Donnerstag, 22. Februar 2018

20. Mai 2016 13:41 Uhr

DFB-Pokal

Stress mit dem Kleid: Das ist Pokal-Prinzessin Natalie Geisenberger

Natalie Geisenberger präsentiert beim Pokal-Finale zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund die Trophäe. Im Vorfeld hatte die Olympiasiegerin Stress mit ihrer Garderobe.

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Die 28-jährige Geisenberger wird am Samstag den Pokal ins ausverkaufte Berliner Olympiastadion. Seit 2010 lässt der DFB eine ebenso adrette wie bekannte junge Dame den Pokal präsentieren. Dabei müssen die Frauen immer ein gold-farbenes Kleid tragen. Und genau das hat bei Geisenberger für Stress gesorgt.

Goldene Kleider von der Stange gibt es nämlich nicht so oft, noch dazu wenn man mit 1,83 etwas größer als die Durchschnittsdeutsche ist. Das geeignetes Kleid war laut Geisenberger rund drei Zentimeter zu kurz. Also entschied sich die Doppel-Olympiasiegerin von Sotschi dafür, sich ein Kleid auf den Leib schneidern zu lassen. 

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Ihre Wahl fiel auf Schneiderin Christine Falken. "Sie ist Schneiderin bei uns am Schliersee und hat mir schon ein tolles Dirnd genäht. Weil sie niemand anderen wusste, hat sie kurzerhand ihren Urlaub abgesagt und näht mir mein Kleid. Ich habe mir Schnitte im Internet gesucht, die mir gefallen haben, die Stoffe haben wir zusammen ausgesucht, auch das war nicht einfach. Gold ist derzeit keine Modefarbe", sagte Geisenberger der tz.

Am einfachsten wäre es für Falken wohl gewesen, Geisenberger ein goldiges Dirndl zu schneidern. Doch da legte der sein Veto ein: Dirndl verboten. Schließlich soll die Pokal-Prinzessin ja so etwas wie Neutralität ausstrahlen - und das wäre bei einem Pokalfinale mit bayerischer Beteiligung im Dirndl eben nicht der Fall.

Rund 20 Mal war Geisenberger bei der Schneiderin. Das ist natürlich nicht ganz preiswert. Wie viele das Kleid kostet, wollte sie nicht verraten, hofft aber darauf, dass der DFB einen teil der Kosten übernimmt: "Da finden wir sicher eine Lösung."

Einen Favoriten hat Geisenberger im Pokalfinale nicht. Obwohl sie in München geboren wurde und im oberbayerischen Miesbach wohnt, schlägt ihr herz nicht für den FC Bayern. "Im Finale ist es mir ausnahmsweise relativ wurscht, wer gewinnt. Ich erhoffe mir einen aufregenden und spannenden Tag. Über 75.000 Zuschauer im Stadion", so die Rodlerin.

Angst, dass sie mit der rund 6,6 Kilo schweren Trophäe stürzen könnte und so zur Lachnummer werden könnte, hat sie übrigens nicht. Zum einen setzt sie auf flaches Schuhwerk, zum anderen vertraut sie auf ihren sicheren Gang: "Das wird schon klappen, ich kann gut geradeausgehen."  time

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