Mittwoch, 13. Dezember 2017

Augsburger Panther

02. August 2017 07:06 Uhr

Augsburger Panther

White kommt als Weltmeister zu den Augsburger Panthern

Stürmer Matt White holte mit den USA den Titel bei der Inlinehockey-WM. Der erste Europa-Trip war ein Flop.

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Matt White stand schon längere Zeit auf der Wunschliste von Panther-Trainer Mike Stewart.
Foto: Siegfried Kerpf

Einen taufrischen Weltmeister begrüßen die Augsburger Panther in ihren Reihen. Matt White holte mit Team USA in der letzten Juni-Woche den Titel bei der Inline-WM in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. In sechs WM-Partien traf White sieben Mal ins Schwarze und belegte Platz zwei der Torjägerliste hinter Jack Combs mit neun Treffern. Auf dem Eis gibt es bald ein Wiedersehen: „Jack und ich sind gute Freunde, und ich freue mich darauf ihn zu treffen, wenn wir gegen Iserlohn spielen.“ Torjäger Combs, der überragende 30 Treffer in der Deutschen Eishockey-Liga für Bremerhaven erzielt hatte, war im Sommer vom Aufsteiger an der Nordsee nach Iserlohn gewechselt.

Matt White in der DEL

Matt White dagegen wird sein Debüt in der DEL geben. Am Dienstagvormittag traf der Stürmer in Augsburg ein. Er ist der bislang einzige Neuzugang auf einer Ausländerposition in dieser Saison. Neun von insgesamt elf Importlizenzen haben die Augsburger vergeben. Sein zweiter Abstecher nach Europa soll länger dauern als das erste Engagement in Ljubljana im Jahr 2014. „Es gab finanzielle Schwierigkeiten im Klub und ich bin nach zwei Monaten wieder nach Nordamerika zurückgekehrt.“ Elf Partien absolvierte der US-Amerikaner in der Erste Bank Eishockey-Liga (EBEL).

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In der slowenischen Hauptstadt hatte er lediglich ein Fahrrad als Fortbewegungsmittel erhalten. Doch der Eishockey-Profi beschwert sich nicht: „Das war okay. Ich habe nahe am Eisstadion gewohnt und in der Mannschaft habe ich mich wohl gefühlt.“ Sein zweiter Europa-Ausflug soll erfolgreicher verlaufen als der erste. In der DEL will White wieder seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis stellen. Seine jüngste Saison in der American Hockey-League (AHL) bei den Milwaukee Admirals war seine beste mit 41 Scorerpunkten in 71 Hauptrundenspielen. Sein Plan: auf den größeren europäischen Eisflächen seine Trümpfe auszuspielen. „Ich denke, dass Schnelligkeit und Kreativität an der Scheibe zu meinen Stärken zählen“, beschreibt sich der 27-Jährige selbst.

Trainer Mike Stewart hatte den Neuzugang öfter beobachtet und seit längerer Zeit auf seiner Wunschliste. „Matt ist ein guter Skater und sehr sicher an der Scheibe. Er ist ein guter Passgeber, der aber auch selber den Abschluss sucht“, sagt der AEV-Coach über den 177 cm großen und 84 kg schweren Linksschützen. Da es auch auf den Charakter ankommt, wie alle Trainer unablässig betonen, informierte sich Stewart bei dem Coach der Milwaukee Admirals. Beide kennen sich aus ihrer aktiven Zeit. Neben der bei Eishockey-Profis beliebten Freizeitbeschäftigung Inlinehockey trainierte der Amerikaner zuletzt in Omaha, wo er auf dem College gewesen war. Für die Eiszeit musste White nicht bezahlen, für die Trainer dagegen schon. „Wenn man einmal das College absolviert hat, muss man in seinen Sport investieren. Anders geht das heute nicht mehr“, sagt der Amerikaner.

Marco Sternheimer ist vom Lehrgang der U20-Nationalmannschaft in der Slowakei zurückgekehrt. Das Team von Trainer Christian Künast unterlag 1:3 gegen Tschechien, 5:6 nach Penaltyschießen gegen die Schweiz und 5:7 gegen die Slowakei.

Das erste Eistraining der Augsburger Panther findet am Freitag ab 17 Uhr im Curt-Frenzel-Stadion statt.

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