Ball war. Wir haben uns aber hinten auch nicht optimal verhalten, das war auch mit unsere Schuld", sagte Bayern-Torhüter Manuel Neuer, der sich über die Niederlage ärgerte. "Wir hatten Hoffenheim am Anfang im Griff und hätten einfach in Führung gehen müssen."

Für die Bayern entwickelt sich Hoffenheim allmählich zum Angstgegner: Vergangene Saison setzte es ein 0:1 in der Rhein-Neckar-Arena, zuhause gab es nur ein 1:1. So hat die erste wichtige Saisonphase mit sieben Spielen in drei Wochen denkbar schlecht für das Starensemble begonnen. Hingegen empfahlen sich die Kraichgauer für ihre  Europa-League-Premiere am Donnerstag (19.00 Uhr) gegen die Portugiesen von Sporting Braga.

Lesen Sie hier auch den gesamten Spielbericht.

FC Bayern spielt heute gegen Hoffenheim

Mit einem Gastspiel bei 1899 Hoffenheim startet der FC Bayern am Samstag (18.30 Uhr) in die anstehenden Englischen Wochen der Fußball-Bundesliga und Champions League. Im Kraichgau muss der Rekordmeister auf den verletzten Linksverteidiger David Alaba verzichten, den Rafinha ersetzen soll. Auch Weltmeister Jérôme Boateng sei nach seinem Aufbautraining noch nicht fit für die Partie, verkündete Carlo Ancelotti.

Der Trainer bekräftigte vor dem Spiel, dass Offensivstar Thomas Müller keine Sonderrolle im Team habe. Ob der Publikumsliebling gegen Hoffenheim spielen werde, blieb offen.

Das Spiel wird auf Sky übertragen. Alle Infos zur Übertragung der Bundesliga bekommen Sie hier.

8. September: Ancelotti: Keine Sonderrolle für Müller - Noch kein Boateng-Comeback

Carlo Ancelotti wird auch Fußball-Weltmeister Thomas Müller beim FC Bayern München keine Sonderrolle einräumen. "Ich kann niemandem einen Platz in der Startformation garantieren. Keiner ist gesetzt. Das gilt auch für Thomas Müller", sagte der Trainer des deutschen Rekordmeisters vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel am Samstag gegen 1899 Hoffenheim.

Er kenne die Geschichte von Müller beim FC Bayern und dessen Bedeutung für den Verein. "Aber wir haben viele sehr gute Spieler", sagte Ancelotti. Ob Müller gegen Hoffenheim wieder in der Startelf stehen werde, ließ der Italiener am Freitag in München offen.

Das Comeback von Nationalspieler Jérôme Boateng verzögert sich weiter. Nach seinem Aufbautraining kehrt der Innenverteidiger zum Start in die englischen Wochen mit sieben Partien bis Anfang Oktober noch nicht in den Kader zurück. "Wir denken, dass er noch eine Woche Training braucht", sagte Ancelotti. Für den verletzten David Alaba soll gegen die Hoffenheimer Rafinha linker Verteidiger spielen.

7. September: Arturo Vidal kündigt Rücktritt aus Nationalmannschaft Chiles an

Arturo Vidal hat seinen Rücktritt aus der chilenischen Fußball-Nationalmannschaft angekündigt. Er werde sich auf die nächsten beiden Spiele und die WM vorbereiten und die Nationalmannschaft anschließend verlassen, sagte er einen Tag nach der Niederlage Chiles im WM-Qualifikationsspiel gegen Bolivien (0:1).  Bereits nach der Niederlage gegen Paraguay (0:3) hatte der Chilene einen Tweet abgesetzt, den viele Fans als Rücktrittsdrohung interpretierten. Diese Aussage hatte er jedoch später relativiert.  

Nach der Bolivien-Niederlage wandte sich der 30-jährige Chilene über seinen Instagram-Kanal an seine Fans: "Entschuldigt bitte diese zwei Niederlagen. Wir haben alles gegeben, es aber nicht geschafft. Wir werden weiterkämpfen." Er kündigte an, dass er nach den verbleibenden zwei Spielen der WM-Qualifikation, beziehungsweise spätestens nach WM - falls es Chile noch schaffen sollte - zurücktreten werde.

In der WM-Qualifikation Südamerika liegt Chile aktuell auf Platz sechs und wäre damit nicht für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland qualifiziert. In der Gruppe mit zehn Nationen qualifizieren sich die ersten vier Teams für die WM. Der Gruppenfünfte kann in den Playoffs gegen Neuseeland ein WM-Ticket lösen.

Bayern-Star Ribéry über Zukunft: "Ausland im Hinterkopf"

Bayern Münchens Offensivstar Franck Ribéry kann sich zum Karriereende noch einmal einen Wechsel zu einem anderen Verein außerhalb der Bundesliga vorstellen. Der 34 Jahre alte Franzose wolle seine Laufbahn zwar beim deutschen Fußball-Rekordmeister beenden. Die Entscheidung treffe aber nicht nur er, sondern auch die Vereinsbosse, sagte er der Bild. "Ich möchte gerne hierbleiben bis zum Karriereende, aber habe das Ausland auch im Hinterkopf." Ribéry kam 2007 nach München und ist Leistungsträger und Publikumsliebling. Über eine Verlängerung seines bis 2018 laufenden Vertrags sei bislang nicht gesprochen worden. "Es ist ja noch genug Zeit", sagte er.

Der Ex-Nationalspieler ist auf dem linken Flügel Stammspieler. Dass die Münchner nach dem Weggang von Douglas Costa keinen weiteren Ersatz für die Außenbahn verpflichtet haben und weiter auf die schon älteren Ribéry und Arjen Robben (33) setzen, sieht der Franzose als Zeichen der Bestätigung. "Wenn der Trainer das Gefühl hat, wir sind noch wichtig, wozu brauchst du dann andere Spieler?", meinte er.

6. September: David Alaba fällt mit Sprunggelenks-Verletzung aus

David Alaba hat sich im WM-Qualifikationsspiel der österreichischen Nationalmannschaft gegen Georgien (1:1) am Dienstagabend eine Verletzung am Kapselband-Apparat des linken Sprunggelenks zugezogen und fällt damit vorerst aus. Wie der FC Bayern mitteilte, hatte dies eine Untersuchung am Mittwoch in München ergeben. Der Abwehrspieler hatte sich in einem Zweikampf verletzt und musste nach 38 Minuten ausgewechselt werden.

Entwarnung gibt es derweil bei Sebastian Rudy. Der Neuzugang des deutschen Rekordmeisters wurde beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Norwegen (6:0) angeschlagen ausgewechselt, konnte aber nach seiner Rückkehr nach München am Mittwoch bereits wieder individuell im Leistungszentrum trainieren und wird voraussichtlich am Donnerstag ins Mannschaftstraining zurückkehren. Sein Einsatz beim Bundesliga-Spiel am kommenden Samstag bei 1899 Hoffenheim sei nicht in Gefahr, teilten die Bayern mit.

Kapitän Neuer: FC Bayern ähnelt Spanien von 2008 bis 2012

Trotz der Abgänge von Philipp Lahm und Xabi Alonso sieht Torhüter Manuel Neuer seinen FC Bayern für die Champions League gerüstet und vergleicht den Rekordmeister sogar mit einem der besten Fußballteams der vergangenen Jahrzehnte. "Es ist bei uns ähnlich wie bei der spanischen Nationalelf, die 2008, 2010 und 2012 Titel holen konnte: Wir haben eine überragende Generation, die auch Abgänge kompensieren kann", sagte Neuer der "Sport Bild" (Mittwoch).

Der Nationalspieler und Bayern-Kapitän glaubt nicht, dass der Titel in der europäischen Königsklasse ohne Lahm und Alonso schwerer zu gewinnen sei. Die Routiniers hatten im Sommer ihre aktiven   Karrieren beendet. "Wir haben erfahrene Spieler verloren, aber wenn man sich unsere Mannschaft ansieht, haben wir viele, die älter als 26, 27 Jahre alt sind. Wir sind für alle Herausforderungen gewappnet."

4. September: Hasan Salihamidzic degradiert FC Bayerns Chef-Physiotherapeut

Hasan Salihamidzic ist erst seit etwas über einem Monat Sportdirektor beim FC Bayern München, trotzdem greift er schon ordentlich durch. Wie die Bild zunächst berichtete, degradierte der 40-Jährige den bisherigen Chef-Physiotherapeuten Christian Huhn und erklärte Helmut Erhard zum neuen Chef der Abteilung.

Auf der Homepage des Fußball-Bundesligisten wird Erhard mittlerweile ebenfalls als neuer Physio-Chef angegeben. Laut Bild werde Erhard von den FCB-Chefs und den Profis mehr geschätzt als Christian Huhn, der weiterhin als Physio in Stab des Rekordmeisters bleiben wird. Er ist der persönliche Betreuer von Nationalspieler und FCB-Verteidiger Jérôme Boateng.

Es ist nicht die erste Neuerung an der Säbener Straße, die "Brazzo" Salihamdzic seit seiner Amteinführung Ende Juli durchgesetzt hat. So sorgte er beispielsweise für ein Rauchverbot im Kabinenbereich. Beim FCB rauchen unter anderem der Fitnesstrainer Giovanni Mauri oder auch Trainer Carlo Ancelotti. Der Italiener ist Salihamidzic allerdings nicht böse: "Das ist gut für die Gesundheit. Meine Frau ist froh, dass ich nicht mehr rauchen soll", sagte er auf einer Pressekonferenz.

Hasan Salihamidzic wurde am 31. Juli als neuer Sportdirektor präsentiert, nachdem die Stelle seit dem Weggang von Matthias Sammer im Juli 2016 unbesetzt war. Viele potenzielle Kandidaten, darunter Philipp Lahm oder Oliver Kahn, lehnten den Posten ab. Die Nominierung des Bosniers kam daher in der Riege der großen Namen unerwartet. Für Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist aber klar: "Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm den Mann gefunden haben, den wir lange gesucht haben."

31. August: Sanches-Leihe und Comans Frust: Bayerns Talente als Sorgenkinder

Auf der größten Bühne des europäischen Fußballs standen sich Renato Sanches und Kingsley Coman im Juli 2016 gegenüber. Der Portugiese und der Franzose trafen 2016 im EM-Finale aufeinander. Danach sahen sich die beiden Hochbegabten beim FC Bayern München wieder. Sanches kam von Benfica Lissabon, Coman war schon seit 2015 in München. Etwas mehr als zwölf Monate später teilen der 20-jährige Sanches und der ein Jahr ältere Coman das gleiche Schicksal: Beide konnten sich trotz ihres außergewöhnlichen Talents bislang nicht durchsetzen.

Zweifel an Sanches' Qualitäten wollte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nicht aufkommen lassen: "Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass er das Potenzial hat, in der Zukunft ein wichtiger Spieler für den FC Bayern zu werden." Der Portugiese konnte die Erwartungen in München bislang nicht erfüllen und dem enormen Konkurrenzdruck standhalten. In der vergangenen Saison kam der junge Mittelfeldspieler auf 25 Pflichtspiele für den deutschen Meister, spielte aber nur zwei Partien durch. In England soll er nun Spielpraxis sammeln, statt weiter auf der Bank zu sitzen.

Weiter das Trikot des FC Bayern tragen wird dagegen Kingsley Coman. Der dribbelstarke Franzose hat in Franck Ribéry, Arjen Robben und Thomas Müller aber weiter starke Konkurrenz, an der er mit seiner Unbeständigkeit nicht dauerhaft vorbeizukommen scheint. Auch sein Kontakt mit den Trainern in München scheint nicht der beste zu sein, wie er selbst offenbarte. "Kein besonderes Verhältnis" habe er zum 2016 abgewanderten Pep Guardiola gehabt, sagte er dem TV-Sender Sky, es habe wenig Austausch gegeben.

Und hat sich mit Nachfolger Ancelotti etwas geändert? "Nicht wirklich", antwortete der 21-Jährige: "Das Verhältnis ist das gleiche." Wie bei Sanches scheinen die Bayern aber auch bei Coman noch an dessen Fähigkeiten zu glauben. Im Sommer verpflichteten sie den Offensivspieler nach zwei Jahren Leihe fest von Juventus Turin.

FC Bayern verleiht Renato Sanches für ein Jahr an Swansea City

Der FC Bayern München leiht Fußball-Europameister Renato Sanches für ein Jahr an Swansea City aus. Dies bestätigte der deutsche Rekordmeister am Donnerstag wenige Stunden vor dem Ende der Sommer-Transferperiode in einer Mitteilung. Der 20 Jahre alte Portugiese konnte die hohen Erwartungen in seiner ersten Spielzeit in München nicht erfüllen und soll nun in der Premier League Spielpraxis sammeln. Zu den Ablösemodalitäten des Talents, der vor einem Jahr für schätzungsweise 35 Millionen Euro zum FC Bayern gekommen ist, machte der Verein keine Angaben. Laut "Kicker" soll Sanches für 8,5 Millionen Euro verliehen werden. Eine Kaufoption gibt es nicht, so Rummenigge: "Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass er das Potenzial hat, in der Zukunft ein wichtiger Spieler für den FC Bayern zu werden. Aus diesem Grund ist fest vereinbart, dass der Spieler ohne Klausel am 1. Juli 2018 zurückkehrt." Der Mittelfeldspieler kam in der vergangenen Saison auf 25 Pflichtspiele für den deutschen Meister, spielte aber nur zwei Partien durch.

Rummenigge: Transfermarkt muss wieder rationaler werden

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge macht sich als Vorsitzender der europäischen Clubvereinigung ECA für eine stärkere Regulierung des Transfermarkts stark. "Es ist wichtig, dass die ECA jetzt versucht, mit der FIFA und UEFA, wie auch mit der Spielervertretung FIFPro Kriterien zu erarbeiten, die das Ganze wieder etwas rationaler machen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Münchner dem Kicker. Zuletzt hatten immer höhere Ablösesummen und die Schwächen des Financial-Fairplay-Modells für Debatten um das Transfersystem im Fußball gesorgt.

Rummenigge, der sein Amt als ECA-Chef bald abgibt, erhofft sich auf dem Weg zu verschärften Bestimmungen wie einer Gehalts-Obergrenze auch Hilfe von den Wettbewerbshütern der Europäischen Union. "Heute gibt es Zeichen aus Brüssel, das Thema neu zu bewerten. Deshalb plädiere ich für eine gemeinsame Initiative, dann wird die Politik hier positiv dazu stehen", sagte Rummenigge. Zwar spreche nichts gegen Wettbewerb, ergänzte der 61-Jährige. "Wenn der Wettbewerb jedoch zu irrational und insgesamt nachteilig für die Menschen und das Produkt Fußball wird, muss man versuchen, ihn in gewissem Maße zu kontrollieren", sagte Rummenigge. Der Fußball müsse seine Wurzeln erhalten. "Dazu müssen alle, auch die Clubs einen Beitrag leisten", fügte er hinzu.

30. August: FC Bayern gewinnt "Retterspiel" bei Kickers Offenbach mit 4:1

Bayern München hat das "Retterspiel" beim finanziell angeschlagenen Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach mit 4:1 (2:0) gewonnen. Vor 20.500 Zuschauern brachte Kwasi Wriedt (12. Minute) nach Vorlage von Franck Ribéry die Gäste am Mittwoch in Führung. Fünf Minuten später lenkte Kickers-Spieler Benjamin Kirchhoff den Ball unglücklich zum 0:2 ins eigene Tor. 

Nach dem Wiederanpfiff erhöhte Wriedt (59.) nach erneutem Zuspiel von Ribéry auf 3:0. Den Anschlusstreffer erzielte Serkan Göcer (63.), der ins linke Eck an Nationaltorwart Manuel Neuer vorbei einschießen konnte. Sekunden vor dem Abpfiff zirkelte Ribery (90.) einen Freistoß aus 18 Metern zum 4:1 ins Tor.  

Die Offenbacher erwarten aus dem Benefizspiel einen Erlös von 550.000 bis 600.000 Euro. Der frühere Bundesligist entkam vor mehr als einem Jahr knapp einem Insolvenzverfahren. Der DFB-Pokalsieger von 1970 hatte im Mai 2016 rund 900.000 Euro an Verbindlichkeiten eingeräumt, von denen etwa 600.000 Euro abgetragen werden konnten. Mit den Einnahmen aus dem Bayern-Spiel hofft der Regionalligist sich zu sanieren.

Hoeneß: "Kein Spieler der Welt ist 100 Millionen Euro wert"

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat die horrenden Ablösesummen in diesem Sommer erneut hinterfragt. "Ich bin der Meinung: Kein Spieler der Welt ist 100 Millionen Euro wert", sagte das 65 Jahre alte Vereinsoberhaupt des deutschen Rekordmeisters der Sport Bild. In diesem Sommer hatten in Barcelonas Neymar (für 222 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain) und Dortmunds Ousmane Dembélé (für 105 Millionen Euro zum FC Barcelona) gleich zwei Spieler die einstmals magische Marke geknackt. "Ich möchte keinen  Spieler für 100 Millionen Euro kaufen, auch wenn ich sie hätte. Dafür ist mir das Geld zu schade", sagte Hoeneß.

Den Transferrekord kommentierte der Bayern-Boss neckisch: "Meines Wissens ist der Fußballer Neymar durch seine neue Ablösesumme nicht besser geworden." Die Münchner hatten sich 2013 selbst mit einer Verpflichtung des Brasilianers beschäftigt, kauften dann aber den späteren WM-Siegtorschützen Mario Götze, der inzwischen wieder zu Borussia Dortmund zurückgekehrt ist. Die internationalen Ziele will Hoeneß trotz der Sommerrekorde auf dem Transfermarkt nicht anpassen. "Unser Ehrgeiz ist, dass wir ohne Wahnsinns-Transfers Champions-League-Sieger werden. Das wäre mein Traum", sagte der Präsident. 

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