Dienstag, 17. Oktober 2017

18. Juli 2017 10:44 Uhr

Kommentar

Migranten sind auf dem Arbeitsmarkt schwer vermittelbar

43 Prozent der Arbeitslosen haben einen Migrationshintergrund. Viele anerkannte Flüchtlinge finden kaum einen Job. Aber auch Kinder von Einwanderern haben es schwer.

i

Fast die Hälfte der Arbeitslosen hat einen Migrationshintergrund. (Symbolfoto)
Foto: Hans Edinger

Es kommen nicht nur Ingenieure und Ärzte. Jeder fünfte Flüchtling hat nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft gar keine Schule oder nur eine Grundschule besucht – und wenn ein junger Afghane zu Hause tatsächlich eine Ausbildung zum Automechaniker abgeschlossen hat, ist er deswegen noch längst nicht auf dem Stand eines Kollegen in Deutschland, der heute schon ein halber Informatiker sein muss, um die immer aufwendigere Fahrzeugelektrik und -elektronik zu beherrschen.

Fehlende Sprachkenntnis, fehlende Ausbildung

So gesehen ist es keine Überraschung, dass Menschen mit Migrationshintergrund deutlich häufiger arbeitslos sind (Lesen Sie dazu: Migranten finden kaum Jobs). Teils sind sie wegen ihrer mangelnden Sprachkenntnisse schwerer vermittelbar, teils wegen fehlender oder unzureichender Ausbildung, teils wegen einer fatalen Kombination aus beiden Faktoren. Bei den Flüchtlingen der vergangenen beiden Jahre war das schon abzusehen, auch wenn viele Betriebe sich redlich mühen, sie zu integrieren.

ANZEIGE

Dass auch viele Kinder türkischer oder russischer Eltern mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben, potenziert das Problem nun aber noch. Offenbar ist die dritte Generation der Zuwanderer auf dem Arbeitsmarkt deutlich schlechter vermittelbar als ihre Eltern und Großeltern. Sie sind die Langzeitarbeitslosen von morgen.

i

Schlagworte

Deutschland

Ein Artikel von
Rudi Wais

Augsburger Allgemeine
Ressort: Chef vom Dienst



Endstation ISDN – VoIP löst den Telekommunikationsstandard ab

Jobs in Augsburg


Aktuelle Börsenkurse

Finanzrechner


Wirtschaftsschaufenster