Freitag, 23. Februar 2018

ERC Ingolstadt

31. Januar 2018 23:33 Uhr

ERC Ingolstadt

Sieg im Schlüsselspiel

Der ERC Ingolstadt schlägt die Iserlohn Roosters mit 3:2 und verkürzt den Rückstand auf Rang sechs auf einen Zähler. Warum die Panther bis zum Schluss zittern müssen. Von Benjamin Sigmund

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Das 1:0 für die Panther: Tim Stapleton (links) überwindet in dieser Szene Iserlohns Torhüter Sebastian Dahm zur Führung. Es war das erste Tor des US-Amerikaners für den ERC Ingolstadt. Letztlich landete sein Team einen wichtigen 3:2-Sieg.
Foto: Xaver Habermeier

 Welche Bedeutung dieser Sieg für den ERC Ingolstadt hatte, wurde allein durch die Worte deutlich, die nach dem 3:2-Erfolg gegen die Iserlohn Roosters gewählt wurden. Kapitän John Laliberte etwa, dem in der 54. Minute der entscheidende Treffer gelungen war, sprach von seinem „wahrscheinlich wichtigsten“ Tor dieser Saison.

Für Trainer Doug Shedden ist ohnehin seit seinem Amtsantritt jedes Spiel „größer als groß“, wie er erneut herausstellte. Durch die drei Punkte verkürzte der ERC jedenfalls den Rückstand auf Rang sechs auf einen Punkt. Selbst Rang vier ist nur drei Zähler entfernt.

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Um dieses Ziel zu erreichen, forderte Laliberte, der beim 3:2 einem Schuss von Sean Sullivan die entscheidende Richtungsänderung gab, eine Steigerung. „Wir müssen spätestens in den Play-offs unsere Chancenverwertung verbessern“, mahnte er an. In der Tat hatte der ERC erneut viele Gelegenheiten liegenlassen, sich das Leben dadurch selbst schwer gemacht.

Die Panther starteten druckvoll mit gutem Forechecking in die Partie. Dennoch musste ERC-Goalie Timo Pielmeier wachsam sein, da ihn in der Anfangsphase Blaine Down (8.) und Luigi Caporusso (9.) prüften. Danach gewann Ingolstadt zunehmend die Spielkontrolle und hätte bis zur ersten Pause deutlicher führen müssen als nur mit 1:0. Tim Stapleton war bei seinem ersten Tor für die Panther zunächst mit der Rückhand am Schoner von Roosters-Goalie Sebastian Dahm gescheitert, um den Nachschuss am Tormann vorbei ins Netz zu befördern (15.). Zuvor hatte Mike Collins die Führung verpasst (13.). In den letzten Minuten vor dem ersten Wechsel brannten die Panther ein wahres Chancenfeuerwerk ab, verpassten es lediglich nachzulegen. Nach einem schnellen Spielzug über mehrere Stationen bot sich Brett Olson die größte Möglichkeit. Sein Schuss landete jedoch am Pfosten (19.). Für Thomas Greilinger bedeutete Dahm Endstation (20.).

Nachdem auch Laurin Braun aus bester Position vergeben hatte (24.), liesen die Gastgeber etwas nach und wurden prompt mit dem Ausgleich bestraft (32.). Travis Turnbull, der einst mit dem ERC deutscher Meister wurde, dürfte sich über den Platz gewundert haben, den ihm die ERC-Verteidiger vor seinem Treffer zum 1:1 gewährten. Die Panther fanden die passende Antwort und gingen postwendend wieder in Führung. Freilich profitierten sie von einem folgenschweren Fehler von Iserlohns Verteidiger Johann Larsson, der an der eigenen blauen Linie den Puck an Darin Olver verlor. Der lies sich nicht zweimal bitten, stürmte allein aufs Tor zu und überwand Dahm zum 2:1 (33.). Doch erneut verpassten es die Panther, den Vorsprung auszubauen. Laliberte, Collins (34.) und Stapleton (35) vergaben. Statt einer höheren Führung stand es plötzlich 2:2. Luigi Caporusso fälschte einen Schuss von Christopher Fischer mit der Schlägerkelle geschickt ins Tor ab (40.).

Ein Zwischenstand, der dem ERC nicht geschmeckt haben dürfte. Deshalb startete er offensiv in den Schlussabschnitt. Mike Collins war erst mit zwei Schlagschüssen nicht erfolgreich (42.), dann rauschte ein Versuch Olsens knapp am Torpfosten vorbei (46.). Auch Greg Mauldin vergab nach einem Zuspiel Joachim Ramosers aus guter Position (52.). Erst Laliberte belohnte zwei Minuten später den ERC, der in den Schlussminuten einige brenzlige Situationen überstehen musste, den wichtigen Erfolg aber über die Zeit rettete.

ERC Ingolstadt Pielmeier – Pelech, Sullivan; Schopper, Koistinen; Friesen, Wagner – Laliberte, Olson, Collins; Stapleton, Olver, Mouillierat; Greilinger, Taticek, Elsner; Mauldin, Berglund, Braun; Ramoser – Zuschauer 3919 – Tore 1:0 Stapleton (15.), 1:1 Turnbull (32.), 2:1 Olver (33.), 2:2 Caporusso (40.), 3:2 Laliberte (54.)

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