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Raumsonde: "Science"-Magazin: "Rosetta"-Mission wissenschaftlicher Durchbruch des Jahres

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"Science"-Magazin: "Rosetta"-Mission wissenschaftlicher Durchbruch des Jahres

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    Ein von der der Sonde «Rosetta» aus einer Entfernung von etwa. 285 Kilometern aufgenommenes Foto des Zielkometen.
    Ein von der der Sonde «Rosetta» aus einer Entfernung von etwa. 285 Kilometern aufgenommenes Foto des Zielkometen. Foto: ESA (dpa)

    Die Mission der Raumsonde "Rosetta" mit der ersten Landung auf einem Kometen ist dem Magazin "Science" zufolge der wissenschaftliche Durchbruch des Jahres 2014. Die Daten werfen ein neues Licht auf die Entstehung und Entwicklung solcher Kometen, begründeten die Herausgeber ihre Entscheidung in einer Mitteilung. Die Mission wird von Darmstadt und Köln aus gesteuert.

    "Rosetta" reiste zehn Jahre lang zum Komenten "Tschuri"

    Die zehnjährige Reise der Rosetta-Mission durchs All

    Weit über sechs Milliarden Kilometer in gut zehneinhalb Jahren - die europäische Kometensonde »Rosetta» hatte eine lange Strecke hinter sich, als ihre Mission am Mittwoch mit der Landung eines Mini-Labors auf dem Zielkometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko ihren Höhepunkt fand. Um Schwung auf ihrer Reise aufzunehmen, passierte »Rosetta» im vergangenen Jahrzehnt dreimal die Erde und einmal den Mars.

    2. März 2004: »Rosetta» startet an Bord einer Ariane-5G-Trägerrakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana.

    4. März 2005: Erster Vorbeiflug an der Erde in 1955 Kilometern Entfernung.

    25. Februar 2007: »Rosetta» passiert unseren Nachbarplaneten Mars in einer Distanz von nur 250 Kilometern.

    13. November 2007: Zweiter Vorbeiflug an der Erde, diesmal in 5301 Kilometern Entfernung.

    5. September 2008: »Rosetta» begegnet im All dem Asteroiden Steins, der zwischen Mars und Jupiter seine Bahn um die Sonne zieht. Die Sonde nähert sich dem kleinen Himmelskörper bis auf 802,6 Kilometer.

    13. November 2009: Dritter Vorbeiflug an der Erde in 2480 Kilometern Distanz.

    10. Juli 2010: »Rosetta» passiert den großen Asteroiden Lutetia und nähert sich ihm bis auf 3162 Kilometer.

    8. Juni 2011: Aus Energiespargründen werden die Instrumente von »Rosetta» in eine zweieinhalbjährige »Tiefschlafphase» versetzt.

    20. Januar 2014: »Rosetta» erwacht planmäßig aus dem »Winterschlaf», ihre Instrumente werden nach und nach reaktiviert.

    6. August 2014: Ankunft am Kometen Tschurjumov-Gerasimenko, genannt Tschuri. »Rosetta» schwenkt in den folgenden Tagen in eine Umlaufbahn um den Brocken aus Eis, gefrorenen Gasen und Staub ein.

    12. November 2014: »Rosettas» Landeeinheit »Philae» löst sich von der Muttersonde und sinkt auf die Oberfläche des Kometen hinab. Nach stundenlanger Spannung verkünden die ESA-Wissenschaftler, dass der Forschungsroboter auf Tschuri gelandet ist. (afp)

    Zehn Jahre lang reiste "Rosetta" zu dem kosmischen Brocken "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" und setzte dort am 12. November das Mini-Labor "Philae" ab. In Kometen stecken die wahrscheinlich ältesten weitgehend unveränderten Reste, als sich das Sonnensystem vor 4,6 Milliarden Jahren bildete. Wissenschaftler hoffen, durch die Daten auch herauszufinden, wie Leben auf der Erde entstand. "Rosetta" und "Philae" haben insgesamt etwa 20 Instrumente an Bord. 

    Magazin "Nature" zeichnet Flugdirektor der "Rosetta"-Mission aus

    Das Fachmagazin "Nature" hatte den Flugdirektor der europäischen Kometenmission, Andrea Accomazzo, bereits am Vortag zu einem der zehn wichtigsten Forscher des Jahres gekürt. Der Ex-Testpilot habe dafür gesorgt, dass "Rosetta" während ihrer etwa 6,4 Milliarden Kilometer langen Reise auf Kurs bleibt und "Philae" schließlich nur 120 Meter vom geplanten Landepunkt auf den Kometen absetzen konnte.

    Zu den weiteren von "Science" gekürten wissenschaftlichen Entdeckungen und Erfindungen gehören unter anderem günstige Mini-Satelliten und uralte Höhlen-Kunst aus Indonesien. dpa

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