Montag, 26. Juni 2017

10. November 2011 12:49 Uhr

Raumfahrt

Programmierfehler: Marssonde "Phobos-Grunt" nicht mehr zu retten?

Eine Kontaktaufnahme zur russischen Marssonde "Phobos-Grunt" ist gescheitert. Nun fürchten die Wissenschaftler, dass die Sonde nicht mehr zu retten ist.

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Der Marsmond Phobos ist trotz etlicher Forschungsprojekte noch ein Rätsel.
Foto: dpa

Der erste Versuch der Kontaktaufnahme zur havarierten russischen Marssonde "Phobos-Grunt" ist in der Nacht zum Donnerstag gescheitert. Jetzt bestehen nach Ansicht von Experten nur noch "äußerst geringe" Chancen, die Sonde zu retten, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax-Kasachastan. Wegen eines Programmierfehlers konnten die Marschtriebwerke der am Mittwochmorgen vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) gestarteten Marssonde nicht gezündet werden.

Nur zwei Wochen Zeit

Die Raumfahrtagentur Roskosmos will nach Analyse der Telemetriedaten den 13,5 Tonnen schweren und 120 Millionen Euro teuren Apparat neu programmieren, um die Triebwerke im zweiten Anlauf zu starten. Für die Versuche hat die Agentur nach eigenen Angaben nur zwei Wochen Zeit.

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Dann sind die Energiequellen der Sonde erschöpft, die zum Marsmond Phobos fliegen und im August 2014 Bodenproben von ihm zur Erde bringen soll. (dapd)

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