Montag, 23. Oktober 2017

27. September 2017 14:09 Uhr

Champions League

Aufstellung: So könnte Bayern heute gegen Paris spielen

Zum ersten Mal in dieser Saison wird es richtig ernst für den FC Bayern. Trainer Carlo Ancelotti dürfte daher auf seine Top-Elf zurückgreifen. Aber: Wie schaut die eigentlich aus?

i

Thiago wird gegen Paris wahrscheinlich zur Startelf zählen.
Foto: Tobias Hase, dpa

Das gibt es dann wohl auch nur in München. Nach sechs Bundesligaspieltagen liegt der Verein auf Platz drei, in der Champions League wurde das erste Spiel gewonnen und im Pokal souverän die zweite Runde erreicht - und trotzdem ist die Stimmung rund um den Rekordmeister mies.

Zu behaäbig ist das Spiel des deutschen Meisters, als dass die immer noch vom Guardiola-Fußball verwöhnten Fans so recht zufrieden sein können mit den Leistungen. Und ausgerechnet jetzt kommt es zum Duell mit dem neureichen Scheichklub Paris St. Germain (live im ZDF). Der hat mal eben 222 Millionen Euro ausgegeben, sich die Dienste von Supertalent Kylian Mbappe für nicht viel weniger Geld gesichert und plant nichts anderes als den Triumph in der Königsklasse.

ANZEIGE

Das feudale Auftreten der Pariser sorgt sogar dafür, dass prominente Fans von Borussia Dortmund den Münchnern diesmal keine multiplen Brüche wünschen. Den Münchnern indes konnte nichts Besseres passieren, als ausgerechnet jetzt auf die Franzosen zu treffen. Mit einem schnöden Sieg gegen einen Mittelklassegegner ließe sich die Stimmung kaum wenden. Ein Erfolg aber gegen Paris würde zumindest kurzzeitig die Kritiker zum Schweigen bringen und den Ruf Ancelottis als Experte für die Champions League bestätigen.

Ancelotti hat gegen Paris die Wahl

Zum Glück für den italienischen Coach kann er in dieser Partie bis auf Manuel Neuer auf alle namhaften Akteure zurückgreifen. Er wird keine Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten nehmen und die aktuell beste Elf aufstellen. Doch wer aus dem Star-Ensemble darf sich da überhaupt dazuzählen? Es wird zu etlichen Härtefällen kommen.

Die Entscheidung im Tor ist noch einfach. Trotz seines Patzers gegen Wolfsburg wird dort wieder Sven Ulreich stehen. Rechts hinten hat Joshua Kimmich seinen Stammplatz sicher. Dann aber wird es schon kompliziert. Wer bildet die Innenverteidigung? Hier ist das Motto: zwei aus vier. Neben Mats Hummels, Jerome Boateng, und Javi Martinez steht auch noch Niklas Süle parat. Gegen Wolfsburg verteidigten zuletzt Hummels und Boateng. Geht man davon aus, dass Ancelotti einige seiner Spieler bewusst für die Paris-Partie schonte, scheint zumindest der Einsatz von Martinez gesetzt. Dass Süle spielt, ist wiederum unwahrscheinlich. Er hat noch nicht die Qualität der anderen Verteidiger. Die Tendenz dürfte hin zu Hummels gehen, der sicherer wirkt als Boateng. Zudem ist der nach seiner langen Verletzungspause noch nicht vollständig fit. Links hinten vertrat zuletzt Rafinha den verletzen David Alaba. Der Österreicher kehrte unlängst aber wieder ins Mannschaftstraining zurück und könnte gegen Paris sein Comeback feiern.

Ribery, Müller, James: Wer muss auf die Bank?

Im Mittelfeld und Angriff stehen Ancelotti am meisten Möglichkeiten zur Verfügung. Zuletzt pausierten Thiago, Corentin Tolisso, James und Kingsley Coman. Zumindest die ersten drei dürften von Beginn an zum Zug kommen. Gesetzt sind zudem Robert Lewandowski und Arjen Robben. Aber was ist dann mit Thomas Müller, Arturo Vidal oder Sebastian Rudy. Der ehemalige Hoffenheimer bestritt die vergangenen beiden Bundesligapartien von Beginn, dürfte nun also auf der Bank Platz nehmen.

Bleiben Vidal, Tolisso, Thiago, James, Lewandowski, Robben, Müller, Ribéry und Coman. Neun Spieler, sechs Plätze. Robben, Lewandowski und Thiago rein - sind wir schon bei drei aus sechs. Zu Thiago braucht es eine defensive Absicherung im Mittelfeld: Vidal rein. Tolisso wird nach der Pause gegen Wolfsburg auch spielen. Bleibt ein Platz für James, Coman und Ribéry. Es braucht wenig Fantasie, um sich vorzustellen, dass Ancelotti dort mit seinem Wunscheinkauf James plant.

So würde dann die Aufstellung des FC Bayern gegen Paris St. Germain ausschauen:

Ulreich - Kimmich, Martinez, Hummels, Alaba - Vidal, Tolisso, Thiago - Robben, Lewandowski, James  (AZ)

i

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema
Das ist der FC Bayern

Der FC Bayern ist der erfolgreichste Fußballverein Deutschlands. Am 27. Februar 1900 wurde der Verein gegründet. Er geht aus der Fußballabteilung des MTV München hervor. Der FC Bayern gewann in seiner Geschichte bislang 26 Mal die deutsche Meisterschaft und 18 Mal den DFB-Pokal. Außerdem waren die Münchner in allen internationalen Wettbewerben erfolgreich. So gewann man fünf Mal die Champions League (ehemals: Pokal der Landesmeister), ein Mal den Pokal der Pokalsieger (1967) und den Uefa-Pokal (1996). In den Jahren 1976 und 2001 gewannen die Münchner den Weltpokal, 2013 die Fifa-Klub-Weltmeisterschaft.

Für den FC Bayern München spielten unter anderem: Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Sepp Maier, Uli Hoeneß, Paul Breitner, Karl-Heinz Rummenigge, Klaus Augenthaler, Lothar Matthäus, Stefan Effenberg, Oliver Kahn, Mehmet Scholl und Michael Ballack.

Vorstandsvorsitzender des FC Bayern ist Karl-Heinz Rummenigge. Trainer der Mannschaft ist seit Juli 2016 Carlo Ancelotti.


Der Spielplan des FC Bayern 2016/17

Wer wird deutscher Meister 2017/18?
Wer wird deutscher Meister?

Die Rückennummern der Bayern-Stars

Die Torschützenkönige der Bundesliga