Freitag, 31. Oktober 2014

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Entschuldigung oder Gesundheit? Das ist im Herbst die Frage. Denn dann beginnt in vielen Büros wieder das kollektive Schniefen. Die Verwirrung in dieser Etikette-Frage ist groß.

Was als höflich gilt, hat sich in diesem Punkt im Lauf der Zeit verändert. «Früher wünschte man dem Niesenden Gesundheit», sagt Carolin Lüdemann, Etikette-Expertin und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat. Heute sei das jedoch mit den Benimm-Regeln nicht mehr konform. Korrekt sei inzwischen, dass der Niesende sich nach einem «Hatschi» entschuldigt - und die anderen nur freundlich nicken.

Der Grund: Der Wunsch «Gesundheit» stammt noch aus Zeiten, in denen in Deutschland die Pest grassierte, erklärt Lüdemann. Nieste damals jemand, sagte das Gegenüber «Gesundheit». Die wünschte er aber nicht dem Gegenüber - sondern vielmehr sich selbst. Nicht eben die feine englische Art. Aus diesem Grund habe sich die Etikette langsam gewandelt. Dazu kommt noch ein weiteres Argument: Es ist auch nicht besonders nett, einem anderen «Gesundheit» zu wünschen. Denn das weise auf eine Schwäche des Gegenübers hin. Es macht deutlich, dass der Andere nicht fit ist.

Allerdings sollte im Büro genau hingehört werden: Kommt nach einem Niesen vom verschnupften Kollegen keine Entschuldigung, sollte das Gegenüber trotzdem «Gesundheit» sagen. Denn möglicherweise kennt der Mitarbeiter die veränderte Etikette noch nicht. Dann könnte er es schnell als unhöflich empfinden, wenn der andere stumm bleibt, erläutert Lüdemann. (dpa)

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