Freitag, 22. August 2014

21. Februar 2012 15:35 Uhr

Fußball

Aus für Trainer Schmitt beim FC Erzgebirge

Rico Schmitt von Erzgebirge Aue hat bereits als neunter Trainer in der laufenden Zweitliga-Saison vorzeitig seinen Stuhl räumen müssen. Obwohl sein Team in dieser Saison nie auf einem Abstiegsplatz stand, kam für den Fußballlehrer das Aus.

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Erzgebirge Aue hat sich von Trainer Rico Schmitt getrennt. Foto: Thomas Eisenhuth dpa

Der Verein beurlaubte den 43-Jährigen, nachdem die Sachsen am Vortag nicht über ein 1:1 gegen Eintracht Braunschweig hinausgekommen waren. Danach hatte sich Sportdirektor Steffen Heidrich noch bedeckt gehalten. «Mir geht die ganze Diskussion auf die Nerven. Das ist nicht förderlich für den Verein», sagte der 44-Jährige. 15 Stunden später kam er zu einem anderen Schluss. «Leider waren die zurückliegenden Tage und Wochen nicht mehr überzeugend. Ein Sieg aus elf Spielen spricht eine deutliche Sprache. Darum mussten wir im Sinne des Vereins eine Entscheidung treffen», erklärte Heidrich.

Karsten Baumann soll Favorit auf die Schmitt-Nachfolge sein. Bestätigt hat der Verein das noch nicht. Der 42-Jährige hatte bis März 2011 den VfL Osnabrück trainiert und war zuvor von 2008 bis 2009 bei Drittligist FC Rot-Weiß Erfurt tätig. «Wir werden sofort telefonieren und wollen schnell eine Lösung präsentieren. Wir wollen den Abstiegskampf positiv gestalten, und die Entscheidung soll noch vor dem wichtigen Auswärtsspiel bei Energie Cottbus fallen», sagte Heidrich vor dem Gastspiel gegen seinen Ex-Club weiter.

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Aue steht momentan mit 20 Zählern auf Tabellenplatz 14 mit nur noch drei Punkten Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Dennoch erstaunt die Trennung, denn Schmitt führte das Team nach seinem Amtsantritt im April 2008 zu großen Erfolgen. Zwei Jahre später schaffte er den Zweitliga-Aufstieg. Vergangene Saison schnupperte die Mannschaft sogar am Aufstieg in die Bundesliga und spielte mit Platz fünf die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte.

Immer wieder hatte Schmitt gewarnt, dass das zweite Jahr im Unterhaus schwieriger werden würde. Aufgrund begrenzter finanzieller Möglichkeiten konnte er im Sommer mit Ronny König nur eine zweitligaerfahrene Verstärkung holen, alle andere Neuzugänge stammen aus unteren Ligen und blieben bisher hinter den Erwartungen zurück. (dpa)

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